Aktuelles und Termine

Regierungssondierungen: Stückwerk ohne Überschrift

Der Handelsverband Deutschland (HDE) sieht in dem Ergebnispapier der Sondierungsverhandlungen zu einer Großen Koalition noch keinen großen Wurf für den Wirtschaftsstandort Deutschland.

„Das ist ein Kompromisspapier ohne erkennbare Gesamtstrategie. Der kleinste gemeinsame Nenner reicht nicht aus, um die aktuellen Herausforderungen zu meistern. Derzeit läuft die Binnenkonjunktur gut – eine neue Bundesregierung braucht aber einen Plan, um diese Entwicklung dauerhaft zu sichern“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Dazu gehöre eine Politik, die die Kaufkraft stärkt. Hier weise das Sondierungsergebnis jedoch nur teilweise in die richtige Richtung. So sei die notwendige Entlastung für die kleineren und mittleren Einkommen nur im Ansatz erkennbar.

Beim Breitbandausbau fehle insbesondere für die ländlichen Räume eine überzeugende Lösung für eine schnelle Anbindung. In den Koalitionsverhandlungen komme es darauf an, dass sich die Parteien auf ein stimmiges Konzept für die Digitalisierung einigten. Sanktjohanser: „Die digitale Arbeitswelt braucht flexiblere und moderne Rahmenbedingungen, beispielsweise bei der Arbeitszeitgestaltung. Ein einseitiger Anspruch auf befristete Teilzeit dagegen wäre kontraproduktiv.“ Aus dem bunten Kessel der einzelnen Ideen in den Sondierungen müsse in möglichen Koalitionsverhandlungen ein Programm mit einer klaren Richtung und aus einem Guss werden.“

 

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Mehr als 20.000 neue Jobs im Einzelhandel

Im ersten Halbjahr 2017 hat der Einzelhandel in Deutschland mehr als 20.000 neue Arbeitsplätze geschaffen.

Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zum Stichtag 30. Juni 2017. Der Beschäftigungsaufbau hat sich somit im Vergleich zum vorhergehenden Quartal sogar beschleunigt. „Der Einzelhandel legt insbesondere bei der Zahl der sozialversicherungspflichtigen Jobs zu. Im Gegensatz dazu verringert sich das Angebot an Minijobs in der Branche immer weiter“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Daten der Bundesagentur zeigen dementsprechend ein Plus von 32.000 sozialversicherungspflichtigen Stellen. Demgegenüber steht ein Minus von knapp 12.000 Minijobs.

„Minijobs werden im Handel bereits seit Jahren immer weniger. Im Vergleich zum Jahr 2011 sind es heute in der Branche über 100.000 weniger“, so Genth weiter. Minijobs federn in der Branche vor allem die Spitzenbelastungen ab. Insgesamt ist der Einzelhandel mit drei Millionen Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber in Deutschland. Indem der Handel Produkte und Dienstleistungen anderer Branchen in Anspruch nimmt, sichert er dort indirekt weitere 1,4 Millionen Arbeitsplätze.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Abmahnmissbrauch eindämmen

Mit Blick auf die laufenden Sondierungsgespräche zur Bildung einer neuen Bundesregierung fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) von der Politik wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung des Abmahnmissbrauchs nach dem Lauterkeitsrecht.

„Gerade kleine Online-Händler werden häufig wegen geringerer Rechtsverstöße wie beispielsweise einer fehlerhaften Angabe im Impressum abgemahnt“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Im Ergebnis führe das bei den Unternehmen zu erheblichen Kosten und großem Verwaltungsaufwand, der im schlimmsten Fall sogar ihre wirtschaftliche Existenz gefährden könne.

„Bei den Abmahnungen brauchen wir dringend Änderungen im System der privaten Rechtsdurchsetzung. Der grundsätzliche Ansatz, dass nicht-staatliche Organisationen hier Überprüfungen durchführen und Abmahnungen aussprechen können, ist zwar erfolgreich und richtig. Es gibt aber Auswüchse, die der Gesetzgeber verhindern muss“, so Genth weiter. Deshalb solle das Bundesamt für Justiz die Vereine vor der Erteilung der Abmahnberechtigung und auch in der Folge regelmäßig überprüfen. So könnten Organisationen herausgefiltert werden, die Abmahnungen als reines Geschäftsmodell für sich nutzten. Für einfach gelagerte Fälle setzt sich der HDE außerdem für eine Deckelung des Streitwerts ein, damit die hier häufig praktizierten Serienabmahnungen für die Abmahner weniger lukrativ werden. Außerdem fordert der Handelsverband die Abschaffung des Fliegenden Gerichtsstandes. Ansonsten könnten sich die Abmahner auch in Zukunft das für sie günstigste Gericht aussuchen und damit in der Praxis ihre Erfolgsaussichten erhöhen.

Zum Thema finden Sie ein gemeinsames Positionspapier des HDE und weiterer Verbände unter: www.einzelhandel.de/9005

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HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung lässt leicht nach

Das aktuelle HDE-Konsumbarometer zeigt, dass sich die leichte Abwärtsbewegung der Verbraucherstimmung weiter fortsetzt. Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Konsum bleiben allerdings weiter positiv.

Der Handelsverband Deutschland fordert von der künftigen Bundesregierung, den Wirtschaftsstandort Deutschland auch für die Zukunft fit zu machen.

 

„Die aktuell gedämpfte Stimmung der Verbraucher ist nicht ungewöhnlich und auf eine leichte Konsumzurückhaltung nach dem Weihnachtsgeschäft zurückzuführen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Eine ähnliche Entwicklung zeigte sich bereits zum Jahreswechsel 2016/2017. Insbesondere die beiden Einzelindikatoren Konsum- und Sparneigung machen deutlich, dass sich die Verbraucher in den nächsten drei Monaten etwas zurückhalten wollen und im Gegenzug ihre Sparbemühungen erhöhen. Trotzdem liegt die Konsumneigung nach dem aktuellen HDE-Konsumbarometer noch über dem Wert des Vorjahresmonats.

Entscheidend für die nach wie vor gute Konsumstimmung ist insbesondere die ausgezeichnete Lage auf dem Arbeitsmarkt. Deshalb ist auch im Jahr 2018 nicht mit einer dauerhaften Negativ-Entwicklung zu rechnen. Der HDE fordert von der künftigen Bundesregierung, den Wirtschaftsstandort Deutschland auch für die Zukunft fit zu machen. „Die gute Konjunktur darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass wesentliche Zukunftsaufgaben unerledigt sind. Dazu gehören eine moderne digitale Infrastruktur, wettbewerbsfähige Energiepreise und eine Entlastung kleiner und mittlerer Einkommen“, so Genth. Es gelte, die Binnenkonjunktur auf hohem Niveau zu stabilisieren und die Kaufkraft dauerhaft zu stärken.

Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 2.000 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und anderen konsumrelevanten Faktoren. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

Weitere Informationen zum Thema unter: www.einzelhandel.de/konsumbarometer

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Weitere starke Preissenkungen bis zum Monatsende

Handelsverband Hannover sieht Rabattspirale kritisch

Die Kunden können sich freuen: Bis zum Abschluss der Wintersaison Ende Januar wird der Handel die Preise für Winterware weiter senken. Grund für die Schnäppchenpreise sind die noch gut gefüllten Lager, die für die Frühjahrsmode leer geräumt werden müssen.

„Der stationäre Handel lockt damit zahlreiche Besucher in die Innenstädte und generiert so wichtige Umsatzspitzen“, berichtet Monika Dürrer, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes Hannover. Doch sie sieht auch mit Sorge auf die immer höheren Preisnachlässe, die seit der Abschaffung der zeitlich begrenzten Schlussverkäufe vor allem den stationären Handel dominieren: „Untersuchungen zeigen, dass von manchen Marken mittlerweile mehr Teile reduziert als zum regulären Preis verkauft werden. Die Konkurrenz des Onlinehandels und Warenüberschüsse zwingen die stationären Händler dazu, die Kunden mit attraktiven Rabatten zu locken.“ Das wirkt sich deutlich auf die Gewinne aus, Waren und Marken werden dadurch entwertet.

„Ein rigoroses Umdenken ist unerlässlich“, fordert Monika Dürrer, „der stationäre Handel kann sich nicht über den Preis durchsetzen. Er muss sich auf seine Stärken konzentrieren, auf die persönliche Beratung, das Ambiente und sich individuell auf seine Kunden einstellen.“

Volle Geschäfte und Innenstädte zum Endspurt vorm Fest

Der Handel ist in der letzten Woche vor dem Weihnachtsfest gut gerüstet für alle, die noch auf der Suche nach letzten Geschenken sind und die ihre Liebsten mit Leckereien und einem Festtagsessen verwöhnen wollen. „Besonders voll wird es in den Geschäften und Innenstädten am Samstag vor Heiligabend werden, denn dann ist es zu spät für Onlinekäufe. Und in Sachen Lebensmittel ist vor allem Frische gefragt“, sagt Monika Dürrer, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes Hannover.

Auch Gutscheine und Bargeld sind in diesem Jahr wieder als praktische Geschenke beliebt. Mehr als ein Viertel der Verbraucher wird laut Umfragen Gutscheine verschenken. Die Haupt-Einlöse-Zeit für diese geldwerten Geschenke ist zwischen Weihnachten und Neujahr. Für den Handel gehören daher die Tage zwischen den Jahren noch zum Weihnachtsgeschäft. Auch der Umtausch von Geschenken findet häufig in dieser Zeit statt. „Hier sind die Händler in der Regel sehr kulant, denn eigentlich muss nur defekte Ware zurückgenommen werden. Der Umtausch bei Nichtgefallen gehört jedoch bei den meisten Geschäften mit zum Service“, erläutert
Dürrer.

Die bisherige Bilanz des Weihnachtsgeschäfts ist durchaus positiv. Die recht kurze Zeitspanne im Advent und ein gegenüber dem Vorjahr deutlich erhörter Anteil an Online-Einkäufen haben sich jedoch bemerkbar gemacht. Um in weihnachtliche Stimmung zu kommen, hat es dennoch viele Menschen in die erleuchteten und geschmückten Innenstädte sowie auf die Weihnachtsmärkte gelockt.

Pressemeldung des Handelsverbandes Hannover vom 22.12.2017

 

Im Gesetzblatt veröffentlicht: Neuer Ausbildungsberuf für Kaufleute im E-Commerce

Mit der heutigen Veröffentlichung im Bundesgesetzblatt steht der vom Handelsverband Deutschland (HDE) maßgeblich initiierte neue Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce nun auch offiziell ab dem 1. August 2018 für Unternehmen und Auszubildende zur Verfügung.

Der HDE sieht darin einen wichtigen Meilenstein bei der Digitalisierung und Modernisierung der Berufe.

„Mit dem Kaufmann im E-Commerce werden die Auszubildenden zukünftig systematisch für eine Karriere im Online-Bereich qualifiziert“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. „Gleichzeitig wollen wir mit dem neuen Beruf viele neue Nachwuchskräfte für eine Ausbildung im Handel begeistern.“ Der E-Commerce-Kaufmann ist ein moderner und digitaler Beruf, der den Handel für die Generation der Digital Natives noch attraktiver macht. Bereits heute belegt der Einzelhandel im Ranking der meistgewählten Ausbildungsberufe Spitzenplätze.

Der E-Commerce ist seit Jahren der Wachstumsmotor für den Einzelhandel in Deutschland. Für 2017 erwartet der HDE in diesem Bereich ein Wachstum von zehn Prozent. Auch immer mehr bisher rein stationäre Unternehmen eröffnen Online-Shops oder nutzen Internetplattformen für den Verkauf. Die Digitalisierung stellt daher neue Anforderungen an das Personal. Es entstehen neue Tätigkeitsfelder, Prozesse und Geschäftsmodelle. Wer als Unternehmer innovativ bleiben will, braucht auch innovativen Nachwuchs.

Bereits 2015 hatte der HDE ein Konzept für die Schaffung des Ausbildungsberufs Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce vorgelegt und anschließend als Federführer der Arbeitgeberseite die Ausbildungsinhalte gemeinsam mit Sachverständigen aus den Unternehmen erarbeitet. Seit einigen Monaten stellt der HDE den Beruf bundesweit Unternehmen, Verbänden und der Öffentlichkeit vor.

Weitere Informationen:

https://www.einzelhandel.de/ecommercekaufmann

https://youtu.be/q8BMb0dpGxE

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Paketdienstleister: Kapazitäten ausbauen – neue Konzepte entwickeln

Mit Blick auf Berichte über mögliche Engpässe bei Paketdienstleistern im Weihnachtsgeschäft betont der Handelsverband Deutschland (HDE):

„Der Anstieg des Paketvolumens war nicht zuletzt durch die Wachstumsprognosen im Online-Handel vorhersehbar und daher auch für die Dienstleister planbar. Jetzt muss sichergestellt werden, dass die Verträge mit den Händlern eingehalten werden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Besonders in der Weihnachtszeit sei es von großer Bedeutung, dass die Lieferungen die Kunden termingetreu erreichen. Der HDE geht davon aus, dass die erfahrenen Paketdienstleister alle Weihnachtspakete rechtzeitig zum 24. Dezember zu den Kunden bringen.

„Für die Zukunft muss der Ausbau von Kapazitäten angegangen werden. Dabei steht nicht der konventionelle Transport im Fokus, sondern die Weiterentwicklung bestehender Zustell- und Abholkonzepte“, so Genth weiter. Dabei gehe es beispielsweise um kleine Depots in den Innenstädten zur Feinverteilung der Pakete mit E-Fahrzeugen oder die verstärkte Nutzung von gemeinsamen Abholstationen. Das Wachstum im Online-Handel werde sich nicht durch fehlende Kapazitäten in der Paketzustellung aufhalten lassen. Wenn die Paketdienstleister Mengenbeschränkungen und Preiserhöhungen ohne entsprechende Mehrwerte in die Diskussion bringen, sei das der falsche Weg, um der Herausforderung des steigenden Paketaufkommens gerecht zu werden. Genth: „Gefragt sind innovative Lösungen, die die Effizienz möglichst im ersten Zustellversuch steigern. Falls die etablierten Dienstleister hier keine Lösungen finden, werden andere Anbieter die Lücke füllen.“ Auch Städte und Kommunen müssten darüber nachdenken, wie sie unterstützen können statt Wege der Aussperrung von Lieferfahrzeugen zu suchen.

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Tag der Bildung: Ausbildung fit für die Digitalisierung machen

Zum heutigen Tag der Bildung fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) mehr Investitionen von Bund und Ländern in IT- und Medienausstattungen sowie in die Qualifizierung der Lehrkräfte.

Dabei müssten auch die Voraussetzungen für eine engere Kooperation zwischen Bund und Ländern geschaffen werden.

„Die Handelsunternehmen brauchen Nachwuchs, der fit in der digitalen Welt ist. Das setzt aber voraus, dass der Staat sämtliche Einrichtungen unseres Bildungssystems mit IT- und Medienhardware ausstattet und schnelle Internetanschlüsse sowie WLAN-Empfang sicherstellt. Digital- und Medienkompetenz ist eine Schlüsselqualifikation und muss deshalb zum festen Bestandteil der Aus- und Weiterbildung des Lehrpersonal werden“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Die Umsätze im Online-Handel steigen Jahr für Jahr zweistellig. Ausbildung und Berufe müssen sich der Digitalisierung anpassen. „Damit die Händler innovativ bleiben können, brauchen sie innovativen Nachwuchs. Deshalb hat der HDE die Ausbildungen für die Einzelhandelsberufe reformiert und den neuen Ausbildungsberuf Kaufmann im E-Commerce auf den Weg gebracht“, so Sanktjohanser weiter. E-Commerce-Kaufleute können ab August 2018 ausgebildet werden.

Die beiden klassischen Einzelhandelberufe erfreuen sich weiterhin großer Beliebtheit und belegten im Ranking der meistgewählten Ausbildungsberufe in Deutschland 2016 mit dem Kaufmann im Einzelhandel Platz 1 (über 25.000 neue Ausbildungsverträge) und mit dem Ausbildungsberuf Verkäufer (knapp 24.000 neue Verträge) Platz 3. Und auch für Abiturienten bietet der Handel attraktive Chancen: Diese können beispielsweise die Ausbildung zum Kaufmann im Einzelhandel im Rahmen der sogenannten Abiturientenprogramme verkürzen und direkt im Anschluss die Fortbildung zum geprüften Handelsfachwirt anschließen. Hierdurch können sie innerhalb von drei Jahren gleich zwei anerkannte Abschlüsse erlangen und sind mit dem Fachwirt dem Bachelor gleichgestellt.

Trotzdem haben viele Unternehmen in den letzten Jahren Probleme, ihre Lehrstellen zu besetzen. Sanktjohanser: „Es muss noch deutlicher werden, dass man auch mit einer Lehre ein erfülltes und vielversprechendes Berufsleben erreichen kann.“ Hier seien auch Schulen und Berufsberatungen gefordert. Denn im Einzelhandel ist die Karriere mit Lehre der Normalfall. So haben über 80 Prozent der Führungskräfte in der Branche mit einer Ausbildung ihren Weg nach oben begonnen.

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Europäisches Gerichtsurteil kein Freifahrtschein für Verkaufsbeschränkungen

Mit Blick auf das heute veröffentlichte Urteil des Europäischen Gerichtshofes zum selektiven Vertrieb stellt der Handelsverband Deutschland (HDE) fest: „Das ist kein Freifahrtschein für die Markenhersteller, Händlern künftig den Verkauf ihrer Waren über Plattformen zu verbieten.

Vielmehr haben die Richter klargestellt, dass Vertriebsbeschränkungen durch die Industrie enge Grenzen gesetzt sind“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. So ist es beispielsweise auch künftig nicht möglich, dass der Hersteller Händlern den Verkauf seiner Produkte auf Online-Plattformen untersagt, wenn der Hersteller dort selbst seine Ware anbietet. Außerdem hat der EuGH deutlich gemacht, dass eine solche Maßnahme nur im Luxussegment legal sein kann, wenn es um den Schutz des Markenimages geht. Auch dann aber müssen klare und nachvollziehbare Kriterien ersichtlich sein, warum der Vertrieb über bestimmte Plattformen nicht stattfinden soll. Der Knackpunkt im Urteil ist die Frage der Angemessenheit für pauschale Vertriebsverbote. Der HDE erwartet, dass diese Frage gerichtliche Auseinandersetzungen nach sich ziehen wird.

„Der Handel in Deutschland baut auch nach diesem Urteil weiter auf die klare und deutliche Linie des Bundeskartellamtes. Produzenten dürfen den Vertrieb ihrer Ware nur in Ausnahmefällen einschränken. Das ist eine Grundbedingung für fairen Wettbewerb und unternehmerische Freiheit im gesamten Handel“, so Tromp weiter.

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