Aktuelles und Termine

Handelsverband Deutschland übernimmt AVE-Geschäftsführung

Der Handelsverband Deutschland (HDE) übernimmt mit Wirkung zum 01. September die Geschäftsführung der Außenhandelsvereinigung des Deutschen Einzelhandels e.V. (AVE). Ein Kooperationsvertrag wurde von den Präsidenten beider Verbände unterzeichnet.

Fahrverbote: Versorgungsengpässe in Innenstädten verhindern

Der Handelsverband Deutschland (HDE) unterstützt das Ziel der Bundesregierung und der Kommunen, die Luftqualität in den Innenstädten auch ohne Fahrverbote deutlich zu verbessern.

Der Handel sei darauf angewiesen, dass die Waren in die Filialen und Geschäfte vor Ort gelangen, heißt es in einer Stellungnahme. Gerade im innerstädtischen Bereich erfüllt die Branche wichtige Versorgungsfunktionen und sorgt für eine effiziente Bündelung der Transporte. „Ein kurzfristig verhängtes Fahrverbot für Fahrzeuge des Lieferverkehrs würde diese effizienten und hoch optimierten Transporte gefährden. Die Folge sind noch mehr Individualverkehr und Versorgungsengpässe“, sagt HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Weder Filialisten noch Kleinbetriebe sind kurzfristig in der Lage, alternative Antriebe in den betroffenen Städten flächendeckend einzusetzen. Deshalb fordert der HDE einen ausreichend langen Übergang zu emissionsärmeren und emissionsfreien Fahrzeugen. Ein Zeithorizont von zehn Jahren sei möglich, allerdings müssten dann rasch entsprechende Infrastrukturen aufgebaut werden wie eine Ladeinfrastruktur bzw. LKW-taugliche Erdgas-Tankstellen und Fachwerkstätten. Zudem müssen Hersteller geeignete Fahrzeugflotten mit alternativen Antrieben zur Verfügung stellen.

Weitere Informationen zum Thema unter http://bit.ly/2xNWrTE

Kassengesetz: Handel braucht Planungssicherheit

Planungssicherheit für die Handelsunternehmen bei der Umsetzung des Gesetzes zu manipulationssicheren Registrierkassen fordert der Handelsverband Deutschland (HDE).

Das Ende vergangenen Jahres beschlossene Kassengesetz verpflichtet die Einzelhändler dazu, bis Ende 2019 auf manipulationssichere Registrierkassen umzurüsten. Bisher allerdings gibt es noch keine Vorgaben, welche technischen Standards die Kassen dann erfüllen sollen. Für die Einzelhändler führt dies womöglich dazu, dass sie erst 2019 die erforderliche Technologie kaufen können, dann aber unter zeitlichem Höchstdruck agieren müssen. Darüber hinaus sind Unternehmen, bei denen im Jahr 2018 oder 2019 Kasseninvestitionen anstehen, mit großen Unsicherheiten konfrontiert. Denn diese müssen dann womöglich Kassentechnologie kaufen, bei der klar ist, dass sie kurze Zeit später veraltet ist und teuer aufgerüstet werden muss. „Die Bundesregierung muss die Voraussetzungen dafür schaffen, dass die Manipulationsschutztechnologie zeitnah entwickelt und am Markt verfügbar ist“, so HDE-Steuerexperte Jochen Bohne.

Außerdem brauchen die Händler Planungssicherheit bei den Ausnahmeregelungen. Denn die Unternehmen müssen rechtzeitig wissen, ob sie die neuen Vorgaben in vollem Umfang zu erfüllen haben oder mit Erleichterungsbewilligungen durch die Finanzverwaltung rechnen können. „Wenn die Planungssicherheit nicht zeitnah gewährleistet werden kann, dann muss der Starttermin für die neuen Kassenregelungen notfalls eben verschoben werden“, so Bohne weiter. Derzeit ist hier der 1. Januar 2020 vorgesehen.

HDE-Umfrage: Handel auf schnelleren Breitbandausbau angewiesen

Fast 40 Prozent der Händler kritisieren laut einer HDE-Umfrage zu geringe Internetbandbreiten an ihren Standorten.

„Mit langsamen Internetverbindungen lassen sich weder Onlineshops noch Social-Media-Aktivitäten professionell betreiben. Nicht nur etablierte Technologien wie die längst selbstverständliche Kartenzahlung im Laden sind heute von zuverlässigen Datenleitungen abhängig, Händler benötigen leistungsfähige Funknetze auch für viele ihrer lokalen Serviceangebote“ so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Das von der Bundesregierung verabschiedete Ziel, bis zum Jahr 2018 eine Versorgung mit 50 Megabit pro Sekunde im Download zu garantieren, greife dabei zu kurz. Deshalb fordert der Handel eine Beschleunigung des Glasfaserausbaus.

„Klein- und Mittelstädte sowie der ländliche Raum müssen beim Breitbandausbau Vorrang haben. Um den Handelsstandort Innenstadt zu stärken, sind Städtebaufördermittel für den Ausbau der digitalen Infrastruktur nötig“, so Genth weiter.

Alle Forderungen des HDE zur Bundestagswahl unter: www.der-Handel.für-Wachstum.de