Begleichen Kunden ihre Schulden nicht rechtzeitig, müssen sie die Konsequenzen spüren. Fordern Sie von säumigen Zahlern neben dem geschuldeten Betrag zusätzlich Verzugszinsen. Die Höhe der Zusatzforderung hängt vom Basiszinssatz ab; dieser ist Grundlage für die maximale Höhe der von Schuldnern zu zahlenden Verzugszinsen.  Die Deutsche Bundesbank hat ihn per 1. Januar mit minus 0,88 Prozent auf dem Niveau vom 1. Juli 2017 belassen. Da bei privaten Schuldnern der Verzugszins fünf, bei Geschäftskunden neun Prozentpunkte darüber liegen darf, dürfen Sie demgemäß von Ihren säumigen Kunden jetzt weiterhin 4,12 Prozent bzw. 8,12 Prozent an Verzugszinsen verlangen.

Beachten Sie: Bei einer Geldforderung beginnt der Verzug automatisch nach Ablauf von 30 Tagen seit Rechnungsstellung. Bei Endverbrauchern gilt das aber nur, wenn auf der Rechnung ausdrücklich auf den Verzug, dessen Folgen und die Zinshöhe hingewiesen wird. Die 30-Tagefrist können Sie durch eine vorherige Mahnung verkürzen. Gesondert mahnen müssen Sie im Übrigen auch bei Rechnungen, die ein Datum als Zahlungsziel enthalten.

Hinweis: Mitglieder des Handelsverbandes erhalten Unterstützung bei der Einforderung offener Beträge. Weitere Informationen erhalten Sie über unsere Einziehungsstelle, Frau Lipper – Tel. 0511 3370823.

 

Quelle:
BBE-Cheftelegramm Nr. 1242
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