Die Bundesvereinigung der Musikveranstalter (BVMV) hat gemeinsam mit dem Handelsverbad im vergangenen Jahr Tarife bzw. Tarifveränderungen mit der GEMA verhandelt, die sukzessive in 2018 (je nach Fälligkeit der bestehenden Lizenzverträge) zur Anwendung kommen.

Für die Nutzung von Tonträger- und/oder Radiomusik in Sanitäranlagen wurde mit der GEMA ein neuer, einheitlicher Beschallungstarif WR-San verhandelt, der jeweils Herren-, Damen-, Unisex- und ggf. Behindertentoilette sowie Wasch- und Wickelräume als eine Sanitäranlage umfasst und bei 50 Euro pro Anlage/Jahr liegt.

Der Tarif VR-Ö für die Vervielfältigung von Musik erhöht sich von 0,13 Euro auf 0,14 Euro je Werk bzw. von 55 Euro auf 59 Euro für die 500-Werke-Pauschale.

Der Tarif U-St (Stadtfeste, Straßenfeste  und sonstige Veranstaltungen im Freien) erhöht sich geringfügig von 81,55 Euro auf 82,40 Euro je 500 qm Veranstaltungsfläche. Der Anwendungsbereich umfasst öffentliche wie auch private Plätze (z. B. Parkplätze von SB-Warenhäusern oder Lebensmitteleinzelhandelsgeschäften). Ganzjährig oder nur saisonal gastronomisch bewirtschaftete Flächen (z. B. Biergärten) fallen ebenso wenig unter diesen Tarif wie Festivals oder Konzerte. Bei der Flächenberechnung für „sonstige Veranstaltungen im Freien“ wird zukünftig nur die zur Veranstaltung zugängliche Fläche zugrunde gelegt.

Alle weiteren Tarife, insbesondere die für den Einzelhandel relevanten Tarife für Tonträger- und Radio-Hintergrundmusik unterliegen mehrjähriger Einführungsphasen und erhöhen sich entsprechend den im Jahr 2015 getroffenen Vereinbarungen. Weitere GEMA-Forderungen, die zu Veränderungen und Kostensteigerungen in anderen Tarifen geführt hätten, konnten im Interesse der Verbandsmitglieder abgewehrt werden.

Mitglieder des Handelsverbandes erhalten 20% Nachlass auf die GEMA-Tarife.