Aktuelles und Termine

Hürde für den Handel: zusätzlicher Feiertag für Niedersachsen

Der Reformationstag, der 31. Oktober ist ab diesem Jahr neuer gesetzlicher Feiertag in Niedersachsen. Mit einer deutlichen Mehrheit verabschiedete gestern der Landtag in Hannover das entsprechende Gesetz. Abgelehnt wurden alle weiteren Alternativen. Damit hat Niedersachsen nun zehn gesetzliche Feiertage. Der Handelsverband Hannover sieht hierin eine weitere Hürde für den stationären Handel:

Der zusätzliche Feiertag ist gegen die wirtschaftliche Vernunft und macht es dem stationären Handel noch schwerer, sich gegen die Konkurrenz aus dem Internet zu behaupten. „Jeder freie Tag bedeutet weniger Umsatz für den stationären Handel“, sagt Hauptgeschäftsführerin Monika Dürrer. Wenn noch ein Tag weniger zur Verfügung stehe, um vor Ort für die Kunden da zu sein, werden sich die Frequenz- und Umsatzverluste in den Innenstädten noch weiter beschleunigen. „Ein zusätzlicher Feiertag dürfte für viele Konsumenten eher eine Einladung zum Onlineshopping als zur inneren Einkehr sein“, so Dürrer. Hinzu komme, dass die Freizeit erst einmal verdient werden müsse. Jede weitere Reduzierung der Arbeitszeit sei de facto eine indirekte Lohnerhöhung und ein Verlust an Wertschöpfung, so die Verbandschefin.

Azubis gesucht: Im Handel sind noch Plätze frei

Viele Handelsunternehmen haben noch freie Ausbildungsplätze zu vergeben. Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für den Mai 2018.

Demnach suchen die Händler derzeit noch knapp 19.400 künftige Kaufleute im Einzelhandel und 14.000 Verkäuferinnen und Verkäufer. Offene Stellen gibt es auch noch für den ersten 4.0-Ausbildungsberuf Kaufleute im E-Commerce, der ab dem 1. August 2018 an den Start geht. Darüber hinaus bildet die Branche in mehr als 40 weiteren Berufen aus. „Der Handel nimmt seine Verantwortung als drittgrößte Wirtschaftsbranche und großer Ausbilder sehr ernst. Die Branche bietet gute Karrieremöglichkeiten, mehr als 80 Prozent der heutigen Führungskräfte kommt aus den eigenen Reihen und haben mit einer Lehre begonnen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Handelsunternehmen steigerten nach den Zahlen der Bundesagentur für Arbeit ihr Angebot an Ausbildungsstellen für Kaufleute im Einzelhandel im Vergleich zum Vorjahr um über neun Prozent, bei den Verkäuferinnen und Verkäufern um 0,4 Prozent. Der Einzelhandel stellt alleine mit den Kernberufen Kaufleute im Einzelhandel und Verkäufer jährlich zehn Prozent aller abgeschlossenen Ausbildungsverträge und belegt mit den beiden Berufen immer Plätze unter den Top 3 aller 327 Ausbildungsberufe.

Allerdings wird es für die Handelsunternehmen in den letzten Jahren zunehmend schwerer, ihre Ausbildungsplätze auch mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Genth: „Ausbildungsberufe müssen gesamtgesellschaftlich einen höheren Stellenwert bekommen. Die guten Entwicklungsperspektiven mit Aus- und Fortbildung im Handel kommen bei der Berufsorientierung oft zu kurz. Hier sind vor allem Schulen und Berufsberatungen gefordert.“ Auch die Abiturientenprogramme des Handels, bei denen durch die Kombination aus Ausbildung zum Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel und Fortbildung zum Handelsfachwirt oder Fachwirt für Vertrieb innerhalb von drei Jahren zur Führungskraft qualifiziert wird, müssten in den Berufsberatungen als sehr gute Alternative zum Studium eine prominentere Rolle spielen. Für die Abiturientenprogramme des Handels verzeichnet die Bundesagentur für Arbeit rund 7.300 unbesetzte Stellen.

 

Vorsprung! – Der Gesundheitspreis für Betriebe in Niedersachsen 2017: Bewerbungsschluss 13.10.2017

Gesundheitsorientierte, kleine und mittlere Unternehmen aus Niedersachsen aller Branchen sind eingeladen, sich um den „Vorsprung! – Der Gesundheitspreis für Betriebe in Niedersachsen 2017“ zu bewerben.

Die Preisträger werden im Rahmen einer Prämierungsfeier beim Niedersächsischen Gesundheitskongress am 15. November 2017 im Schloss Herrenhausen öffentlichkeitswirksam gekürt und im Rahmen der begleitenden Öffentlichkeitsarbeit präsentiert. Zur Teilnahme ist die Einsendung des ausgefüllten Teilnahmeformulars erforderlich. Eine Expertenjury bewertet die Bewerbungen nach den Kriterien des Wettbewerbs.

Weitere Informationen und Bewerbungsbogen zum Wettbewerb gibt es unter www.vorsprung-gesundheit.de.