Aktuelles und Termine

Weitere starke Preissenkungen bis zum Monatsende

Handelsverband Hannover sieht Rabattspirale kritisch

Die Kunden können sich freuen: Bis zum Abschluss der Wintersaison Ende Januar wird der Handel die Preise für Winterware weiter senken. Grund für die Schnäppchenpreise sind die noch gut gefüllten Lager, die für die Frühjahrsmode leer geräumt werden müssen.

„Der stationäre Handel lockt damit zahlreiche Besucher in die Innenstädte und generiert so wichtige Umsatzspitzen“, berichtet Monika Dürrer, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes Hannover. Doch sie sieht auch mit Sorge auf die immer höheren Preisnachlässe, die seit der Abschaffung der zeitlich begrenzten Schlussverkäufe vor allem den stationären Handel dominieren: „Untersuchungen zeigen, dass von manchen Marken mittlerweile mehr Teile reduziert als zum regulären Preis verkauft werden. Die Konkurrenz des Onlinehandels und Warenüberschüsse zwingen die stationären Händler dazu, die Kunden mit attraktiven Rabatten zu locken.“ Das wirkt sich deutlich auf die Gewinne aus, Waren und Marken werden dadurch entwertet.

„Ein rigoroses Umdenken ist unerlässlich“, fordert Monika Dürrer, „der stationäre Handel kann sich nicht über den Preis durchsetzen. Er muss sich auf seine Stärken konzentrieren, auf die persönliche Beratung, das Ambiente und sich individuell auf seine Kunden einstellen.“

Neuer BTE-Statistik-Report 2017 erschienen – Textileinzelhandel 2016 leicht im Plus

Nach ersten vorläufigen Berechnungen des BTE setzte der gesamte Einzelhandel mit Bekleidung und Textilien im Jahr 2016 insgesamt 63,8 Mrd. EUR um. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von 390 Mio. EUR bzw. 0,6 Prozent.

Der Textilfachhandel ist dabei im Vergleich aller Vertriebswege mit einem Marktanteil von 58,8 Prozent weiterhin der wichtigste Absatzkanal für Bekleidung und Textilien. Erst mit deutlichem Abstand folgen Versand- und Onlinehandel vor Kauf- und Warenhäusern. Zum Textilfachhandel zählen alle Unternehmen, die überwiegend Bekleidung und Textilien verkaufen, also neben den spezialisierten mittelständischen Fachgeschäften auch Filialisten wie C&A, P&C, H&M, KiK, Takko und Adler sowie Fachgeschäfte und Fachmärkte für Haus- und Heimtextilien.

Hinweis: Alle aktuellen Daten über den deutschen Textilmarkt enthält der soeben erschienene BTE-Statistik-Report 2017 „Textileinzelhandel“. Auf 160 Seiten werden vor allem die Entwicklung des Textileinzelhandels (Umsatz, Kosten, Leistungskennziffern etc.), die Marktvolumina inkl. des nach Warengruppen aufgefächerten Imports und Exports, die Entwicklung des Modehandels nach Umsatzgrößenklassen sowie das Verbraucherverhalten bei Bekleidung behandelt. Zur Abrundung sind außerdem Eckdaten über die deutsche Volkswirtschaft, über den Gesamteinzelhandel sowie über die Textil- und Bekleidungsindustrie und den textilen Großhandel aufgeführt.

Der BTE-Statistik-Report 2017 ist zum Bruttopreis von 179 EUR in zwei Versionen erhältlich: als Download zum Nettopreis von 150,42 EUR (plus 19 % MwSt.) und als Printversion zum Nettopreis von 167,29 EUR (plus 7 % MwSt. und Versandkosten). Die kombinierte Form von Print und Download ist zum Preis von 229 EUR (194,44 EUR netto) zzgl. Versand erhältlich. Mitglieder im Einzelhandelsverband erhalten jeweils 20 Prozent Rabatt. Bestellungen beim ITE-Verlag, Fax 0221/92150910, E-Mail: itebestellungen@bte.de oder im BTE-Onlineshop unter www.shop.bte.de. Dort ist auch das Inhaltverzeichnis eingestellt.

Online-Händler berechnen Altgeräte-Entsorgung


„Muss die Rücknahme von Elektro-Altgeräten nicht auch im Internet für die Kunden kostenlos sein?“
fragt ein Händler, der sich darüber wundert, das Online-Händler wie alternate.de und otto.de für den Abtransport von alten Elektro- und Elektronikgeräten von ihren Kunden eine Kostenbeteiligung von 15 – 20 Euro verlangen. Dabei steht im Elektro- und Elektronikgerätegesetz, dass die Abholung unentgeltlich erfolgen und der Abholort gleich Lieferort sein muss. Gibt es nun einen Trick? Ja! Onlinehändler können die Rücknahme von Altgeräten auch durch geeignete Rückgabemöglichkeiten in „zumutbarer Entfernung zum jeweiligen Endnutzer“ gewährleisten. Dieser Verpflichtung kommt der eine oder andere Onlinehändler heute nach, indem er sich an einem „flächendeckenden Rücknahmesystem“ beteiligt (Folder mit Kontakten gibt es beim BVT). Damit kann der Onlinehändler die gesetzliche Rücknahmepflicht erfüllt haben …

Wenn er dann das Altgerät zusätzlich ab Wohnort abtransportiert, wäre das eine freiwillige Dienstleistung, für die er vom Kunden ein Entgelt kassieren könne … so begründet zumindest der Händler sein Vorgehen juristisch. Bemerkenswert argumentiert ein anderer Onlinehändler, der für die Altgeräte-Entsorgung Geld nimmt: „Bei uns ist der Abtransport grundsätzlich unentgeltlich. Die 19,90 Euro sind für die Aufstellung eines Neugerätes z.B. im 3ten OG.“ Der BVT meint: Dann sollte der Service aber nicht „Altgeräte-Entsorgung“ heißen …

Fazit: Für alle Onlinehändler stellt sich die Frage, wie abmahnsicher sie zu ihren Kunden kommunizieren. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat zuletzt die Bundesländer zur Kontrolle der Händler aufgefordert und eigene umfangreiche Tests in Geschäften und bei Onlinehändlern ankündigt. Seit dem 1. Juni müssen Handelsunternehmen, die zur Rücknahme von Elektroaltgeräten verpflichtet sind und dies verweigern, mit einem Ordnungsgeld von bis zu 100.000 Euro rechnen. Weitere Informationen gibt es im BVT-Folder „Elektro-Altgeräte im Handel“, Anforderung per Mail: bvt@einzelhandel-ev.de