Aktuelles und Termine

Weitere starke Preissenkungen bis zum Monatsende

Handelsverband Hannover sieht Rabattspirale kritisch

Die Kunden können sich freuen: Bis zum Abschluss der Wintersaison Ende Januar wird der Handel die Preise für Winterware weiter senken. Grund für die Schnäppchenpreise sind die noch gut gefüllten Lager, die für die Frühjahrsmode leer geräumt werden müssen.

„Der stationäre Handel lockt damit zahlreiche Besucher in die Innenstädte und generiert so wichtige Umsatzspitzen“, berichtet Monika Dürrer, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes Hannover. Doch sie sieht auch mit Sorge auf die immer höheren Preisnachlässe, die seit der Abschaffung der zeitlich begrenzten Schlussverkäufe vor allem den stationären Handel dominieren: „Untersuchungen zeigen, dass von manchen Marken mittlerweile mehr Teile reduziert als zum regulären Preis verkauft werden. Die Konkurrenz des Onlinehandels und Warenüberschüsse zwingen die stationären Händler dazu, die Kunden mit attraktiven Rabatten zu locken.“ Das wirkt sich deutlich auf die Gewinne aus, Waren und Marken werden dadurch entwertet.

„Ein rigoroses Umdenken ist unerlässlich“, fordert Monika Dürrer, „der stationäre Handel kann sich nicht über den Preis durchsetzen. Er muss sich auf seine Stärken konzentrieren, auf die persönliche Beratung, das Ambiente und sich individuell auf seine Kunden einstellen.“

HDE-Umsatzkorrekturfaktoren 2018

Der HDE berechnet jährlich Umsatzkorrekturfaktoren, die als Umsatzplanungshilfe verwendet werden können. Die Umsatzkorrekturfaktoren geben an, um wie viele Prozentpunkte der Umsatz eines bestimmten Monats bzw. Jahresabschnitts gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bereinigt werden muss, um den Einfluss der Anzahl und der Lage der Verkaufstage annähernd auszuschalten.

Aus der Höhe der einzelnen Umsatzkorrekturfaktoren kann schon heute recht gut abgelesen werden, welche Monate bzw. Jahresabschnitte von der Lage und Anzahl der Verkaufstage her positiv oder negativ beeinflusst werden. Grundlage der Berechnung ist die prozentuale Verteilung des Wochenumsatzes auf die einzelnen Verkaufstage des stationären Einzelhandels. Die entsprechenden Angaben hat der HDE in Form von Jahresdurchschnitten bei seinen Mitgliedsunternehmen erhoben.

Die HDE-Umsatzkorrekturfaktoren beschränken sich nur auf die Anzahl und die Lage der Verkaufstage und sind insofern nicht vergleichbar mit den Verfahren zur Saison- und Kalenderbereinigung, wie sie beispielsweise vom Statistischen Bundesamt eingesetzt werden.

Umsatzkorrekturfaktoren 2018.pdf

 

 

60 Jahre Supermarkt in Deutschland

In dieser Woche feiert der Supermarkt als Handelsformat in Deutschland 60 Jahre Jubiläum. Supermarkt nennt man ein Einzelhandelsgeschäft, das auf einer Verkaufsfläche zwischen 400 und 2.500 Quadratmetern Nahrungs- und Genussmittel einschließlich Frischwaren sowie ergänzend Waren des täglichen und des kurzfristigen Bedarfs anderer Branchen anbietet. Moderne Supermärkte verfügen häufig über eine Verkaufsfläche von 1.000 bis 1.500 Quadratmetern mit durchschnittlich etwa 10.000 Artikeln. Der Anteil der Nonfood-Artikel liegt in der Regel bei nicht mehr als 25 Prozent. Große Supermärkte verfügen über Flächen bis zu 5.000 Quadratmetern und über ein Angebot von rund 25.000 Artikeln. Das Sortiment wird größtenteils in Selbstbedienung offeriert. Die Supermärkte sind in Deutschland durchschnittlich 76 Stunden pro Woche geöffnet. Umsatzstärkste Wochentage sind der Freitag mit knapp 21 Prozent und der Samstag mit rund 22 Prozent Umsatzanteil. Montags bis freitags wird der meiste Umsatz zwischen 16 und 18 Uhr erzielt, samstags läuft es im Zeitfenster zwischen 10 und 12 Uhr am besten. Nach Zahlen des EHI Retail Institutes machen die 12.000 Supermärkte in Deutschland insgesamt einen Jahresumsatz von 60 Milliarden Euro und haben zusammengerechnet eine Verkaufsfläche von 14,6 Millionen Quadratmetern.

Marktjagd-Studie: Einkaufen muss familienfreundlicher werden

 

Eltern wünschen sich Toiletten, Wickelecken und einen durchdachteren Kassenbereich

Einkaufen mit Kindern ist aus vielen Gründen sicher keine Lieblingsbeschäftigung von Eltern – manche dieser Gründe resultieren aus dem Ungestüm einiger Kinder, andere wären vermeidbar durch eine gezieltere Anpassung der Supermärkte an die Bedürfnisse von Familien.


In einer Umfrage des lokalen Einkaufsratgebers Marktjagd unter 505 Teilnehmern wurden verschiedenste Erlebnisse aus dem Einkaufsalltag von Eltern geschildert. Denn obwohl der Einkauf mit Kindern oftmals stressig ist, gehen 85 Prozent der Eltern regelmäßig gemeinsam mit ihrem Nachwuchs einkaufen – vorrangig wochentags zwischen 13 und 18 Uhr (47,5%) oder am Samstag (28,4%). Ob der Nachwuchs dabei im Kindersitz des Einkaufswagens sitzt oder bereits selber laufen kann und soll, ist vor allem vom Alter abhängig. Beim Thema spezielle Einkaufswagen für Kinder gehen die Meinungen allerdings auseinander: 58 Prozent der Befragten helfen Kinder- und Auto-Einkaufswagen dabei, den Einkauf entspannter durchzuführen, 42 Prozent halten sie für nicht sinnvoll. Die Gründe reichen von “verleiten zum Rennen” und unkontrollierten Zusammenstößen bis hin zu “zu wenig Platz” in den Körben.

“Wenn du artig bist, bekommst du einen Schokoriegel”

Auch das Thema „Belohnung“ wird von den Eltern kontrovers betrachtet. Während 71 Prozent angeben, ihre Kinder für artiges Verhalten beim Einkauf zu belohnen, kritisieren auch viele Eltern diese Maßnahme, weil sie zu einer falschen Konditionierung beiträgt und gutes Benehmen selbstverständlich sein sollte.


Dagegen scheint es den meisten Eltern besonders wichtig zu sein, dass ihre Kinder aktiv in den Einkauf eingebunden werden. So wird von 83 Prozent angegegeben, dass sie ihre Kinder helfen lassen, weil sie ein Gefühl für den Umgang mit Produkten lernen sollen und Kinder besonders stolz sind, wenn sie eine Aufgabe haben und aktiv etwas beitragen können. Anders sieht es allerdings beim Kleidungskauf für den Nachwuchs aus, hier wählen 87 Prozent der Eltern die Waren lieber selber aus.


Dass Kinder jedoch noch nicht allen Versuchungen des Konsums widerstehen können, wissen Eltern nur zu gut. Darum meiden auch 39 Prozent der Befragten gezielt einzelne Bereiche oder Gänge des Supermarkts, um Diskussionen vorzugreifen. Wenn die Kinder allerdings schon alt genug sind und wissen, wo Süßigkeiten, Spielzeug und Comics zu finden sind, muss gezielt Erziehungsarbeit geleistet werden, so sind sich die befragten Eltern einig.

Mehr Familienfreundlichkeit beim Einkaufen gewünscht

Viele Eltern wünschen sich vom Handel mehr Service und Entgegenkommen für Familien. Besonders nachgefragt sind Toiletten, die vor allem während des Einkaufs gut erreichbar sein sollen, genauso wie eine Wickelecke. Für wenig sinnvoll werden hingegen Spielecken erachtet, entweder weil das Kind gezielt mit einkaufen will und so auch der Lerneffekt verloren gehen würde oder weil dies den Einkauf nur unnötig verlängern würde. Voraussetzung für die Nutzung ist in jedem Fall die Anwesenheit einer Aufsichtsperson, die die Sicherheit der Kinder gewährleisten kann.


Im Rahmen der Umfrage hat sich gezeigt, dass besonders der Kassenbereich es den einkaufenden Familien schwer macht. Viele Eltern berichteten davon, dass lange Schlangen, zu schmale Kassengänge, verlockende Süßigkeiten und die verstörenden Aufdrucke auf Tabakwaren den Einkauf unnötig verkomplizieren würden. Aber auch die Herausforderung die Waren auf das Band zu legen, zu bezahlen, alles zu verstauen und parallel noch auf das Kind aufzupassen, führt bei den meisten Eltern zu vermehrtem Stress. Zudem liegen die Ausgänge oftmals direkt hinter den Kassen, sodass ein Moment der Unachtsamkeit bedeuten kann, dass der Nachwuchs plötzlich allein draußen auf dem Parkplatz steht.


Trotz vieler Hürden und Stressmomente geben 80 Prozent der Befragten an, während des Einkaufs gelassen bleiben zu können. In zwei von drei Fällen sind sie es höchstens selbst, die sich stressen. Weitere Stressfaktoren: Die Blicke und Tuscheleien der anderen Einkaufenden (25%) und die genervten Kassiererinnen und Supermarktangestellten (18%).

Die komplette Studie mit hilfreichen Tipps von einem Erziehungsberater finden Sie unter https://www.marktjagd.de/news/einkaufen-mit-kindern

 Quelle:

Marktjagd-Studie: Einkaufen muss familienfreundlicher werden

von Karolin Krüger

 

Verbraucherpreise Juli 2017: + 1,7 % gegenüber Juli 2016/ Inflationsrate seit Mai 2017 leicht angezogen

Die Verbraucherpreise in Deutschland lagen im Juli 2017 um 1,7 % höher als im Juli 2016. Damit zog die Inflationsrate − gemessen am Verbraucherpreisindex – den zweiten Monat in Folge leicht an. Eine etwas höhere Rate als im Juli 2017 hatte es zuletzt im April mit + 2,0 % gegeben. Im Vergleich zum Juni 2017 stieg der Verbraucherpreisindex im Juli 2017 um 0,4 %.

Das Statistische Bundesamt (Destatis) bestätigt somit seine vorläufigen Gesamtergebnisse vom 28. Juli 2017.

Die vollständige Pressemitteilung (inklusive PDF-Version) ist im Internetangebot des Statistischen Bundesamtes unter http://www.destatis.de/presseaktuell  zu finden.

 

Quelle:

PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 272 vom 11.08.2017

 

 

Neuer BTE-Statistik-Report 2017 erschienen – Textileinzelhandel 2016 leicht im Plus

Nach ersten vorläufigen Berechnungen des BTE setzte der gesamte Einzelhandel mit Bekleidung und Textilien im Jahr 2016 insgesamt 63,8 Mrd. EUR um. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Umsatzzuwachs von 390 Mio. EUR bzw. 0,6 Prozent.

Der Textilfachhandel ist dabei im Vergleich aller Vertriebswege mit einem Marktanteil von 58,8 Prozent weiterhin der wichtigste Absatzkanal für Bekleidung und Textilien. Erst mit deutlichem Abstand folgen Versand- und Onlinehandel vor Kauf- und Warenhäusern. Zum Textilfachhandel zählen alle Unternehmen, die überwiegend Bekleidung und Textilien verkaufen, also neben den spezialisierten mittelständischen Fachgeschäften auch Filialisten wie C&A, P&C, H&M, KiK, Takko und Adler sowie Fachgeschäfte und Fachmärkte für Haus- und Heimtextilien.

Hinweis: Alle aktuellen Daten über den deutschen Textilmarkt enthält der soeben erschienene BTE-Statistik-Report 2017 „Textileinzelhandel“. Auf 160 Seiten werden vor allem die Entwicklung des Textileinzelhandels (Umsatz, Kosten, Leistungskennziffern etc.), die Marktvolumina inkl. des nach Warengruppen aufgefächerten Imports und Exports, die Entwicklung des Modehandels nach Umsatzgrößenklassen sowie das Verbraucherverhalten bei Bekleidung behandelt. Zur Abrundung sind außerdem Eckdaten über die deutsche Volkswirtschaft, über den Gesamteinzelhandel sowie über die Textil- und Bekleidungsindustrie und den textilen Großhandel aufgeführt.

Der BTE-Statistik-Report 2017 ist zum Bruttopreis von 179 EUR in zwei Versionen erhältlich: als Download zum Nettopreis von 150,42 EUR (plus 19 % MwSt.) und als Printversion zum Nettopreis von 167,29 EUR (plus 7 % MwSt. und Versandkosten). Die kombinierte Form von Print und Download ist zum Preis von 229 EUR (194,44 EUR netto) zzgl. Versand erhältlich. Mitglieder im Einzelhandelsverband erhalten jeweils 20 Prozent Rabatt. Bestellungen beim ITE-Verlag, Fax 0221/92150910, E-Mail: itebestellungen@bte.de oder im BTE-Onlineshop unter www.shop.bte.de. Dort ist auch das Inhaltverzeichnis eingestellt.

Online-Händler berechnen Altgeräte-Entsorgung


„Muss die Rücknahme von Elektro-Altgeräten nicht auch im Internet für die Kunden kostenlos sein?“
fragt ein Händler, der sich darüber wundert, das Online-Händler wie alternate.de und otto.de für den Abtransport von alten Elektro- und Elektronikgeräten von ihren Kunden eine Kostenbeteiligung von 15 – 20 Euro verlangen. Dabei steht im Elektro- und Elektronikgerätegesetz, dass die Abholung unentgeltlich erfolgen und der Abholort gleich Lieferort sein muss. Gibt es nun einen Trick? Ja! Onlinehändler können die Rücknahme von Altgeräten auch durch geeignete Rückgabemöglichkeiten in „zumutbarer Entfernung zum jeweiligen Endnutzer“ gewährleisten. Dieser Verpflichtung kommt der eine oder andere Onlinehändler heute nach, indem er sich an einem „flächendeckenden Rücknahmesystem“ beteiligt (Folder mit Kontakten gibt es beim BVT). Damit kann der Onlinehändler die gesetzliche Rücknahmepflicht erfüllt haben …

Wenn er dann das Altgerät zusätzlich ab Wohnort abtransportiert, wäre das eine freiwillige Dienstleistung, für die er vom Kunden ein Entgelt kassieren könne … so begründet zumindest der Händler sein Vorgehen juristisch. Bemerkenswert argumentiert ein anderer Onlinehändler, der für die Altgeräte-Entsorgung Geld nimmt: „Bei uns ist der Abtransport grundsätzlich unentgeltlich. Die 19,90 Euro sind für die Aufstellung eines Neugerätes z.B. im 3ten OG.“ Der BVT meint: Dann sollte der Service aber nicht „Altgeräte-Entsorgung“ heißen …

Fazit: Für alle Onlinehändler stellt sich die Frage, wie abmahnsicher sie zu ihren Kunden kommunizieren. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hat zuletzt die Bundesländer zur Kontrolle der Händler aufgefordert und eigene umfangreiche Tests in Geschäften und bei Onlinehändlern ankündigt. Seit dem 1. Juni müssen Handelsunternehmen, die zur Rücknahme von Elektroaltgeräten verpflichtet sind und dies verweigern, mit einem Ordnungsgeld von bis zu 100.000 Euro rechnen. Weitere Informationen gibt es im BVT-Folder „Elektro-Altgeräte im Handel“, Anforderung per Mail: bvt@einzelhandel-ev.de

Langsameres Wachstum bei Grillgeräten und Zubehör

Der Markt für Grillgeräte und Zubehör wächst nach wie vor, so das Ergebnis der Studie „Branchenfokus Grillen“ des Instituts für Handelsforschung Köln (IFH) in Zusammenarbeit mit dem Industrieverband Garten (IVG) e.V. Dennoch zeichnet sich anhand der Zahlen aus 2016 ab, dass der Markt langsam gesättigt ist. Erstmals über 1,2 Milliarden Euro Marktvolumen waren zwar ein absoluter Rekord der Umsätze, aber die Wachstumsrate von 1,7 % ist kleiner als in den Jahren zuvor. Zwei Drittel der Umsätze entfallen auf Grillgeräte, der Löwenanteil davon auf Holzkohlegrillgeräte. Je ein Sechstel entfallen auf Grillzubehör und Brennstoffe. Die höchste Steigerungsrate bei den Warengruppen hatte Grillzubehör. Als Grund sehen die Experten die Tatsache, dass die Haushalte mit Grillgeräten mittlerweile gut ausgestattet sind, was zu steigenden Investitionen beim Zubehör führt. Hersteller und Händler bieten zudem ein immer größeres Grillsortiment an: Das innovative Zubehör reicht von Pizzasteinen über Wokeinsätze bis hin zu Fleischthermometern und Gemüsekörben. Auch an dieser Stelle zeigt sich, dass das Grillen im heimischen Garten immer „professioneller“ betrieben wird, entsprechend qualitativ und umfangreich soll auch das Zubehör sein.