Aktuelles und Termine

Handel: Erneut deutliches Plus bei sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung

Die Zahl der im Einzelhandel Beschäftigten wächst weiter.

So zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit zum Stichtag 31.12.2017, dass die Branche im letzten Quartal 2017 gegenüber dem Vorjahreszeitraum knapp 29.000 Arbeitsplätze neu geschaffen hat. „Der Einzelhandel ist mit mehr als drei Millionen Beschäftigten einer der größten Arbeitgeber des Landes. Und die Unternehmen stellen auch weiterhin ein“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Der Zuwachs fand ausschließlich bei sozialversicherungspflichtigen Jobs statt. Gleichzeitig sank die Zahl der Minijobs um rund 9.000 Stellen. „Minijobs sind im Handel bereits seit vielen Jahren auf dem Rückzug. In den letzten sieben Jahren ging ihre Zahl um über 100.000 zurück. Auch die aktuellen Zahlen zeigen einmal mehr, dass sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze im Handel nicht durch Minijobs verdrängt werden“, so Genth weiter. Minijobs federn in der Branche vor allem die Spitzenbelastungen ab. Insgesamt machen Minijobs mit weniger als 15 Prozent nur einen geringen Teil des gesamten Arbeitszeitvolumens im Einzelhandel aus.

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Freiraum für Nutzung künstlicher Intelligenz gefordert

Mit Blick auf die heutige Festlegung von Leitlinien für künstliche Intelligenz durch das Bundeskabinett fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die Politik auf, den Handelsunternehmen die gesetzlichen Spielräume zu geben, um die Chancen für Innovationen nutzen zu können.

„Die Digitalisierung und der Einsatz von Algorithmen sowie künstlicher Intelligenz bietet großes Potenzial für den Handel und seine Kunden. Die Händler können mit Hilfe von künstlicher Intelligenz besser auf die Bedürfnisse ihrer Kunden eingehen und beispielsweise ihre Bestell- und Lieferprozesse weiter optimieren“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.

Dafür müssten aber die politischen Rahmenbedingungen stimmen. „Eine Überregulierung aus irrationalen Ängsten heraus würde den Handel im internationalen Wettbewerb weit zurückwerfen. Ein digitales Antidiskriminierungsgesetz oder ein „Algorithmen-TÜV“ würden Innovationen ausbremsen und Geschäftsgeheimnisse gefährden“, so Tromp. Denn kein Unternehmen investiere in Innovationen, wenn diese offengelegt werden müssten und anschließend von der Konkurrenz kopiert werden könnten. Ein Algorithmen-TÜV führe zudem zu großem bürokratischen Aufwand und einer Benachteiligung deutscher Unternehmen. Denn internationale Konzerne würden sich dem deutschen Gesetz vermutlich entziehen.

Mehr Informationen zum Thema: https://bit.ly/2AAU63B

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KfW-Unternehmensbefragung: Ratingnote im Einzelhandel verbessert

In einem günstigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld hat sich das Finanzierungsklima der Unternehmen laut KfW-Unternehmensbefragung im zurückliegenden Jahr geringfügig verbessert.

54 Prozent der Unternehmen geben an, dass der Kreditzugang „leicht“ sei. Im Einzelhandel liegt dieser Wert bei 42 Prozent. Hier schlägt der hohe Anteil von Kleinunternehmen im Einzelhandel durch.

Die Ratingnote als wichtiges Kriterium für die Kreditentscheidung hat sich in allen Wirtschaftszweigen verbessert. Fast ein Drittel der Einzelhandelsunternehmen melden Verbesserungen der Ratingnote. Die erfreuliche Entwicklung des privaten Konsums und steigende Einzelhandelsumsätze wirken sich hier positiv aus.

Bankkredite sind unverändert eine wichtige Finanzierungsquelle. 53 Prozent der Einzelhandelsunternehmen haben in den zurückliegenden zwölf Monaten Kreditverhandlungen geführt. Am häufigsten waren dies Immobilienkredite (47 Prozent). Auch die Finanzierung von Warenlagern (25 Prozent) spielt branchenspezifisch eine wichtige Rolle.

Hemmnisse für die Geschäftstätigkeit sieht der Einzelhandel, der sich immer stärker zur Technologiebranche entwickelt, vor allem in einem Fachkräftemangel (71 Prozent). Daneben stehen ein Nachlassen der konjunkturellen Entwicklung (53 Prozent) sowie steigende Finanzierungkosten (23 Prozent) auf der Gefahrenliste weit oben.

Studie  steht unter dem folgenden Link zur Verfügung:

https://www.kfw.de/KfW-Konzern/KfW-Research/Unternehmensbefragung.html

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Instant Payment hat Potenzial

Die Einführung von Echtzeit-Überweisungen wird im Handel positiv gesehen.

„Instant Payment hat das Potenzial, vorhandene Zahlungsarten zu ersetzen und führt den Zahlungsverkehr nun in die Echtzeit-Welt, die im Handel längst Realität ist“, so Ulrich Binnebößel, Zahlungsverkehrsexperte beim Handelsverband Deutschland.

Bisherige Zahlungsverfahren behelfen sich stets mit einer Vorab-Benachrichtigung über die Zahlungsausführung. Abwicklung und Gutschrift der Beträge erfolgen nachgelagert mindestens einen Bankarbeitstag später. Instant Payment dagegen biete eine effizientere Abwicklung mit nur einem Vorgang, da Initiierung, Autorisierung und Abwicklung der Zahlung in einem Arbeitsschritt erfolgen. „Händler erkennen sofort den finalen Zahlungseingang, ohne das ein Intermediär eingeschaltet werden muss, der dafür Gebühren aufruft“, so Binnebößel. Auch im umgekehrten Fall beispielsweise bei Retourenabwicklungen könne der Händler seinem Kunden eine Gutschrift senden, der Betrag ist damit sofort wieder verfügbar. 

Allerdings darf Instant Payment nicht auf das klassische Onlinebanking beschränkt bleiben. Binnebößel: „Um das volle Potential auszuschöpfen, brauchen wir praktikable Instant-Anwendungen auch im stationären Bereich und bei In-App-Zahlungen im Onlineshopping. Banken sollten sich hier öffnen und an einer Verwirklichung mitarbeiten.“ Der Handel entwickele derzeit Schnittstellen, die eine schnelle Übergabe der Zahlungsinformationen von der Händlerkasse an das Gerät des Kunden ermöglichen, damit dieser ohne Zeitverlust eine Echtzeitüberweisung auslösen könne. Es läge nun an den Zahlungsinstituten, die Schnittstellen in ihre Apps zu integrieren um ein gute Nutzererfahrung zu ermöglichen.

„Für einen Markterfolg ist es zudem nötig, die Ausführung von Instant Payments nicht gesondert zu bepreisen.“ Binnebößel mahnte, dass nur mit der Umsetzung der Echtzeit-Überweisung das Girokonto langfristig Bestand haben könne, da ansonsten andere Spieler im Markt diese Gelegenheit nutzen würden.

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Handel erwartet ungebremstes Wachstum im Paketaufkommen

Die gestern vom Bundesverband Paket & Expresslogistik veröffentlichten Zahlen zum erwarteten Paketwachstum bis 2022 spiegeln auch die Erwartungen des Einzelhandels wieder.

Die jährlich erwartete Steigerung im Sendungsvolumen von 5,2 Prozent zeigt, dass der Onlinehandel noch nicht an Wachstumsgrenzen stößt.

Allerdings könnte das erwartete Sendungswachstum vor allem in Innenstädten an Grenzen bei der Zustellung stoßen. „Die Paketzustellung wird zunehmend zum Nadelöhr. Wenn im Jahr 2022 wie erwartet über 4,3 Mrd. Sendungen zugestellt werden müssen, ist absehbar, dass etwas passieren muss“, so HDE-Logistikexperte Ulrich Binnebößel. Hinzu komme, dass Engpässe beim Fahrpersonal die Problematik verstärken.

Darüber hinaus sei es zu kurz gegriffen, nur die Fahrzeug- und Personalausstattung der Zusteller als Ursache für mögliche Engpässe zu betrachten. Vielmehr seien zunehmende Umweltrestriktionen wie Fahrverbote, aber auch Staus und fehlende Haltemöglichkeiten eine Herausforderung für eine pünktliche Zustellung.

„Die Zusteller reagieren auf die Herausforderungen und sorgen mit alternativen Zustelloptionen wie Paketboxen und Bündelungsmaßnahmen auf der  letzten Meile für Innovationen und eine effizientere Zustellung der Sendungen“, so Binnebößel. Allerdings stünden auch Kommunen vor der Herausforderung, auf die Problematik des veränderten Konsumverhaltens einzugehen und die nötige Infrastruktur auszubauen.“ Auch in vier Jahren werden Verbraucher die Zustellung unmittelbar an die Haustür einfordern oder zumindest an sehr nahegelegen zentralen Standorten abholen wollen.“  

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Lebensmittelabfälle den Profis überlassen

Es ist richtig, dass der Bundesrat keine voreiligen Entscheidungen zur Entsorgung verpackter Lebensmittelabfälle getroffen hat.

Ein entsprechender Entschließungsantrag der Länder Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg wurde in der vergangenen Woche abgelehnt und an den Umweltausschuss verwiesen. Der Antrag sah vor, dass bei der Entsorgung verpackter Lebensmittelabfälle künftig die Verpackungen ausnahmslos von den Lebensmittelabfällen getrennt werden müssen, um Umwelteinträge zu vermeiden. Der Antrag ließ jedoch offen, wo diese Trennung geschehen sollte. Eine Trennung in den Filialen des Lebensmittelhandels kommt vor allem aus hygienerechtlichen aber auch aus räumlichen Gründen nicht infrage. Die Handelsunternehmen arbeiten daher seit langer Zeit mit spezialisierten Entsorgungsunternehmen zusammen, die die verpackten Lebensmittelabfälle abholen, trennen und verwerten. Die Experten der Entsorger sollten nun für das Problem eine technische Lösung finden.

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Textilbündnis: Appell an Premierministerin von Bangladesch

Unternehmen und Wirtschaftsverbände, Organisationen der Zivilgesellschaft sowie der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) haben die Regierung von Bangladesch dazu aufgefordert, sich für höhere Mindestlöhne einzusetzen und entsprechende Forderungen der Gewerkschaften zu unterstützen.

Die Unterzeichner eines Schreibens an Premierministerin Sheikh Hasina, darunter der Handelsverband Deutschland (HDE), appellierten an die Regierung, Tarifkämpfe von Aktivisten und Gewerkschaften für höhere Mindestlöhne zuzulassen. „Die Mitglieder der Wirtschaft im deutschen Textilbündnis unterstützen die Zahlung existenzsichernder Löhne in ihren Lieferketten“, heißt es in dem Brief. Industrie und Handel setzten sich für die Einführung höherer Mindestlöhne bei ihren Lieferanten in Bangladesch ein.

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Not macht erfinderisch: Unternehmen entwickeln Abbiegeassistenten

Von Michael Reink, Bereichsleiter Standort & Verkehr im HDE.

Der Handel unterstützt die von Bundesverkehrsminister Scheuer initiierte Selbstverpflichtung zum Lkw-Abbiegeassistenten. Auf der gestrigen Veranstaltung mit 70 Vertretern großer Unternehmen sowie hochrangiger Verbände wurde die Leistung des Handels deutlich herausgestellt. Allein fünf der sieben vom Bundesminister besonders gewürdigten Unternehmen waren Händler, die teilweise in Eigenregie bereits einen Abbiegeassistenten auf eigene Kosten entwickelt haben.

Leider haben die deutschen Fahrzeughersteller diese Steilvorlage des Bundesverkehrsministeriums nicht für sich genutzt und die freiwillige Selbstverpflichtung der deutschen Fahrzeughersteller verkündet. Vielleicht liegt es auch daran, dass bisher nur ein deutscher Fahrzeughersteller einen Abbiegeassistenten für Neufahrzeuge anbieten kann. Das gibt zu denken, da die Eigenentwicklung des Handels quasi eine Eigenentwicklung durch die Kunden ist. So wie der Handel den Bundesverkehrsminister bei seiner Initiative unterstützt, lassen ihn die deutschen Fahrzeughersteller im Stich

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Mehr Verkehrssicherheit für Gütertransporte: Handel unterstützt Einführung von Abbiegeassistenten

Der Einzelhandel unterstützt die Aktion des Bundesverkehrsministeriums zur Einführung von Abbiegeassistenten im LKW-Verkehr.

Mehrere große Handelsunternehmen haben bereits entsprechende Maßnahmen umgesetzt, planen Nachrüstungen oder setzen bei Neuanschaffungen auf entsprechende Modelle.„Für die Handelsunternehmen und ihre Logistik ist die Verkehrssicherheit von zentraler Bedeutung. Die Nutzung von Abbiegeassistenten bei LKW kann einen großen Beitrag dazu leisten“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Versorgung der Händler in den Innenstädten macht LKW-Fahrten in den Zentren unverzichtbar. Nur so kann das hohe Niveau der Nahversorgung hierzulande dauerhaft sichergestellt werden.

Der HDE beteiligt sich deshalb am heutigen Dienstag an einer Aktion des Bundesverkehrsministeriums zur Einführung von Abbiegeassistenten. Die Branche will demnach künftig auch bei der Vergabe von Logistikaufträgen verstärkt auf die Ausstattung der LKW mit Abbiegeassistenten Wert legen. Einige große Handelsunternehmen haben ihren eigenen Fuhrpark schon aufgerüstet, planen Nachrüstungen oder achten bei Neuanschaffungen von LKW auf die Aufrüstung mit der entsprechenden Technik.

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Abstimmung im Bundesrat: Mittelstandsförderung im ländlichen Raum erleichtern

Anlässlich einer heutigen Bundesratsabstimmung zur Weiterentwicklung der Gemeinschaftsaufgabe Agrarstruktur und Küstenschutz (GAK) fordert der Handelsverband Deutschland (HDE), die öffentlichen Fördermöglichkeiten im ländlichen Raum auf kleinere Unternehmen auszuweiten.

Der Bundesrat beschäftigt sich heute mit einem Vorschlag zu einer entsprechenden Grundgesetzänderung.

„Der Einzelhandel ist ein wesentlicher Teil der Grundversorgung. In Zeiten des demographischen Wandels rechnet sich der Betrieb eines Handelsunternehmens aber in einigen Regionen nicht mehr. Deshalb müssen öffentliche Förderprogramme auch für kleine und mittelständische Händler geöffnet werden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Ohne den Einzelhändler vor Ort entfalle nicht nur die Möglichkeit zu einer wohnortnahen Grundversorgung mit Lebensmitteln und Gütern des täglichen Bedarfs. Vielmehr gehe mit dem Handel auch oft ein wichtiger sozialer Treffpunkt für die lokale Bevölkerung verloren. „Wo der Handel aufgeben muss, sterben Dorfgemeinschaften“, so Genth.

Mit dem Angebot öffentlicher Förderungen für die Grundversorgung im ländlichen Raum könnten zumindest an einigen Orten die härtesten Folgen des demographischen Wandels verzögert oder verhindert werden. Denn der Handel bietet Arbeitsplätze und zieht weitere Wirtschaftsbetriebe in die Region. Solche Fördergelder könnten außerdem in innovative, digitale Projekte im Handel fließen. Denn die Kunden erwarten in Zeiten der Digitalisierung neue Ideen, die ihnen einen zusätzlichen Nutzen bringen. Genth: „Der flächendeckende Breitbandausbau muss an Tempo zulegen. Langsame Internetverbindungen auf dem Land hemmen digitale Innovationen im stationären Handel.“ Gerade mit Blick auf die seit Jahren stattfindenden Bevölkerungswanderungen in die Städte, sei es von großer Bedeutung, die ländlichen Räume für die Zukunft attraktiv zu gestalten.

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