Aktuelles und Termine

EU-Richtlinie: Was nützt sie dem Landwirt?

In der Verbändeanhörung im Landwirtschaftsministerium zum EU-Richtlinienentwurf, der die Freiheit der Vertragsgestaltung in der Lebensmittellieferkette einschränken soll, hat der Handelsverband Deutschland (HDE) in dieser Woche Erweiterungen des Schutzbereichs auf Großunternehmen und multinationale Markenkonzerne klar abgelehnt.

„Der vorliegende Entwurf schießt aus nationaler Sicht deutlich über das Ziel hinaus, die Landwirte vor unlauteren Praktiken ihrer Abnehmer zu schützen“, stellt der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp fest. Die geplante Einbeziehung der verarbeitenden Lebensmittelindustrie in den Schutzbereich sei unnötig. „Wir unterstützen die Position der Bundesregierung, die EU-Regelungen auf Unternehmen kleiner und mittlerer Größe zu beschränken“, so Tromp. „Es gibt keinen Grund, auch international agierende Industriekonzerne vor der vermeintlichen Verhandlungsmacht des Lebensmitteleinzelhandels zu schützen.“ Handel und Industrie verhandelten auf Augenhöhe. Der HDE appelliert an die Bundesregierung, einer Erweiterung des Anwendungsbereichs auf diese Unternehmen im europäischen Rat eine klare Absage zu erteilen.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Handel ist auf mobile Bezahlmöglichkeiten vorbereitet

Der Handel macht seine Hausaufgaben und schafft die notwendige Infrastruktur für das kontaktlose Bezahlen. Es liegt jetzt bei den Banken und weiteren Anbietern, die neuen Bezahloptionen im Markt zu platzieren und den Kunden attraktive Vorteile zu bieten. Derzeit sind ca. drei Viertel der über 800.000 Bezahlterminals im Handel mit einer NFC-Schnittstelle ausgestattet und bieten damit die Grundlage für das mobile Bezahlen mit dem Smartphone.

Insbesondere die Sparkassen und Volksbanken stehen dabei im Fokus, da sie einen wesentlichen Anteil an Girocards in Umlauf bringen und damit das in Deutschland beliebteste unbare Zahlungsmittel am POS stellen. Nachdem die Karten zunehmend kontaktlos werden, sind nun auch Lösungen zur Integration der Karten in das Smartphone erhältlich.

Allerdings stehen die Banken unter Druck, denn Anbieter wie Google und Apple wollen sich ebenfalls in den Markt einschalten. Mit ihren Lösungen wollen die Giganten nicht vorrangig neue Geschäftsfelder im eng regulierten Finanzsektor erschließen. Ihnen ist eher daran gelegen, den Smartphone-Nutzer noch besser kennen zu lernen und die aus den Zahlungstransaktionen gewonnenen Daten zu nutzen. Damit könnte der letzte weiße Fleck gefüllt werden: Einkäufe, die Kunden bislang offline getätigt haben, werden nun auch wahrgenommen. Im Detail unterscheiden sich die Ansätze der beiden Giganten. Während Google auf eine Bepreisung der integrierten Zahlungskarten verzichtet und sich voll auf die Daten konzentriert, will Apple an jeder Transaktion finanziell beteiligt werden. Im Grundsatz wollen beide den Kunden in ihren jeweiligen Ökosystemen binden. Dieser Kundenzugang ist Geld wert, bietet er doch zunehmend die Türöffner-Funktion für alle Unternehmen, die mit Verbrauchern kommunizieren wollen.

Es ist im Interesse des Handels, die Hoheit des Kundenzuganges nicht völlig aus den Händen zu geben. Die Lösungen der Deutschen Kreditwirtschaft bieten hier Alternativen, die durch strenge regulatorische Anforderungen im Zahlungsverkehr die Nutzung von Daten für andere Zwecke erschweren. Letztendlich kommt es aber auf den Verbraucher an, der seine Einwilligung zur Verarbeitung von Daten geben oder sie verweigern kann und alternative Angebote nutzt.

Derzeit werden die Claims abgesteckt und der Bezahlprozess bietet die besten Voraussetzungen, um über das reine Bezahlen hinaus den Zugang zum Kunden zu beherrschen. Es ist kein Zufall, dass in kurzer Folge nun alle wesentlichen Player mit ihren Lösungen auf den Markt kommen.

von Ulrich Binnebößel, HDE-Experte für Zahlungsverkehr

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

HDE-Konsumbarometer: Verbraucherstimmung steigt wieder

Nachdem das HDE-Konsumbarometer im Juli deutlich gesunken war, zeichnet sich im August für die kommenden drei Monate eine Erholung auf niedrigem Niveau ab. Grund ist vor allem die steigende Anschaffungsneigung zur Urlaubszeit. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert zur dauerhaften Stärkung der Kaufkraft deutliche Entlastungen für kleine und mittlere Einkommen durch die Politik.

„Die Erholung der Verbraucherstimmung im aktuellen HDEKonsumbarometer darf für die Politik kein Grund sein, die Hände in den Schoß zu legen. Vielmehr brauchen wir jetzt rasch eine spürbare Entlastung für kleine und mittlere Einkommen, um die Kaufkraft auch für schlechtere Zeiten zu stabilisieren“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Das HDE-Konsumbarometer ist im August gestiegen und konnte den Rückgang aus dem Juli, in dem der Barometerwert auf ein Allzeittief gefallen war, wieder ausgleichen.

Wichtigster Treiber für die Erholung des HDE-Konsumbarometers ist die Anschaffungsneigung. Nach einer augenscheinlichen Überreaktion auf die Entwicklungen im internationalen Handel im Vormonat stabilisiert sich bei den Verbrauchern die Erwartung potenzieller Anschaffungen wieder. Ein Faktor ist dabei sicherlich auch der Beginn der Sommerferien und damit die Haupturlaubs- und Reisezeit. Die Befragten gingen folglich von einem Anstieg ihrer Konsumausgaben im Urlaub aus. Die Anschaffungsneigung steigt generell in diesem Zeitraum, nicht nur bei Produkten des Einzelhandels, auch bei Reisen.

Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 2.000 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und anderen konsumrelevanten Faktoren. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

Weitere Informationen zum Thema unter: www.einzelhandel.de/konsumbarometer

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Handel baut Ausbildungsangebot aus

Der Einzelhandel startet gut ins neue Ausbildungsjahr 2018/2019. Das zeigen aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit für den Berichtszeitraum Oktober 2017 bis Juli 2018.

So stellt der Einzelhandel insgesamt allein mit seinen beiden Kernberufen Kaufleute im Einzelhandel und Verkäufer zehn Prozent aller abgeschlossenen Ausbildungsverträge. Damit stehen diese beiden Berufe immer wieder in den Top drei aller knapp 330 dualen Ausbildungsberufe. Den Daten der Bundesagentur für Arbeit zufolge haben die Händler in Deutschland knapp 35.000 Ausbildungsstellen für künftige Kauffrauen und Kaufmänner im Einzelhandel sowie rund 22.000 für Verkäuferinnen und Verkäufer angeboten. Für den neu geschaffenen Beruf Kaufleute im E-Commerce wurden seit Dezember 2017 knapp 900 Stellen bei der Bundesagentur verzeichnet. „Der Handel nimmt seine Verantwortung als drittgrößte Wirtschaftsbranche und großer Ausbilder sehr ernst und baut sein Ausbildungsplatzangebot stetig aus. Die Karriere mit Lehre ist im Einzelhandel nach wie vor die Regel. 80 Prozent der Führungskräfte haben in der Branche als Lehrlinge begonnen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Angesichts vieler, immer noch offener Stellen setzt der HDE in den kommenden Wochen jetzt auf die Nachvermittlung. Derzeit suchen die Händler noch nach knapp 16.000 künftigen Kauffrauen und Kaufmännern im Einzelhandel sowie rund 12.000 Verkäuferinnen und Verkäufern. Mehr als 400 offene Stellen gibt es auch noch für den neu eingeführten Ausbildungsberuf Kaufmann/Kauffrau im E-Commerce.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

E-Ladesäulen: Handel fordert bundesweit einheitliche Lösung

Bei der Umsetzung einer EU-Richtlinie mit Vorgaben zum Aufbau von E-Ladesäulen setzt sich der Handelsverband Deutschland (HDE) im Bundeswirtschafts- und im Bundesinnenministerium für eine bundeseinheitliche Regelung ein.

16 unterschiedliche Landesregelungen seien ansonsten vor allem für bundesweit aktive Handelsunternehmen mit erheblichen negativen Auswirkungen verbunden. „Uneinheitliche, landesrechtliche Regelungen haben stets negative Auswirkungen auf die Praxis. Im Ergebnis führt das zu erheblichen Kostensteigerungen. Denn die Unternehmen müssen sich dann mit mehreren einzelnen Regelungen vertraut machen statt nur mit einer einheitlichen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Darüber hinaus würden die Vorgaben voraussichtlich nicht alle zum gleichen Zeitpunkt in Kraft treten, was zu weiteren Aufwänden für die Unternehmen führt.

Die EU-Richtlinie sieht vor, dass neue und umfassend renovierte Nichtwohngebäude mit mehr als zehn Stellplätzen künftig mit je einem Ladepunkt für Elektro-Autos ausgestattet werden müssen. Um flexibel auf technische Weiterentwicklungen reagieren zu können, soll zudem jeder fünfte Stellplatz mit einem Leerrohr versehen werden. Der Handel kann bei der Elektromobilität einen bedeutenden Beitrag leisten: Bei einer durchschnittlichen Verweildauer im Supermarkt von rund 30 Minuten bliebe beim Einkaufen auch Zeit, um das Elektrofahrzeug aufzuladen. Um in einer halben Stunde die Reichweite um etwa 50 Kilometer zu erweitern, müsste der Einzelhändler eine 22-kW-Ladesäule bereitstellen. Diese verursacht Kosten von rund 30.000 Euro. „Dort, wo die Bewirtschaftung von E-Ladesäulen das Kerngeschäft sinnvoll ergänzt, wird sich der Einzelhandel ohnehin entsprechend aufstellen“, so Genth.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Umsatzsteuerbetrug auf Online-Plattformen: Gesetzesentwurf nachbessern

Grundsätzlich positiv bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) den heute im Bundeskabinett diskutierten Gesetzesentwurf zur Bekämpfung des Umsatzsteuerbetrugs beim Verkauf über Online-Plattformen. In einigen Punkten gibt es aber noch Korrekturbedarf.

„Die staatlichen Stellen müssen schnellstmöglich effektiv in der Praxis sicherstellen, dass auch Online-Händler aus Nicht-EU-Ländern ihre Umsatzsteuer ordnungsgemäß bezahlen. Ansonsten benachteiligt das einheimische Händler, die ihre Steuern korrekt abführen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Verstöße bleiben bisher oft folgenlos, da die deutschen Behörden keinen Zugriff auf die oft in Fernost ansässigen Händler haben. Der jetzt vorliegende Gesetzesentwurf enthält den Vorschlag, dass Plattformbetreiber haften sollen, wenn ihre Marktplatzhändler Umsatzsteuer nicht abführen. Um dieser Haftung zu entgehen, soll sich der Plattformbetreiber vom Marktplatzhändler eine Bescheinigung des Finanzamts vorlegen lassen.

„Die Zielrichtung des Gesetzes stimmt. In einigen Punkten aber schießt der Entwurf über das Ziel hinaus. Da entsteht neue Bürokratie für Plattformen und Händler, die schwer zu rechtfertigen ist“, so Genth weiter. So sieht der Entwurf vor, dass die neuen Vorschriften auch für Marktplatzhändler aus der EU und Deutschland gelten sollen. Bei diesen Marktplatzhändlern dürfte allerdings der Zugriff für die Behörden einfacher sein als bei Marktplatzhändlern aus Drittstaaten. Deshalb ist eine Plattformhaftung in diesen Fällen schwer zu begründen. Diese sollte folglich auf Marktplatzhändler aus dem Nicht-EU-Ausland eingeschränkt werden. Zudem muss sichergestellt sein, dass die neuen Aufzeichnungspflichten für die Plattformbetreiber und die angedachte Handhabung der von den Marktplatzhändlern beizubringenden Bescheinigungen für die Beteiligten praktikabel sind. Zusätzlich fordert der HDE die weitere Stärkung der Zollbehörden. Denn oftmals wird die Einfuhrumsatzsteuer dadurch umgangen, dass Warenwerte beim Direktversand aus dem Drittland unterdeklariert werden. Dagegen helfen leistungsfähige Zollbehörden, die in der Lage sind, zahlreiche Kontrollen vorzunehmen.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Neuer Beruf für den digitalen Handel: Erste E-Commerce-Kaufleute starten Ausbildung

Rund 1.000 Auszubildende beginnen am 1. August ihre Ausbildung im neuen Beruf Kaufmann bzw. Kauffrau im E-Commerce. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte in den vergangenen Jahren federführend an der Einführung des ersten 4.0-Berufs mitgearbeitet.

„Die Händler brauchen den neuen Beruf, um ihren Nachwuchs systematisch und qualifiziert auf eine Karriere im Online-Handel vorbereiten können“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Angesichts der wachsenden Umsätze im Online-Handel ist diese Anpassung des Ausbildungsangebots dringend notwendig. Um den neuen Beruf bei Unternehmensvertretern, Ausbildungsberatern und Lehrkräften bekannt zu machen, hatte der HDE den E-Commerce-Kaufmann bundesweit bei über 85 Informationsveranstaltungen vorgestellt. Der HDE rechnet damit, dass im ersten Ausbildungsjahr ca. 1000 Auszubildende beginnen und die Zahl der Vertragsabschlüsse für Kaufleute im E-Commerce in den kommenden Jahren weiter steigen wird. Nur so könne der Fachkräftebedarf für den seit Jahren wachsenden E-Commerce in Deutschland gedeckt werden.

„Mit dem neuen Beruf kann die Branche viele neue Nachwuchskräfte für eine Ausbildung im Handel begeistern. Der E-Commerce-Kaufmann macht den Handel für die Generation der Digital Natives attraktiv“, so Genth weiter. Bereits heute ist der Einzelhandel mit seinen beiden Kernberufen Kaufleute im Einzelhandel und Verkäufer immer in den Top drei der knapp 330 dualen Ausbildungsberufe und stellt alleine damit jährlich zehn Prozent aller abgeschlossenen Ausbildungsverträge. „Diese Erfolgsserie wollen wir mit den Kaufleuten im E-Commerce fortsetzen“, so Genth. In Arbeit ist zudem eine neue Fortbildung zum Fachwirt im E-Commerce.

Genth: „Der Handel nimmt seine Verantwortung als drittgrößte Wirtschaftsbranche und großer Ausbilder sehr ernst. Die Karriere mit Lehre ist im Einzelhandel nach wie vor die Regel. 80 Prozent der Führungskräfte haben in der Branche als Lehrlinge begonnen.“

Weitere Informationen und ein Erklärvideo zum Thema unter: www.einzelhandel.de/ecommercekaufmann

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

BGH-Urteil schafft nur teilweise Rechtssicherheit für WLAN im Handel

Licht und Schatten sieht der Handelsverband Deutschland (HDE) im heutigen Urteil des Bundesgerichtshofes zur WLAN-Störerhaftung.

Handelsunternehmen, die ihren Kunden WLAN anbieten, haben zwar jetzt einerseits die notwendige Rechtssicherheit, nicht für illegale Downloads ihrer User verantwortlich gemacht zu werden. Andererseits aber herrscht nach dem Urteil Unsicherheit, ob WLAN-Anbieter zur Sperrung oder Verschlüsselung gezwungen werden können.

„Für den Handel ist entscheidend, dass WLAN-Angebote nicht verpflichtend mit Passwörtern oder Registrierungen geschützt werden müssen. Denn dann ist es den meisten Kunden zu mühsam, sich einzuloggen und gerade eigentlich zeitsparende digitale Angebote wie Mobile Payment verlieren ihren Wert“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp. Deshalb fürchtet der HDE negative Auswirkungen der weitgehenden Interpretation des Sperranspruchs von Rechteinhabern durch den BGH. Abzuwarten bleibt, wie der neue Ermessensspielraum vom zuständigen Oberlandesgericht Düsseldorf genutzt wird und ob im konkreten Fall überhaupt ein Sperranspruch besteht.

Für den stationären Handel ist WLAN von großer Bedeutung. Denn Innovationen wie die Navigation in den Geschäften oder mobile Bezahlung setzen voraus, dass die Kunden mit ihren Smartphones im Geschäft Zugriff auf das Internet haben. Aufgrund baulicher Gegebenheiten oder schlechter Netze ist das aber oft nur per WLAN sicherzustellen.

Wenn die rechtlichen Voraussetzungen für freie WLAN-Angebote stimmen, erwartet der HDE, dass Online-Angebote und Geschäfte in den Innenstädten noch enger verzahnt werden, so dass sich die Kunden auf viele neue Services freuen könnten. Freies WLAN für die Kunden könnte ein großer Schritt zur weiteren Digitalisierung des Einzelhandels und des öffentlichen Raums insgesamt sein. „Im Ausbau öffentlicher WLAN-Angebote liegen auch große Chancen für die Innenstädte. Neben dem Handel werden sich Gastronomie, Dienstleister aber auch Nahverkehrsunternehmen und die Verwaltung im Allgemeinen weiter digitalisieren und den Kunden online Angebote machen“, so Tromp weiter.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Sommerschlussverkauf startet am 30. Juli

Der freiwillige Sommerschlussverkauf (SSV) startet in diesem Jahr am 30. Juli.

Insbesondere bei der Hochsommerware wie T-Shirts, Shorts und Badebekleidung sind dann wieder viele Produkte preisreduziert im Angebot der Einzelhändler. Denn vor allem der Textil- und Bekleidungs-Handel nutzt den Schlussverkauf traditionell, um seine Lager zu räumen und Platz für die Herbstkollektionen zu schaffen. Aber auch Händler anderer Branchen beteiligen sich mit aktuellen Sonderangeboten: Viele Baumärkte, Möbelhäuser, Sporthändler und Elektrogeschäfte nutzen den Schlussverkauf, um ebenfalls mit speziellen Angeboten auf die Kunden zuzugehen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) rechnet damit, dass sich wieder rund drei Viertel der Händler in Deutschland am SSV beteiligen. Besonders für Händler in ländlichen Regionen sowie in kleinen und mittleren Städten ist der Schlussverkauf von großer finanzieller Bedeutung. Denn zur Schnäppchenjagd unternehmen viele Kunden aus dem Umland in der Ferienzeit Ausflüge in die Städte.

Wegen des großen Erfolgs bietet der Handel trotz Wegfalls der gesetzlichen Grundlage die Saisonschlussverkäufe in Sommer und Winter weiter an. Denn viele Kunden sind an die Termine gewöhnt und gehen dann gezielt auf die Suche nach Sonderangeboten. Der freiwillige Sommerschlussverkauf dauert in aller Regel zwei Wochen. Je nach Lage und Unternehmen kann er aber auch in die Verlängerung gehen.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Jahressteuergesetz bringt fairen Wettbewerb voran

Gemeinsam mit sieben weiteren Spitzenverbänden der deutschen gewerblichen Wirtschaft hat sich der Handelsverband Deutschland (HDE) in den vergangenen Wochen zum Referentenentwurf des Bundesfinanzministeriums für ein Jahressteuergesetz 2018 positioniert.

Dabei geht es unter anderem auch um Pläne, Plattformbetreiber stärker für den Umsatzsteuervollzug in die Pflicht zu nehmen. HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth: „In vielen Fällen halten sich Händler aus dem Nicht-EU-Ausland beim Verkauf von Waren über Plattformen und Marktplätze im Internet nicht an deutsches und europäisches Recht. Bisher bleibt das meist folgenlos. Deshalb müssen die staatlichen Stellen schnellstmöglich effektiv in der Praxis sicherstellen, dass auch Online-Händler aus Nicht-EU-Ländern ihre Umsatzsteuer ordnungsgemäß bezahlen und hiesige Standards konsequent anwenden. Ansonsten benachteiligt das einheimische Händler, die ihre Steuern korrekt abführen.“ Der Gesetzesentwurf enthält den Vorschlag, dass Plattformbetreiber haften sollen, wenn ihre Marktplatzhändler Umsatzsteuer nicht abführen. Die Spitzenverbände unterstützen dieses Ansinnen grundsätzlich. Sie plädieren aber dafür, für die Plattformbetreiber praxisgerechte Regelungen zu schaffen, um eine klare und faire Rechtslage für alle Beteiligten herzustellen.

Weiterhin sieht der Referentenentwurf vor, dass Plattformbetreiber zukünftig bestimmte Angaben von Händlern aufzeichnen müssen. Hierdurch soll der Finanzverwaltung die Möglichkeit eröffnet werden zu prüfen, ob der liefernde Unternehmer oder Nutzer seinen steuerlichen Pflichten ordnungsgemäß nachkommt. Genth: „Die Politik scheint das Problem erkannt zu haben. Jetzt muss es um eine schnelle, aber auch für alle Seiten praktikable Umsetzung gehen. Die staatlichen Stellen müssen effektiv in der Praxis sicherstellen, dass auch Online-Händler aus Nicht-EU-Ländern ihre Umsatzsteuer ordnungsgemäß bezahlen und hiesige Standards konsequent anwenden.“

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen