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Etappensieg der Vernunft: EU-Verhandlungen zu Regulierung der Lebensmittellieferkette vorerst ergebnislos vertagt

Als vorläufigen Sieg der Vernunft bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) die gestrige Vertagung der EU-Verhandlungen über eine Richtlinie zur Regulierung der Vertragsverhältnisse in der Lebensmittellieferkette. Bei einer Einigung hätten unberechenbare Folgen für die Verbraucherpreise und die Handelsunternehmen gedroht.

„Die Regierungen der EU-Mitgliedsländer haben sich bei den gestrigen Verhandlungen einem Schnellschuss mit ungewissen Folgen für den Lebensmittelmarkt verweigert. Das ist eine gute Nachricht für die Verbraucher und den Handel“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. Bei den EU-Verhandlungen wurden in den letzten Tagen überraschend neue Vorschläge für größenabhängige Schutzvorgaben für Vertragslieferanten des Handels diskutiert. Diese Überlegungen wurden sehr kurzfristig angestellt und waren deshalb nicht Teil der Folgenabschätzung der EU-Kommission für eine neue Richtlinie. Damit erweiterte sich der Kreis der potentiell von der Regelung betroffenen Transaktionen um Millionen. Und das, obwohl die möglichen Folgen für Verbraucher und Lebensmittelpreise bislang nicht untersucht wurden.

Bereits seit einigen Monaten beschäftigen sich die EU-Institutionen mit dem Thema Fairness in der Lebensmittellieferkette. Eigentlich sollte es darum gehen, die Landwirte in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen. Mittlerweile allerdings sollen sogar multinationale Lebensmittelhersteller in Verhandlungen mit dem Einzelhandel in den Genuss besonderer Verhandlungsprivilegien kommen. HDE-Präsident Josef Sanktjohanser sieht das kritisch: „Wenn der Handel nicht mehr effektiv mit seinen Zulieferern verhandeln kann, dann werden Lebensmittel letztlich zu höheren Preisen als bisher eingekauft und teurer an den Endverbraucher verkauft werden müssen. Am Ende profitieren dann nur die ohnehin schon marktmächtigen internationalen Lebensmittelproduzenten.“

Die EU-Verhandlungen für die Richtlinie sollen ersten Ankündigungen nach jetzt im Januar weitergeführt werden.

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Pläne für Richtlinie zum EU-Kaufrecht enttäuschen

Mit Enttäuschung hat der Handelsverband Deutschland (HDE) auf die Vorschläge des Europäischen Rates für eine Richtlinie zur Harmonisierung des Kaufrechts in der EU reagiert.

„Zur Vollendung des europäischen Binnenmarkts leistet die Richtlinie keinen Beitrag. Die EU-Vorschläge sind nutzlos, teuer und helfen dem Handel nicht, das volle Potential des Binnenmarktes auszuschöpfen. Hier wird eine große Chance verpasst“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die EU will in der Richtlinie die Verbraucherrechte bei Gewährleistungsfällen erweitern, ohne die national unterschiedlichen Regelungen im Binnenmarkt zu harmonisieren. Die Unternehmen aber sind auf einheitlichere Vorgaben innerhalb der EU angewiesen, um ihre Waren einfacher grenzüberschreitend anbieten zu können. Derzeit gibt es in den einzelnen Mitgliedsstaaten noch zu viele unterschiedliche Regelungen. Das wird nach den Vorschlägen auch so bleiben. Denn hier ist keine Änderung der bereits bestehenden europaweiten Mindestharmonisierung geplant. Das heißt, die einzelnen Länder können weiterhin darüber hinausgehen. Es bleibt damit voraussichtlich beim Flickenteppich unterschiedlicher Regelungen in Europa. „Im Bereich Gewährleistung haben wir in Deutschland ein hervorragend funktionierendes System mit hoher Kundenzufriedenheit. Das sollte jetzt nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden“, so Genth weiter. Angesichts der aktuellen Vorschläge für eine Richtlinie zum EU-Kaufrecht sei es besser, wenn die EU-Kommission den Vorschlag zurückziehen würde.

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Klimagipfel: Einzelhandel fordert Signal für Neustrukturierung der Energiewende

Vom Klimagipfel im polnischen Kattowitz fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) ein starkes Signal für eine Neustrukturierung der Energiewende:

„Die Bundesregierung sollte die Herausforderung annehmen, den Klimaschutz in den Mittelpunkt der Energiewende zu stellen. Es ist an der Zeit, dass Deutschland nicht nur markige Ziele ausruft, sondern auch konkrete und effektive Konzepte zu deren Erreichung vorlegt“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Eine zentrale Maßnahme müsse die Bepreisung von CO2-Emissionen und eine damit verbundene Neufinanzierung der Energiewende sein. Genth: „Ein CO2-Mindestpreis wäre ein wichtiger Hebel für die Reduktion von Treibhausgasen. Die Einnahmen könnten dann zur Finanzierung des EEG-Kontos genutzt werden. Damit würden auch die derzeit überproportional strapazierten kleinen und mittleren Einkommen bei der Energiewende entlastet.“ Zudem sollten die bürokratischen Hemmnisse beim Ausbau von erneuerbaren Energien und der Elektromobilität abgebaut werden.

Der HDE plädiert seit langem dafür, die Finanzierung und Ausgestaltung der Energiewende grundlegend zu reformieren. Angesichts der bisher zu geringen CO2-Einsparungen braucht es ein vereinfachtes System, in dem Emissionen aus den Sektoren Strom, Wärme und Verkehr verursachergerecht bepreist und bürokratische Hemmnisse abgebaut werden. „Der Einzelhandel ist und bleibt auch weiterhin ein verlässlicher Partner für den Klimaschutz in Deutschland“, so Genth weiter. Die Branche hat in den vergangenen Jahren bereits viel erreicht: Gegenüber 1990 konnten bereits 53 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden.

Mehr Informationen zu den Klimaschutzaktivitäten des Handels unter: www.HDE-Klimaschutz.de

 

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Handel auf mobiles Bezahlen vorbereitet

Mit Blick auf den am gestrigen Dienstag erfolgten Start von ApplePay betont HDE-Zahlungsdienste-Experte Ulrich Binnebößel:

„Der Handel ist mit seinen Kassen auf kontaktloses Bezahlen gut vorbereitet. Inzwischen ist der weit überwiegende Teil der Bezahlterminals mit dem Wellensymbol ausgestattet und kann entsprechende Zahlarten akzeptieren.“ Bei der Bezahlung mit ApplePay handelt es sich technisch gesehen um eine Bezahlung mittels hinterlegter Bezahlkarte über die NFC-Schnittstelle. Für den Handel gibt es somit keinen Unterschied zwischen Zahlungen über ApplePay mit hinterlegter Kreditkarte oder über eine entsprechende kontaktlose Kreditkarte. Es sind also keine neuen Akzeptanzverträge oder Updates der Kassen und des Terminals nötig.

„Da zum Start nur wenige Banken teilnehmen, erwarten wir keine großen Änderungen im Zahlungsmix. Die Kunden, die nun mit ApplePay bezahlen möchten, haben tendenziell auch vorher mit ihrer Kreditkarte bezahlt. Der Anteil unbarer Zahlungen wird deshalb jetzt wohl nicht sprunghaft ansteigen“, so Binnebößel. Für eine größere Akzeptanz des mobilen Bezahlens müssten Mehrwerte für die Kunden deutlich werden.

Zur Information des Kassenpersonals stellt der HDE gemeinsam mit der Kreditwirtschaft Informationsmaterial bereit: www.einzelhandel.de/kontaktlos

 

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Verträge für knapp 1400 Kaufleute im E-Commerce: Erster 4.0-Ausbildungsberuf übertrifft Erwartungen

Im neu geschaffenen Ausbildungsberuf Kauffrau/Kaufmann im E-Commerce wurden für das Ausbildungsjahr 2018/2019 knapp 1400 Verträge abgeschlossen.

Das zeigt eine aktuelle Abfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter den Industrie- und Handelskammern in ganz Deutschland. Damit wurden die Erwartungen deutlich übertroffen, der HDE ging bislang von an die 1.000 Auszubildenden aus.

„Die hohe Zahl an Vertragsabschlüssen übertrifft alle Prognosen. Das macht deutlich, wie groß der Bedarf der Unternehmen ist. Die Einführung des Ausbildungsberufs Kaufleute im E-Commerce ist eine Erfolgsgeschichte für den Handel“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Viele Verträge wurden auch noch nach dem Stichtag 30. September abgeschlossen. Teilweise wurden auch bereits geschlossene Ausbildungsverträge für andere Berufe auf den neuen und vermutlich für den Betrieb passgenaueren Ausbildungsberuf umgeschrieben.

Die Zukunft des neuen Berufs sieht Genth dementsprechend positiv: „Das Interesse an dem neuen Beruf wächst stetig. Der Kaufmann im E-Commerce könnte schon in wenigen Jahren zu den Top-20-Ausbildungsberufen zählen.“ An der Einführung des neuen Berufs war der HDE federführend beteiligt und hat ihn bundesweit in über 90 Informationsveranstaltungen interessierten Unternehmensvertretern, Lehrkräften und Berufsberatern vorgestellt. In dem neugeschaffenen Kaufmann im E-Commerce sieht der HDE das Potenzial, viele neue Nachwuchskräfte für den Einzelhandel zu begeistern. Denn der Kaufmann im E-Commerce ist ein moderner und digitaler Beruf. „Die Digitalisierung im Einzelhandel stellt neue Anforderungen an das Personal. Mit dem Kaufmann im E-Commerce werden die Auszubildenden systematisch für eine Karriere im Online-Handel qualifiziert“, so Genth weiter.

Mehr Informationen zum Ausbildungsberuf Kaufmann/-frau im E-Commerce unter www.einzelhandel.de/ecommercekaufmann

 

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Zweiter Advent: Weihnachtsgeschäft bisher leicht unter Vorjahr

Im Weihnachtsgeschäft gab es auch in der Woche vor dem zweiten Advent Gewinner und Verlierer. Nach einer aktuellen Trendumfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) litt erneut der Innenstadthandel unter schwachen Kundenfrequenzen. Über gute Geschäfte berichten hingegen Einzelhändler außerhalb der Zentren. Der Bekleidungshandel bleibt unter Druck.

Der HDE-Umfrage vom Wochenende zufolge waren insbesondere Einzelhändler in den Stadtteilzentren, Vororten und Gewerbegebieten mit ihren Geschäften zufrieden. Auch Unternehmen, die ihre Waren im Geschäft und im Internet anbieten, sowie größere Betriebe mit über zwei Millionen Euro Jahresumsatz berichten von guten Verkäufen. Verlierer bleibt dagegen der Handel in den Innenstädten. Hier war nur jeder vierte Händler zufrieden. „Auch wenn sich am Samstag dort die Geschäfte belebten, leiden die Citys unter anhaltend schwachen Kundenfrequenzen“, sagt Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer des HDE. Besonders internetaffine Branchen wie der Textileinzelhandel, der ein Viertel seines Umsatzes im Netz macht, bekommen diese Entwicklung zu spüren.

Der HDE befragte in dieser Woche rund 350 Einzelhandelsunternehmen aller Branchen, Standorte, Größen und Vertriebsformen nach ihrer Einschätzung zum Geschäftsverlauf. „Insgesamt deuten die Meldungen der Unternehmen darauf hin, dass das Weihnachtsgeschäft bisher leicht schwächer verläuft als im Vorjahr“, so Stefan Genth. Für die verbleibenden Tage bis zum Fest erwartet der HDE weiter anziehende Umsätze. Besonders gern verschenkt werden Kosmetikartikel, Bücher, Uhren und Schmuck sowie Spielwaren. „Immer populärer werden Gutscheine. Sie führen das Ranking der beliebtesten Geschenke an“, so Stefan Genth.

Eine vom HDE unterstützte Verbraucherumfrage des ifes-Instituts der FOM-Hochschule zeigt, dass die Deutschen in diesem Jahr pro Kopf rund 472 Euro für Geschenke ausgeben wollen. Der Verband erwartet für das diesjährige Weihnachtsgeschäft insgesamt ein Umsatz-Plus von zwei Prozent. Das Wachstum im stationären Handel wird dabei bei knapp einem Prozent, im Online-Handel bei knapp zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr liegen.

 Alle Informationen zum Weihnachtsgeschäft 2018 unter www.einzelhandel.de/weihnachten

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Regulierung der Lebensmittellieferkette: EU verspielt Glaubwürdigkeit

Beim Nikolausempfang des Handelsverbandes Deutschland (HDE) in Brüssel machte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser beim Besuch von EU-Kommissar Günther Oettinger deutlich, dass die derzeit diskutierten Vorschläge für mehr Fairness in der Lebensmittellieferkette auch die generelle Glaubwürdigkeit der EU in Frage stellen:

„Wenn das Europäische Parlament völlig überzogene Forderungen auf den Tisch legt und damit am Ende billigend in Kauf nimmt, dass ein in der Praxis untaugliches und für die Verbraucher schädliches Gesetz heraus kommt, dann verspielt die Institution ihre Glaubwürdigkeit. Das fördert genau den Europaverdruss, den wir bekämpfen sollten.“ Der HDE-Präsident mahnte die gesetzgeberischen Sorgfaltspflichten der EU an: „Bevor die EU-Kommission eine Richtlinie erlässt, müssen die Folgen sauber abgeschätzt werden können. Das ist mit Blick auf aktuelle Vorschläge nicht geschehen. Die Bundesregierung darf einem solchen Schnellschuss im Europäischen Rat nicht zustimmen.“ Derzeit diskutieren EU-Gremien größenabhängige Schutzvorgaben für Vertragslieferanten des Handels. Diese Überlegungen sind erst in den letzten Tagen angestellt worden und deshalb nicht Teil der Folgenabschätzung der EU-Kommission für eine neue Richtlinie. Im Vergleich zu den bisherigen Entwürfen sind damit potentiell täglich Millionen zusätzlicher Transaktionen von der Regelung betroffen. Die Folgen, die das für Verbraucher und Lebensmittelpreise haben kann, kennt deshalb heute niemand. Sanktjohanser: „EU und Bundesregierung dürfen sich nicht auf einen Blindflug mit ungewissen Folgen für den Lebensmittelmarkt einlassen.“

Das EU-Parlament hatte in seinem Vorschlag für die Regulierung der Lebensmittellieferkette die ursprünglich acht Einschränkungen die Verhandlungen der Händler mit ihren Zulieferern auf 52 Verbote angehoben. Sanktjohanser: „Da legt die EU-Kommission einen Vorschlag vor, mit dem eigentlich kleinen Landwirten in der Lebensmittellieferkette geholfen werden soll und das Europäische Parlament will am Ende Genossenschaften im Handel und Initiativen für mehr Tierwohl verbieten, sowie große internationale Lebensmittelkonzerne bei ihren Verhandlungen mit dem Handel schützen.“ Der Handel verstehe diesen Vorstoß als Angriff auf die unternehmerische Freiheit. Und das treffe am Ende auch die Kunden: Denn wenn der Handel nicht mehr effektiv mit seinen Zulieferern verhandeln kann, dann werden Lebensmittel letztlich zu höheren Preisen als bisher eingekauft und teurer an den Endverbraucher verkauft werden müssen. Am Ende profitieren dann nur die ohnehin schon marktmächtigen internationalen Lebensmittelproduzenten

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Dieselgipfel: Kunden und Innenstädte bezahlen für Fehler der Autoindustrie

Kritisch bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) die Ergebnisse des Dieselgipfels am Montag:

„Jetzt sollen die Verbraucher über Steuergelder für die Versäumnisse der Politik und der Autohersteller bezahlen. Das ist ungerecht und schwächt die Kaufkraft sowie die ohnehin vielerorts angeschlagenen Innenstadt-Händler“ so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Bundesregierung müsse sicherstellen, dass die Autoindustrie nun liefere. „Weitere Millionen für die Kommunen bringen noch keine saubere Luft, wenn Fördermittel nicht abgerufen werden oder keine sauberen Fahrzeuge lieferbar sind.“

Zudem sieht der HDE auch weiterhin das Damoklesschwert von Fahrverboten über vielen Innenstädten. „Attraktive Innenstädte brauchen saubere Luft. Fahrverbote sind aber der falsche Weg dorthin. Deshalb muss die Politik Alternativen finden“, so Genth weiter. Ansonsten leide der innenstädtische Handel darunter, dass viele Kunden nicht mehr sicher sein könnten, unkompliziert in die Stadtzentren gelangen zu können. Diese würden dann lieber im Internet oder auf der grünen Wiese einkaufen. Genth: „Fahrverbote machen die Erfolge der über die letzten Jahrzehnte mühsam aufgebauten Förderung für Innenstädte kaputt.“ Zudem seien die Händler in den Stadtzentren vielerorts bereits durch sinkende Kundenfrequenzen und die Herausforderungen der Digitalisierung unter Druck.

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Weihnachtsgeschäft: Handel gut vorbereitet

Die Handelsunternehmen sind gut auf die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts vorbereitet.

So gaben in einer HDE-Umfrage über 80 Prozent der Befragten an, zu Weihnachten ausreichend Personal gefunden zu haben. Insgesamt stellen zehn Prozent der befragten Unternehmen zusätzliches Personal für das Weihnachtsgeschäft ein, um dem erhöhten Kunden- und Bestellaufkommen gerecht zu werden.

Der morgige Nikolaustag hat für die meisten Händler eine eher kleinere Bedeutung. Nach den Ergebnissen der HDE-Umfrage ist er für zwölf Prozent von erheblicher, für 29 Prozent aber von geringer Bedeutung für das Geschäft. Der HDE erwartet für November und Dezember ein Umsatzplus von zwei Prozent auf dann 100,3 Milliarden Euro. Die Erlöse steigen demnach gegenüber dem Vorjahr um zwei Milliarden und erreichen in den letzten beiden Monaten des Jahres erstmals die 100-Milliarden-Euro-Marke.

Mehr Informationen zum Weihnachtsgeschäft unter www.einzelhandel.de/weihnachten.

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Geplante EU-Regulierung der Lebensmittellieferkette: HDE warnt vor ungewissen Folgen neuer EU-Richtlinie

Mit Blick auf die morgigen Verhandlungen im Europäischen Rat zur Regulierung der Lebensmittellieferkette warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) vor Schnellschüssen mit ungewissen Folgen.

HDE-Präsident Josef Sanktjohanser pocht bei den Verhandlungen zu einer Richtlinie für Fairness in der Lebensmittellieferkette in Brüssel auf die gesetzgeberischen Sorgfaltspflichten der EU: „Bevor die EU-Kommission eine Richtlinie erlässt, müssen die Folgen sauber abgeschätzt werden können. Das ist mit Blick auf aktuelle Vorschläge nicht geschehen. Die Bundesregierung darf einem solchen Schnellschuss im Europäischen Rat nicht zustimmen.“ Derzeit diskutieren EU-Gremien größenabhängige Schutzvorgaben für Vertragslieferanten des Handels. Diese Überlegungen sind erst in den letzten Tagen angestellt worden und deshalb nicht Teil der Folgenabschätzung der EU-Kommission für eine neue Richtlinie. Im Vergleich zu den bisherigen Entwürfen sind damit potentiell täglich Millionen zusätzlicher Transaktionen von der Regelung betroffen. Die Folgen, die das für Verbraucher und Lebensmittelpreise haben kann, kennt deshalb heute niemand. Sanktjohanser: „EU und Bundesregierung dürfen sich nicht auf einen Blindflug mit ungewissen Folgen für den Lebensmittelmarkt einlassen.“

Die EU-Institutionen beschäftigen sich seit einigen Monaten mit dem Thema Fairness in der Lebensmittellieferkette. Eigentlich sollte es darum gehen, die Landwirte in eine bessere Verhandlungsposition zu bringen. Mittlerweile allerdings sollen sogar multinationale Lebensmittelhersteller in Verhandlungen mit dem Einzelhandel in den Genuss besonderer Verhandlungsprivilegien kommen. „Wenn der Handel nicht mehr effektiv mit seinen Zulieferern verhandeln kann, dann werden Lebensmittel letztlich zu höheren Preisen als bisher eingekauft und teurer an den Endverbraucher verkauft werden müssen. Am Ende profitieren dann nur die ohnehin schon marktmächtigen internationalen Lebensmittelproduzenten“, so der HDE-Präsident.

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