Aktuelles und Termine

Kompetenzzentrum Handel stellt DigitalNavi Handel vor: Konkrete und übersichtliche Hilfestellung für stationäre Händler bei der Digitalisierung

200.000 Nicht-Lebensmittel-Händler in Deutschland befinden sich im Lockdown. Für viele ist das gleichbedeutend mit einer Nulldiät bei den Umsätzen. Das Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum Handel, in dem der Handelsverband Deutschland (HDE) Konsortialführer ist, stellt deshalb jetzt das DigitalNavi Handel vor und schafft somit erstmalig eine umfangreiche Übersicht über technologische Möglichkeiten zur Digitalisierung des stationären Point of Sale.

Die Nutzer des neuen DigitalNavi Handel bekommen die entscheidenden Kriterien zur sinnvollen Auswahl von Technologien für das eigene Geschäft an die Hand. Gleichzeitig wird ein Einblick in die unmittelbar verknüpfte Customer Journey gegeben, die Unternehmen dabei hilft, den Einkaufsprozess der eigenen Kundschaft noch genauer zu verstehen und somit das Einkaufserlebnis durch gezielte Services zu verbessern. Das Tool entwickelte der HDE in Zusammenarbeit mit den Handelsforschungsinstituten EHI Retail Institute und IFH Köln im Rahmen des Konsortiums für das Kompetenzzentrum Handel.

„Gerade mittelständische Handelsunternehmen brauchen dringend Unterstützung, um einen Überblick über die für sie sinnvollen technologischen Möglichkeiten zur Digitalisierung ihres Geschäfts zu bekommen“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp, der beim Handelsverband für die Aktivitäten im Bereich Digitalisierung verantwortlich ist. „Der HDE steht dem Mittelstand in der Pandemie nicht nur in der politischen Arena eng zur Seite. Wir leisten auch praktische Unterstützung bei der technologischen Ausrichtung der Branche. Es geht um Zukunftsperspektiven für den Handel“, so Tromp weiter.

Mehr Informationen unter:
https://kompetenzzentrumhandel.de/digitalnavi-handel/

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

HDE gegen neue Bürokratie – Betriebsrätestärkungsgesetz kommt zur Unzeit

Der Handelsverband Deutschland (HDE) lehnt den neuen Gesetzentwurf von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil für ein „Betriebsrätestärkungsgesetz“ entschieden ab. „Dieser Gesetzentwurf kommt zur denkbar ungünstigsten Zeit.

Viele Händler kämpfen aktuell um ihre nackte wirtschaftliche Existenz, knapp 60 Prozent der Unternehmen in den Innenstädten stehen laut einer aktuellen HDE-Umfrage ohne weitere staatliche Hilfen vor dem Aus. Unter diesen Umständen am laufenden Band neue bürokratische Belastungen für Arbeitgeber schaffen zu wollen, ist nicht mehr nachvollziehbar und wirkt in der aktuellen Lage geradezu fahrlässig“, so Steven Haarke, HDE-Geschäftsführer für Arbeit, Bildung, Sozial- und Tarifpolitik.

Neben dem aktuellen Entwurf für ein Mobile-Arbeit-Gesetz mit einer neuen Erörterungs- und Begründungspflicht für Arbeitgeber sowie einer vollständigen Arbeitszeiterfassungspflicht für regelmäßige mobile Arbeit ist auch der ergänzende Entwurf eines Betriebsrätestärkungsgesetzes mit einem Mitbestimmungsrecht bei der Ausgestaltung von mobiler Arbeit unnötig und nicht zielführend. Denn die Coronakrise hat nach Ansicht des HDE bislang vor allem eines gezeigt: Ist Homeoffice bzw. mobile Arbeit im Arbeitsverhältnis sinnvoll, wird es aktuell bereits millionenfach in Deutschland einvernehmlich gelebt. Das hierbei neu entstandene Vertrauen in der Krise dürfe man nun nicht durch einen unnötigen und zudem auch noch hoch komplexen neuen Rechtsrahmen für mobile Arbeit gefährden.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Pflicht zur Absicherung von Kreditkartenzahlungen im Online-Handel

Ab dem 15. Januar greifen neue Vorschriften für Kreditkartenzahlungen in Online-Shops. Wer online einkauft und mit Kreditkarte bezahlt, wird künftig in vielen Fällen nach zwei Faktoren zur Bestätigung der Zahlung gefragt.

Die sogenannte Zwei-Faktor-Authentifizierung oder auch starke Kundenauthentifizierung soll zur Absicherung der Kreditkartenzahlung im Online-Handel beitragen. Der Handelsverband Deutschland (HDE) weist auf die Frist hin und rät Händlern wie Verbrauchern, sich auf die Änderung des Zahlungsvorgangs einzustellen. „Es ist jetzt allerhöchste Zeit, sich um das zusätzliche Sicherheitsverfahren bei Online-Kreditkartenzahlungen zu kümmern. Bis Freitag müssen Händler es in ihre Online-Shops integriert haben. Kunden sollten ihre Karten rechtzeitig für das neue Verfahren freischalten lassen“, betont Ulrich Binnebößel, HDE-Experte für Zahlungssysteme.

Der HDE begrüßt die Entscheidung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), die bereits geltende Pflicht zur starken Kundenauthentifizierung in festgelegten Fristetappen zu kontrollieren. Die BaFin hat Online-Händlern für die Umsetzung des Sicherheitsverfahrens bis zum 15. Januar 2021 Zeit eingeräumt. Ab diesem Zeitpunkt werden Transaktionen oberhalb von 250 Euro entsprechend überwacht und müssen gemäß Zwei-Faktor-Authentifizierung abgewickelt werden. Ab dem 15. Februar werden die Kontrollen auf Transaktionen über 150 Euro ausgeweitet, ab dem 15. März unterliegen dann grundsätzlich alle Kreditkartenzahlungen in Online-Shops der BaFin-Aufsicht. „Dieser geordnete Hochlauf ist im Sinne von Handel und Verbrauchern. So hatten Betreiber von Online-Shops die Möglichkeit, ihren Zahlungsvorgang außerhalb des wichtigen Weihnachtsgeschäfts umzustellen. Zudem konnten Kunden in der Zwischenzeit ihren gewohnten Zahlungsweg nutzen und sich zunächst über das Zwei-Faktor-Verfahren informieren“, so Binnebößel weiter.

Verbrauchern legt der HDE nahe, sich bei ihrer Bank um die Freischaltung der Kreditkarte für das neue Sicherheitsverfahren zu kümmern. „Zwar kontrolliert die BaFin die Abwicklung der Zahlungen fristgemäß nach Betragshöchstwerten. Doch in Online-Shops können auch außerplanmäßige Abfragen des zweiten Faktors erfolgen“, erklärt Binnebößel. Die verbreitetste, von kartenausgebenden Instituten bereitgestellte Form der starken Kundenauthentifizierung sei die Absicherung der Zahlung über das Smartphone mittels einer App oder SMS. Online-Händler sollten ihre Zahlungsarten im Blick behalten. „Wenn Kunden die Kreditkartenzahlung zu kompliziert wird, könnten sie künftig verstärkt auf andere Zahlarten wie den Rechnungskauf oder das Lastschriftverfahren ausweichen. Daher sollten Händler prüfen, ob diese Zahlarten in ihrem Online-Shop eingeführt oder an die höhere Nachfrage angepasst werden müssen“, empfiehlt Binnebößel.

Weitere Informationen unter: https://einzelhandel.de/12768

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Aktuelle HDE-Trendumfrage: Für rund 80 Prozent der betroffenen Einzelhändler reichen die derzeitigen Hilfsmaßnahmen nicht aus

Das Jahr 2021 könnte für viele vom Lockdown betroffenen Handelsunternehmen in der Insolvenz enden. So zeigt eine aktuelle HDE-Trendumfrage unter 1.500 Händlern, dass rund 80 Prozent der Händler davon ausgehen, dass die derzeitigen Hilfsmaßnahmen nicht zur Existenzsicherung reichen. Knapp 60 Prozent der Unternehmen in den Innenstädten stehen ohne weitere staatliche Hilfen vor dem Aus. Der Handelsverband Deutschland (HDE) fordert deshalb weiterhin dringend eine Anpassung der Überbrückungshilfen durch den Bundesfinanzminister.

„Wenn Minister Scholz die in Aussicht gestellten Überbrückungshilfen jetzt schnell überarbeitet und die Beantragungskriterien besser an die Lage des Einzelhandels anpasst, dann gibt es noch eine Chance, das Schlimmste zu verhindern. Ansonsten droht 2021 für viele Handelsunternehmen und in der Folge auch für ganze Innenstädte zu einem Katastrophenjahr zu werden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Ergebnisse der HDE-Umfrage zeigen, dass die Hilfen nicht ankommen. Dementsprechend pessimistisch blicken viele der befragten Unternehmen auf das gerade begonnene Jahr: 23 Prozent rechnen damit, dass sie ohne weitere staatliche Unterstützung im ersten Halbjahr aufgeben müssen, für das zweite Halbjahr liegt dieser Wert sogar bei weiteren 28 Prozent.

Die schlechten Zukunftsperspektiven erklären sich auch aus einem für viele Händler weit unter Normalmaß liegenden Weihnachtsgeschäft. So lagen nach HDE-Umfrage die Umsätze im Bekleidungshandel im November knapp ein Drittel, im Dezember 44 Prozent unter den Vorjahreswerten. „Hohe Umsatzverluste im für viele Händler überlebenswichtigen Weihnachtsgeschäft bringen zahlreiche Unternehmen unverschuldet in eine prekäre Situation“, so Genth weiter. Der Handel unterstütze die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, auf der anderen Seite müssten die unter den Schließungen leidenden Unternehmen aber wirksam unterstützt werden, um diese Zeit überstehen zu können. Genth: „Die Politik muss jetzt zu den wirtschaftlichen Folgen und den eigenen Versprechen stehen. Wegducken und Aussitzen geht nicht.“

Grafik PM Existenz

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

HDE lehnt Verlängerung der Gewährleistung im Handel ab: Pläne der Bundesjustizministerin gehen am Ziel vorbei

Der Handelsverband Deutschland (HDE) lehnt eine von der Bundesjustizministerin vorgeschlagene Verlängerung der Gewährleistungsfrist beim Kauf von hochwertigen Gütern im Einzelhandel entschieden ab. Eine solche Änderung würde für die derzeit ohnehin von der Coronakrise schwer getroffenen Nicht-Lebensmittelhändler eine Zusatzbelastung in Millionenhöhe auslösen. Zudem würden Änderungen im Gewährleistungsrecht nicht dazu führen, dass die Lebensdauer von Produkten oder deren Reparierbarkeit zunehmen würde.

„Die Kunden sind mit den Regelungen für Umtausch und Gewährleistung seit Jahren sehr zufrieden. Es gibt keinen Grund, dieses funktionierende System zu verändern“, so HDE–Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Eine HDE-Umfrage aus dem vergangenen Jahr macht deutlich, dass fast 90 Prozent der Verbraucher mit den Rückgabemöglichkeiten und der Abwicklung in den Geschäften zufrieden oder sehr zufrieden sind. Die Tatsache, dass Justizministerin Lambrecht ihre für den Einzelhandel teuren Vorschläge zudem ausgerechnet in dieser für viele Nicht-Lebensmittelhändler existenzgefährdenden Coronakrise macht, wertet der HDE als unsachliches Wahlkampfmanöver. Nach Einschätzung des HDE würde eine Umsetzung des Vorschlages im Einzelhandel zu einer Belastung in Millionen-Höhe führen. Bereits das aktuell geltende Gewährleistungsrecht kostet die Einzelhandelsunternehmen rund 1,4 Milliarden Euro pro Jahr.

Außerdem erreicht eine Verlängerung der Gewährleistungsfristen nach Ansicht des HDE auch das anvisierte Ziel nicht. „Wenn die Justizministerin den Herstellern einen wirtschaftlichen Anreiz geben will, besonders langlebige und gut reparierbare Produkte zu entwickeln, setzt sie beim Handel an der völlig falschen Stelle an“, so Genth weiter. Der Einzelhandel könne die Mangelfreiheit eines Produkts bei Übergabe gewährleisten, nicht aber die Lebensdauer und die Reparierbarkeit garantieren. Hierzu müsste die Rechtsordnung vielmehr gesetzliche Garantieverpflichtungen vorsehen, die vom Hersteller, nicht aber vom Händler zu erfüllen seien. Und auch die von der Justizministerin beklagte „Wegwerf-Mentalität“ der Verbraucher sei über die Gewährleistungsfristen nicht zu steuern. So zeigt eine Studie des Umweltbundesamtes, dass die Verbraucher häufig neue Produkte kaufen, obwohl die alte Ware noch einwandfrei funktioniert. Grund sind oft technische Innovationen, wie beispielsweise bei Smartphones und anderen Elektronikprodukten.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Handelspräsidenten fordern Unterstützung und Perspektiven – Brief des Handels an politische Entscheidungsträger

Die Präsidenten des HDE sowie der Landes- und Bundesfachverbände wenden sich heute in einem Brief an die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten.

Die Präsidenten des HDE sowie der Landes- und Bundesfachverbände wenden sich heute in einem Brief an die Bundeskanzlerin sowie die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten. Darin erkennen die Unterzeichner ausdrücklich an, dass der Gesundheitsschutz in Zeiten der Pandemie oberste Priorität hat, monieren jedoch in aller Deutlichkeit, dass die versprochenen Hilfsleistungen nicht bei den Handelsunternehmen ankommen. Der von den Schließungen betroffene Einzelhandel sieht sich deshalb ohne Zukunftsperspektive und in akuter Existenzgefahr.

Den Brief finden Sie hier im PDF-Format im Wortlaut.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Faire Wettbewerbsbedingungen statt Digitalsteuer

Entgegen einem Vorschlag des Bundesvorsitzenden der Grünen, Robert Habeck, sieht der Handelsverband Deutschland (HDE) keine Notwendigkeit für die Einführung einer Digitalsteuer.

Da stationärer Handel und Online-Handel immer stärker Hand in Hand gehen, ist eine strikte Zweiteilung weder umsetzbar noch zeitgemäß. Worauf es ankommt, ist vielmehr die Schaffung fairer Wettbewerbsbedingungen. Insbesondere gegenüber Händlern aus Fernost besteht ein Ungleichgewicht, solange sie nicht ausnahmslos die korrekte Umsatzsteuer abführen. „Es muss sichergestellt werden, dass alle Händler bereits bestehende Steuerpflichten einhalten. Dafür braucht es keine neue Abgabe oder Steuer“, so der stellvertretende HDE-Hauptgeschäftsführer Stephan Tromp.

In den vergangenen Monaten haben sich viele stationäre Händler eine Online-Präsenz aufgebaut, sind etwa auf Online-Plattformen aktiv. Es besteht die Gefahr, dass eine Digitalsteuer auch auf ihre Kosten gehen könnte. „In Frankreich hat die Digitalsteuer kleinen und mittleren Händlern einen Bärendienst erwiesen. Dort wurde der erhöhte Steuersatz direkt an die Marktplatzhändler weitergegeben“, so Tromp weiter. Die Vertriebskanäle mit einer Digitalsteuer gegeneinander auszuspielen, sei daher nicht zielführend.

Wettbewerbsverzerrungen lassen sich nur ausräumen, wenn im internationalen Online-Handel gleiche steuerliche Wettbewerbsbedingungen herrschen. „Die Besteuerung muss dort stattfinden, wo die Gewinne erwirtschaftet werden. Die EU-Staaten sind schon auf einem guten Weg, hierfür die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen“, betont Tromp. So hat die EU-Kommission den Vorschlag unterbreitet, für Digitalunternehmen ohne physische Präsenz in einem Land eine digitale Betriebsstätte einzuführen. Damit könnten die in einem Land erwirtschafteten Gewinne auch einer Besteuerung unterzogen werden. „Diesen Vorschlag gilt es umzusetzen. Einheitliche Lösungen auf europäischer Ebene leisten einen wichtigen Beitrag zum fairen Wettbewerb“, so Tromp weiter.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Corona-Gipfel verlängert Lockdown für Non-Food-Handel: Handel fordert klare Zukunftsperspektiven und wirksame Hilfsprogramme

Angesichts der heutigen Beschlüsse zu einer Verlängerung des Lockdowns im Non-Food-Handel fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) einen klaren Fahrplan zur Wiedereröffnung der Geschäfte und eine Anpassung der staatlichen Hilfen. Außerdem sollte die Einschränkung der Bewegungsfreiheit in Hotspots auf einen Umkreis von 15km rund um den Wohnort nicht für den Einkauf sowie Click & Collect gelten.

„Den Lockdown einfach nur zu verlängern und keinerlei Perspektiven oder Pläne für eine Wiedereröffnung der Geschäfte zu präsentieren, ist zu wenig. Die geschlossenen Handelsunternehmen brauchen jetzt klare Aussagen, unter welchen Bedingungen sie wann ihren Betrieb wieder aufnehmen können“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Derzeit sei nicht eindeutig geklärt, bei welchen Corona-Zahlen und Inzidenzwerten mit einer Lockerung für den Einzelhandel gerechnet werden könne. Die Handelsunternehmer aber müssten entscheiden, ob sie Ware bestellen und Marketingmaßnahmen planen. Dafür bräuchten sie zumindest eine einigermaßen zuverlässige Grundlage.

Zudem moniert der HDE, dass die staatlichen Hilfen auch weiterhin für viele notleidende Händler keine wirksame Unterstützung bringen. „Für den Handel steht die schnelle Eindämmung der Pandemie an erster Stelle. Wenn die Politik dazu aber den Non-Food-Handel schließt, dann muss sie auch die entstehenden wirtschaftlichen Schäden abfedern. Da muss der Bundesfinanzminister Wort halten“, so Genth weiter. Große Teile einer Branche in den künstlichen Winterschlaf zu schicken, ohne gleichzeitig für entsprechende Notunterstützung zu sorgen, sei extrem kurzsichtig. Die aktuell verfügbaren und angekündigten Überbrückungshilfen seien für den Einzelhandel nicht passend. Zudem kommt selbst das bereits zugesagte Geld gar nicht oder zu spät an. Der Einzelhandel insgesamt erhielt im vergangenen Jahr 2020 Überbrückungshilfen in Höhe von 90 Millionen Euro. Der vom Lockdown betroffene Nonfood-Handel aber verzeichnete im selben Zeitraum 36 Milliarden Euro Umsatzminus durch die Pandemie und die damit verbundenen Schließungen. Die staatlichen Hilfen reichten dabei nicht einmal annähernd für die Begleichung der Fixkosten. Denn diese lagen bei den betroffenen Händlern gleichzeitig bei rund zwölf Milliarden Euro. „Der Bundesfinanzminister muss sich jetzt bewegen. Wenn die Hilfen nicht angepasst werden, gibt es für viele Händler keine Zukunft mehr. Es zeichnet sich eine Pleitewelle ab, wie wir sie noch nicht erlebt haben“, so Genth weiter.

Für die Nutzung von Click & Collect und den Einkauf im Lebensmitteleinzelhandel drängt der HDE darauf, Ausnahmen bei den Mobilitätsbeschränkungen in Hotspots festzulegen. Ansonsten nehme man vielen geschlossenen Händlern eine der letzten Möglichkeiten, wenigstens noch einigen Umsatz zu erzielen. Zudem werde dem Lebensmittelhandel damit die Versorgung der Bevölkerung unnötig erschwert.

 

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

Zwei Drittel der Innenstadthändler in Existenzgefahr – HDE fordert Perspektive für den Handel und Anpassungen bei staatlichen Hilfen

Eine aktuelle Trendumfrage des Handelsverbands Deutschland (HDE) unter mehr als 700 Händlern zeigt, dass sich knapp zwei Drittel der Innenstadthändler in Existenzgefahr sehen. Drei Viertel der Händler geben an, dass die staatlichen Hilfen nicht ausreichen, um eine Insolvenz abzuwenden. Der HDE fordert deshalb in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel eine Perspektive für den Handel und die Anpassung der staatlichen Unterstützung, damit der vom Lockdown betroffene Einzelhandel spürbare und schnelle Hilfe bekommt.

„Für viele Händler ist es schon kurz nach zwölf. Allein in der vergangenen Woche verlor der vom Lockdown betroffene Einzelhandel rund fünf Milliarden Euro Umsatz. Im gesamten Jahr 2020 waren es rund 36 Milliarden Euro. Das können die Unternehmen nicht mehr ohne Hilfe kompensieren. Wenn die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten gemeinsam mit der Kanzlerin eine weitere Schließung unserer Geschäfte beschließen, müssen sie auch für die notwendige Unterstützung sorgen“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Mit Blick auf die schlechte Lage bei vielen Non-Food-Händlern machte der HDE die Forderungen der Branche noch einmal in einem Brief an Bundeskanzlerin Angela Merkel deutlich. Demnach fühlt sich der Handel in der Krise alleingelassen. Es müsse vorrangiges Ziel sein, die Geschäfte wieder zu öffnen und sie dann auch geöffnet zu halten. Der Handel könne sich nicht von einem Lockdown zum nächsten entlanghangeln. Zudem macht Genth deutlich, dass bei der staatlichen Unterstützung dringend nachjustiert werden muss: „Ein Skandal ist die mangelnde Unterstützung unserer Unternehmen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz kündigt zwar immer Milliardenhilfen an, tatsächlich kommen die Hilfen aber nicht zur Auszahlung, weil die Zugangshürden viel zu kompliziert und zu hoch sind.“

In der Folge sieht der HDE den Einzelhandel vor einer Insolvenzwelle. Viele Handelsunternehmen, die von dem zweimaligen Lockdown betroffen sind, haben ihr Eigenkapital weitgehend aufgezehrt und benötigen deshalb jetzt wirtschaftliche Unterstützung. Andernfalls droht das Aus für bis zu 50.000 Geschäfte mit über 250.000 Mitarbeitern und damit auch eine Verödung der Innenstädte. Genth: „Wir fordern für die von den Schließungen betroffenen Unternehmen endlich gezielte sowie wirksame Wirtschaftshilfen und eine Perspektive.“

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen

HDE-Konsumbarometer im Januar: Anhaltender Lockdown drückt Verbraucherstimmung

Auch zum Start in das neue Jahr belasten hohe Corona-Infektionszahlen und der Lockdown die Stimmung der Verbraucher. So zeigt das HDE-Konsumbarometer für die kommenden Monate eine Verschlechterung der Verbraucherstimmung an. Der Index fällt damit bereits den dritten Monat in Folge und liegt deutlich unter seinem Wert vom Beginn des Vorjahres.

Die Verbraucher wollen in den ersten Monaten nach dem Jahreswechsel mehr sparen, ihre Anschaffungsneigung geht weiter zurück. Der Negativ-Trend für den Konsum setzt sich damit fort. Hauptgrund ist der Lockdown, der den Konsum in Einzelhandel, sowie in Gastronomie und Kultur einschränkt oder vollständig verhindert. In der Folge sehen Verbraucher im Januar davon ab, größere Ausgaben zu planen.

Die Konsumzurückhaltung hängt aber auch mit pessimistischen Einkommenserwartungen zusammen. Trotz des bislang robusten Arbeitsmarktes haben Verbraucher im Januar mögliche negative Auswirkungen längerer Lockdown-Phasen im Blick. Zudem reagieren sie sensibel auf die zunehmende Vorsicht der Unternehmen bei Neueinstellungen.

Von leichtem Optimismus ist hingegen die Konjunkturerwartung der Verbraucher geprägt. Sie zeigen sich zuversichtlich, dass der Impfstart und die Aussicht auf ein Ende des Lockdowns die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands fördern könnten.

Insgesamt gibt es zumindest für die kommenden Wochen keinen Anlass für eine Trendumkehr und einen Anstieg der Verbraucherstimmung. Die im HDE-Konsumbarometer abgebildete Negativ-Entwicklung wird angesichts weiterhin geltender Lockdown-Maßnahmen und der erst in Monaten zu erwartenden Impfeffekte voraussichtlich zunächst nicht abreißen.

Das HDE-Konsumbarometer erscheint monatlich und basiert auf einer Umfrage unter 2.000 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und anderen konsumrelevanten Faktoren. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

Weitere Informationen zum Thema unter: www.einzelhandel.de/konsumbarometer

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen