Aktuelles und Termine

24. IHK-Forum Stadtmarketing am 13. September 2018 in Hannover

Das IHK-Forum Stadtmarketing ist der zentrale Treffpunkt für Entscheider aus Stadt- und Citymarketing, Quartiersinitiativen und Stadtentwicklung im Norden Deutschlands. Gemeinsam mit allen niedersächsischen Industrie- und Handelskammern laden wir Sie am 13. September 2018 wieder nach Hannover ein.

Bei der 24. Auflage steht besonders das „Storytelling“ im Fokus: Wie können emotionale Begriffe wie Geschichte, Heimat oder Identität in Geschichten verpackt werden? Und wie lassen sich die Angebote der Orte und Regionen digital und spielerisch aufbereiten und zeitgemäß präsentieren?

Folgende Foren stehen zur Auswahl: „Storytelling“, „Verlässlich und aussagekräftig Passantenströme erfassen“, „Virtual/Augmented Reality in Stadt- und Regionalmarketing“ und ein Offenes Themenforum. Zwei Berichte aus Langenfeld und aus den Niederlanden vermitteln „Neue Perspektiven für Innenstädte und Ortskerne“. Den Abschluss bildet eine spannend besetzte Diskussionsrunde zur Perspektive verkaufsoffener Sonntage. Außerdem bietet das IHK-Forum viele Möglichkeiten zum Austausch mit Teilnehmern und Ausstellern.

Anmeldeschluss: 30. August 2018.

Weitere Informationen zur Anmeldung und das Programm erhalten Sie HIER als Download oder bei der IHK Projekte Hannover GmbH, Hans-Hermann Buhr, Tel. 0511/3107-377, Fax 0511/3107-435, E-Mail: buhr@hannover.ihk.de, Internet: www.hannover.ihk.de/stadtmarketingforum

Sollte Ihnen das Programm zusagen, geben Sie die Informationen zu der Veranstaltung gern auch an Geschäftspartner und andere potenziell interessierte Kreise weiter.

RÜCKBLICK: Fachtagung FOKUS Nahversorgung

Ich war noch niemals in Rödelsee …

Handelsverband und Städte- und Gemeindebund rücken die Nahversorgung in den Fokus. 

Den Wochenendeinkauf online im Kleinstadt-Supermarkt bestellen oder vom Nachbarn nach der Arbeit mitbringen lassen? Wie kann die Nahversorgung auf dem Land zukünftig noch gelingen? Dies diskutierten rund 80 Teilnehmerinnen und Teilnehmer bei der ersten Fachtagung „Fokus Nahversorgung“ Ende Mai im Handelshaus Hannover.

Es sei ihr Antrittsbesuch beim Handel, sagte Barbara Otte-Kinast, Niedersachsens Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz in ihrem Grußwort, in dem sie ihre Positionen zur Stärkung der ländlichen Räume von Nahversorgung bis Breitbandausbau darlegte. Dorfläden seien für sie nicht nur Lebensmittelgeschäfte, sondern im Zuge der Digitalisierung auch identitätsstiftende, soziale Treffpunkte.

Mechthild Möllenkamp, die Präsidentin des Handelsverbandes hatte an einem Dorfladen im fränkischen Rödelsee erläutert, welche Schwierigkeiten der Handel bei der Versorgung ländlicher Räume hat. Planungsrecht, Infrastruktur- und Siedlungsdichte sowie Wirtschaftlichkeit sind oft nicht vereinbar.

Handelsunternehmen, Berater und Planer erörterten lebhaft einige Herausforderungen, vor die sie das Landesraumordnungsprogramm seit 2017 stellt. Im Ergebnis bestand dabei Einigkeit, dass der planerische Rahmen grundsätzlich gut und der Dialog hierzu zu intensivieren und fortzusetzen ist. Vor allem von Unternehmerseite wurden schnellere Verfahren gewünscht, die auch dem Wandel von Konsumentengewohnheiten und dem zunehmendem Onlinehandel gerecht werden.

Als innovative Nahversorgungsprojekte präsentierten sich die digitalen Dörfer aus der Pfalz, der Zukunftsfonds Ortskernentwicklung als Förderprogramm eines Landkreises und der digitale Atlas zur gezielten Planung von Daseinsvorsorge. Auch dabei wurde zum Teil das Spannungsfeld zwischen öffentlicher Förderung, ehrenamtlichem Engagement und dem Sprung in die sich selbsttragende Wirtschaftlichkeit deutlich.

Das Feedback der Teilnehmer: Ein informativer Tag im Zeichen der Nahversorgung.

 

 

v. l.  NSGB Präsident Dr. Trips, Ministerin Otte-Kinast, HNB Präsidentin Möllenkamp

 

RÜCKBLICK: urbanicom Studientagung in Hannover

Auf Einladung des Handelsverbandes Hannover kam die urbanicom Studientagung Mitte Mai in die niedersächsische Landeshauptstadt und präsentierte sich auch in ihrem 41. Jahr als „think tank“ – als eine Runde interdisziplinärer Vordenker der Stadt- und Handelsentwicklung.

Mit einem Empfang bei Oberbürgermeister Stefan Schostok begann die Zusammenkunft. Es folgte eine Führung durch die Innenstadt mit ihren aktuellen Entwicklungsbereichen, wie dem Hohen Ufer, dem Marstall und dem Steintor. Vom „neuen Arbeiten“ in der Stadt machten sich die Teilnehmer am Abend im Coworking- und Makerspace HAFVEN ein Bild.

Auch am folgenden Konferenztag standen Coworking Spaces insbesondere in Kleinstädten im Mittelpunkt. Neue Formen des digitalen Arbeitens verringern Pendlerströme und bieten so auch den Händlern, Gastronomen und Dienstleistern vor Ort ganztägige Kundenpotenziale. Telearbeit und Homeoffice werden zunehmend von dezentralen Gemeinschaftsbüros abgelöst. Aus einer Outsorcing-Welle im IT-Bereich vor 10 bis 12 Jahren sind inzwischen innovative Hotspots entstanden, deren Potenziale immer mehr Firmen bewusst nutzen. Sie senden ihre Mitarbeiter und Teams für Projekte in die Spaces. Das motiviert die Teilnehmer und spart zumeist Kosten fürs Unternehmen, weil die Ausstattung der Coworking Areas genutzt werden kann.

Welche Chancen Kreative für die Belebung von Innenstädten bieten, zeigte Claudia Muntschick von Kreatives Sachsen anhand vieler Beispiele ihrer Heimat. Handwerk, Handel, Dienstleistungen, Kunst und Kultur, kreativ, neu und spannend, ziehen in Leerstände, nutzen Industriebrachen nach. „Kreative sind die Agenten des Wandels“ ergänzte Zukunftsforscher Andreas Reiter aus Wien, der zusammen mit Dr. Timo Munzinger vom Deutschen Städtetag die Vorträge der Tagung in gewohnter Weise buchstäblich von der Seite kommentierte.

Den Wandel zu nachhaltigen, multifunktionalen Gebäuden beschrieb Dr. Sebastiaan Gerards von der Aachener Landmarken AG am Beispiel einer profanierten Kirche, die in einen Co-Working Space mit Eventfläche umgewandelt wurde (siehe Foto). Auch ein ehemaliges Warenhaus in Aachen wurde durch Umnutzung wieder zu einem lebendigen Anziehungspunkt in der City.

Zum Abschluss der Tagung stellte Sven Altenburg den Verkehrswandel sowie die verkehrlichen Auswirkungen des Online-Handels dar. Eine stark steigende Anzahl von B2C-Sendungen muss auf den bestehenden Verkehrswegen bewältigt werden. Städte und Logistiker ringen um Restriktionen oder Innovationen. Und auch die Kostenbetrachtung spielt für die Versender zunehmend eine Rolle.

 

 

41. urbanicom Studientagung am 14. und 15. Mai 2018 in Hannover

Die Stadt- und Handelsentwicklung steht vor einer grundlegenden Systemveränderung, so dass das Gefüge von Stadt und Handel sich voraussichtlich neu sortieren muss. Dies umfasst nicht nur Fragen des Handels, sondern auch des Verkehrs, des Wohnens, der Immobilien oder der Arbeitsplätze.

Zur 41. urbanicom-Studientagung erwartet der Handelsverband Hannover rund 80 Teilnehmer aus Stadtplanung, Architektur, Handel und Wissenschaft, die sich intensiv mit den Fragen der Resilienz und Lebendigkeit städtischer Zentren aber auch mit der Inwertsetzung ländlicher Regionen befassen.

Seien Sie am 14. und 15. Mai 2018 im Handelshaus Hannover dabei.

Flyer Urbanicom (pdf)

Programmdetails:
urbanicom 2018 Programm.pdf

Anmeldungen sind bereits unter folgendem LINK möglich:
www.regdesk.org/3609

 

NACHLESE

Straßenbaumaßnahmen – Leitfaden für Unternehmen im Bereich der IHK Hannover

Straßenbaumaßnahmen in Geschäftslagen stellen vor allem Händler, aber auch ihre Lieferanten und Kunden vor besondere Herausforderungen. Es ist dreckig, staubig, laut und die Zuwege zum Geschäft sind nur schwer erreichbar. Verkehrsströme werden umgeleitet, bekannte Strecken können nicht mehr genutzt werden, Parkplätze fallen weg. Kundenverluste und Umsatzrückgänge sind häufig die Folge.

Für viele stellt sich hier die Frage nach Entschädigungs- oder Ersatzansprüchen. Leider sind diese weniger selbstverständlich als erwartet.

Die Kollegen der Industrie- und Handelskammer Hannover haben einen interessanten Leitfaden zu diesem Thema herausgegeben, auf den der Handelsverband gerne verweisen möchte.

Der Leitfaden klärt einige Grundsatzfragen der Entschädigung und gibt Hinweise für Betroffene. Wichtig ist: Wer Entschädigungsansprüche geltend machen will, sollte so frühzeitig wie möglich aktiv werden. Die rechtlichen Regeln sind komplex und der bürokratische Aufwand kann im Einzelfall hoch sein.

Den meisten Betroffenen bleibt häufig nur, die Baustelle zu erdulden und möglichst souverän damit umzugehen. Auch für das gelungene Baustellenmarketing hat die Broschüre ein paar Tipps zusammengestellt.

Besten Dank an die IHK Hannover.

Leitfaden.pdf

 

Handel appelliert an Städte und Gemeinden auf Fahrverbote zu verzichten

Aufgrund des heute vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig erlassenen Urteils, wonach Diesel-Fahrverbote in Städten nach geltendem Recht grundsätzlich zulässig sind, jedoch verhältnismäßig sein müssen, hat der Handelsverband Hannover jetzt an die Politiker in den Kommunen im Land appelliert.

„Fahrverbote hätten für den Handel und die Innenstädte massive negative Auswirkungen“, sagt Monika Dürrer, Hauptgeschäftsführerin des Verbandes. „Wir setzen daher auf die Vernunft und Weitsicht der Politiker in unseren Städten und Gemeinden, möglichst auf ganzheitliche Konzepte für eine Verkehrswende zu setzen und auf kurzfristige Sperrungen zu verzichten.“ Die Werte für Stickstoffdioxid sind in den letzten Jahren in vielen niedersächsischen Städten bereits rückläufig, weil bei der Neuanschaffung von Fahrzeugen und Fahrzeugflotten immer häufiger auf PKW mit Dieselmotor verzichtet wird. Dieser Trend dürfte sich weiter fortsetzen.

Auch der Handel und seine Dienstleister erbringen bereits ihren Beitrag, um innovative Zustellkonzepte und nachhaltige Stadtlogistik zu fördern. Der Handel plädiert jedoch dafür, dass die Politik nicht nur einseitig den Elektroantrieb, sondern auch andere Antriebstechniken unterstützt.

Der Handel in den Innenstädten hat seit Jahren schon mit rückläufigen Kundenfrequenzen und Umsätzen zu kämpfen. Beim Kundenverkehr steht für die Branche die Erreichbarkeit mit dem PKW an erster Stelle. Zudem sollten intelligente Verkehrslenkungssysteme und der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs von der Politik forciert werden.

 

Handel in Niedersachsen erwartet gutes Weihnachtsgeschäft

Der Handel in der Region Hannover rechnet mit einem guten Jahresendspurt und einem Plus von rund 2,5 Prozent im Weihnachtsgeschäft gegenüber dem Vorjahr. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind gut. Die Verbraucher sind guter Stimmung und auch bereit, mehr Geld auszugeben. Das hat jüngst eine bundesweite Umfrage des ifes Instituts der Hannoverschen FOM Hochschule ergeben. Danach will fast jeder vierte Konsument mehr für Geschenke ausgeben als im Vorjahr.

„Die Städte sind voll und die Stimmung bei Händlern und Kunden ist gut. Das sieht nach einem guten Start ins Weihnachtsgeschäft aus“, sagt Monika Dürrer Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes Hannover. Immerhin bringe das Weihnachtsgeschäft dem stationären Handel fast ein Fünftel des Jahresumsatzes. Im Onlinehandel ist es sogar ein Viertel, wovon vor allem die geschenkaffinen Branchen profitieren.

Allerdings wird sich der Zuwachs auf Handelsseite je nach Standort, Branche und Geschäftsgröße durchaus unterschiedlich abzeichnen. Die Schere zwischen großen und kleinen Unternehmen ebenso wie zwischen großen und kleinen Städten und Gemeinden dürfte sich hier weiter öffnen. Dies sieht auch der Handelsverband Deutschland nach wie vor als einen bundesweiten Trend im Handel.

 

Konsensprojekt Großflächiger Einzelhandel – Ergebnisse der 4. Erhebung des stationären Einzelhandels im Erweiterten Wirtschaftsraum Hannover (EWH)

23. November 2017 | 14:00 – 17:00 Uhr
Handelshaus des Handelsverbandes Hannover e. V.
Hinüberstraße 16-18
30175 Hannover

Einkaufs- und Versorgungsaktivitäten der Bevölkerung orientieren sich schon längst nicht mehr an kommunalen Grenzen: Im Bereich der Versorgung, insbesondere mit Gütern und Dienstleistungen des aperiodischen Bedarfs, sind wir überregional und durch die zunehmende Digitalisierung auch (inter-)national ausgerichtet. Dies gilt insbesondere für Verflechtungsräume wie dem Erweiterten Wirtschaftsraum Hannover (EWH). Angesichts der hieraus folgenden Bedeutung der Einzelhandelsentwicklung für die Region wird zunehmend deutlich, dass eine überwiegend auf die lokale Ebene beschränkte Betrachtungsweise nur noch bedingt geeignet ist, die notwendige Steuerung der Einzelhandelsentwicklung zu leisten.

Zum vierten Mal seit 2003 legt daher das Netzwerk EWH turnusgemäß den Bericht zum Konsensprojekt Großflächiger Einzelhandel vor, um zu räumlich tragfähigen und einvernehmlichen Lösungen bei der Ansiedlung von Einzelhandelsgroßprojekten zu kommen. Weiterhin beinhalten die gutachterlich erstellten teilräumlichen Analyseberichte wichtige Grundlagen und Anhaltspunkte bezüglich der Handelszentralität für die Weiterentwicklung des stationären Einzelhandels. Neben den Ergebnissen des Gutachtens stellt die Veranstaltung auch allgemeine Tendenzen im Einzelhandel, Einflüsse auf zukünftige Standortanforderungen des Handels und die darauf abgestimmte Marktgestaltung in den Fokus. Darüber hinaus werden Konzepte zur Nahversorgung im ländlichen Raum vorgestellt, von der international agierenden Einzelhandelskette bis hin zur lokalen Dorfladeninitiative.

Programm

14:00 Eintreffen
14:15 Begrüßung Monika Dürrer, Hauptgeschäftsführerin Handelsverband Hannover e.V.
14:20 Einführung Prof. Dr. Axel Priebs, Erster Regionsrat Region Hannover | Vorstand Netzwerk EWH
14:30 Tendenzen im Einzelhandel Ralf Beckmann, Büro STADT+HANDEL Beckmann und Föhrer Stadtplaner PartGmbB
14:45 Vorstellung der Ergebnisse zum Konsensprojekt Großflächiger Einzelhandel Steffen Böttger, Büro STADT+HANDEL
15:15 Diskussion
15:30 Kaffee-Pause
15:45 Qualifizierte Nahversorgungskonzepte im stationären Lebensmitteleinzelhandel Niklas Daser | EDEKA-MIHA Immobilien-Service GmbH
16:15 Verkaufen können wir selber – können wir?! Andreas Baenisch | Dorf-Kultur-Erbe Altenhagen I eG
16:45 Diskussion und Abschluss

Anschließend fachlicher Austausch bei kleinem Imbiss

 

Anmeldung:

Geschäftsstelle Netzwerk EWH
c/oRegion Hannover
Höltystraße 17
30171 Hannover
Telefon: 0511/6162 2503
E-Mail: kontakt@netzwerk-ewh.de

 

Bitte melden Sie sich bis zum 17. November 2017 verbindlich an.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei.

 

Bewerben Sie sich für den Preis „Store of the year“! Einsendeschluss 30. November 2017

Auf dem Handelsimmobilienkongress Ende Januar 2018, wird auch diesmal wieder der Gewinner des „Store of the year“ gekürt.

Die Bewerbungszeit für die einzureichenden Unterlagen der teilnehmenden Geschäfte endet am 30. November 2017.
Es wird in Ihrem Umfeld herausragende Unternehmen geben, die entweder Ende des Jahres 2016 (ab Oktober) oder  2017 neu eröffnet oder umgebaut haben.

Sollte das der Fall sein, dann  würden wir uns freuen, wenn Sie uns einfach die Kontaktdaten zukommen lassen, oder aber die Unternehmen persönlich auf unseren Wettbewerb hinweisen und sie ermutigen mitzumachen.

Detaillierte Informationen finden Sie unter diesem LINK: https://www.einzelhandel.de/veranstaltungenpreise/storesoftheyear

Anmeldeformular.pdf

Informationen zum Handelsimmobilienkongress vom 31. Januar bis 01. Februar 2018.pdf

 

 

 

Handel warnt vor Schnellschüssen bei Tourismusabgaben

Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion in einigen niedersächsischen Kommunen über Maßnahmen zur Förderung und Finanzierung des Tourismus warnt der Handelsverband Hannover vor der Einführung von Tourismusabgaben.

„Der Handel kämpft in vielen Innenstädten derzeit schon ums Überleben. Die Umsätze sinken, die Kunden bleiben aus, kaufen im Internet und auf der Grünen Wiese“, sagt Monika Dürrer, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes Hannover. „Eine Tourismusabgabe würde hier wie ein zusätzlicher Brandbeschleuniger wirken, der den Handlungsspielraum der Unternehmen noch weiter einschränkt und zudem Wettbewerbsnachteile gegenüber den Handelsunternehmen in benachbarten Kommunen ohne Tourismusabgabe schafft.“

Auch der enorme Verwaltungsaufwand, der mit der Einführung einer Tourismusabgabe verbunden ist, und die Schwierigkeit, Satzungen und Gebührenordnungen so zu erstellen, dass eine annährungsweise gerechte Verteilung der Gebührenlast auf die unterschiedlich betroffenen Wirtschaftszweige erfolgt, spricht aus Sicht des Handelsverbandes gegen die Tourismusabgabe. Städte wie Hannover und Lübeck haben aus diesem Grund auf die Einführung der Tourismusabgabe verzichtet. „Wie effizient ist eine kommunale Einnahmequelle, wenn hierfür zunächst neue Personalstellen geschaffen werden müssen?“ fragt Dürrer. „Kein Unternehmer würde so planen und handeln.“

Das allererste Gebot jeder Kommune, die zur Finanzierung ihrer bisherigen Leistungen nicht mehr fähig ist, sollte daher zunächst die konsequente Überprüfung der Aufgaben und der Kosten für die Leistungserbringung sein. Bevor nach neuen Einnahmen aus den hart erarbeiteten Gewinnen der Unternehmen vor Ort gegriffen wird, sollte der Rotstift angesetzt und gespart werden.