Die Einigung der EU-Mitgliedsstaaten auf ein Corona-Hilfspaket ist ein starkes Signal für die Handlungsfähigkeit der EU, so der Handelsverband Deutschland (HDE). „Europa hält in schwierigen Zeiten zusammen und ist den nächsten Integrationsschritt gegangen. Das ist ein gutes Zeichen an alle Skeptiker. Wir brauchen eine starke und einige Europäische Union, um im globalen Wettbewerb bestehen zu können. Die Folgen der Coronakrise werden wir nur gemeinsam bewältigen können“, so HDE-Präsident Josef Sanktjohanser. 

Jetzt liege es in der Verantwortung der deutschen Ratspräsidentschaft, das Hilfsprogramm so schnell wie möglich durch alle Instanzen zu bringen, damit die Unterstützung rasch dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Gerade viele kleinere und mittelständische Händler seien auf weitere Hilfen angewiesen.

Begrüßenswert ist auch der Kompromiss, der zur Rechtsstaatlichkeit gefunden wurde. „Das ist für ein reibungsloses Funktionieren des europäischen Binnenmarktes unerlässlich. Einzelstaatliche protektionistische Hürden gilt es mit aller Konsequenz abzubauen. Für den Handel ist der weitere Ausbau des Binnenmarktes unverzichtbar, auch und besonders im digitalen Bereich“, so der HDE-Präsident weiter. Mit ihrer Digitalstrategie habe sich die EU-Kommission ehrgeizige Ziele gesetzt, die jetzt umgesetzt werden müssten. Dabei geht es aus Sicht des Handels um den Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI), die europäische Datenstrategie sowie Forschung und Innovation.

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