Mit Blick auf das vom konservativen Spitzenkandidaten für die Europawahl, Manfred Weber, geforderten weltweiten Verbotes von Einweg-Kunststoff betont der Handelsverband Deutschland (HDE), dass mehr Recycling die sinnvollere Lösung für die Umweltprobleme in vielen Ländern ist.

„Es ist sinnvoll, den Blick über den Tellerrand der EU zu heben. Der Großteil des Plastikmülls in den Weltmeeren stammt aus Ländern in Asien und Afrika, wo es durch unrechtmäßige Entsorgung über die Flüsse in den Weltmeeren landet“, so der HDE-Geschäftsführer für Nachhaltigkeit, Kai Falk. Ein richtiger Ansatz sei es daher, wenn die EU diesen Ländern helfen würde, funktionierende Recyclingsysteme nach dem Vorbild Deutschlands aufzubauen.

Falk: „Plastikverbote sind nicht zielführend. Auch weil gerade im Lebensmittelbereich für viele Produkte noch keine ökologisch und hygienisch sinnvollen Alternativen aus anderen Materialien bestehen.“ Es müsse darum gehen, die Kreislaufwirtschaft weltweit weiterzuentwickeln. In Deutschland stellt das neue Verpackungsgesetz unter anderem mit höheren Recyclingzielen sicher, dass zukünftig noch mehr Wertstoffe hochwertig recycelt werden und zurück in die Wertschöpfungskette fließen können.

Alle Informationen zu den Forderungen des HDE zur Europawahl unter www.ep2019hde.eu.

via Handelsverband Deutschland (HDE) – Aktuelle Meldungen