Der Reformationstag, der 31. Oktober ist ab diesem Jahr neuer gesetzlicher Feiertag in Niedersachsen. Mit einer deutlichen Mehrheit verabschiedete gestern der Landtag in Hannover das entsprechende Gesetz. Abgelehnt wurden alle weiteren Alternativen. Damit hat Niedersachsen nun zehn gesetzliche Feiertage. Der Handelsverband Hannover sieht hierin eine weitere Hürde für den stationären Handel:

Der zusätzliche Feiertag ist gegen die wirtschaftliche Vernunft und macht es dem stationären Handel noch schwerer, sich gegen die Konkurrenz aus dem Internet zu behaupten. „Jeder freie Tag bedeutet weniger Umsatz für den stationären Handel“, sagt Hauptgeschäftsführerin Monika Dürrer. Wenn noch ein Tag weniger zur Verfügung stehe, um vor Ort für die Kunden da zu sein, werden sich die Frequenz- und Umsatzverluste in den Innenstädten noch weiter beschleunigen. „Ein zusätzlicher Feiertag dürfte für viele Konsumenten eher eine Einladung zum Onlineshopping als zur inneren Einkehr sein“, so Dürrer. Hinzu komme, dass die Freizeit erst einmal verdient werden müsse. Jede weitere Reduzierung der Arbeitszeit sei de facto eine indirekte Lohnerhöhung und ein Verlust an Wertschöpfung, so die Verbandschefin.