Der Einzelhandel gehört zu denjenigen Branchen, die von der neuen 3G-Verpflichtung am Arbeitsplatz in besonderem Maße betroffen ist, da nur wenige Mitarbeiter aus der Verwaltung im Homeoffice arbeiten können, die überwiegende Anzahl der Mitarbeiter aber in den Läden und Lägern vor Ort tätig sein müssen. Gleichzeitig hat der Einzelhandel auch in besonderem Maße unter Zugangsbeschränkungen des stationären Einzelhandels bis hin zum Lockdown weiter Teile der Branche gelitten und ist die einzige Branche, die durch eine eigene Kampagne zum Impfen aufgerufen hat.

Eine erste Zwischenbilanz der Mitgliedsunternehmen des HVH zum Start von 3G am Arbeitsplatz fällt überwiegend positiv aus. Auffällig ist, dass gerade in den inhabergeführten mittelständischen Einzelhandelsunternehmen die Impfquote der Mitarbeiter deutlich über dem Bundesdurchschnitt liegt.

Doch auch die Mitarbeiter, die nicht geimpft sind, verhalten sich nahezu durchgängig kooperativ und kommen ihren Nachweispflichten nach. Einige Betriebe berichten auch, dass „Impfbummler“ sich nun impfen lassen wollen.

Auch wenn es für den Einzelhandel im Weihnachtsgeschäft ein hoher organisatorischer Aufwand ist, die Anforderungen von 3G am Arbeitsplatz mit nur sehr kurzer Vorlaufzeit umzusetzen, sieht die weit überwiegende Anzahl der Einzelhandelsunternehmen die Notwendigkeit der Maßnahmen.

Hauptgeschäftsführerin Karin Schindler-Abbes zeigt sich daher zufrieden: „Der Einzelhandel ist es gewohnt, kurzfristig zu reagieren und hat daher den hohen Organisationsaufwand überwiegend sehr gut bewältigt. Auch die Mitarbeiter des Handels zeichnen sich durch Freundlichkeit und Umgänglichkeit aus, so dass auch insoweit das Miteinander am Arbeitsplatz gut funktioniert.“