Händler mit Online-Geschäft kennen die Herausforderung, Retouren so gering wie möglich zu halten. Diese können ein massiver Kostentreiber sein und damit erheblich auf die Rendite drücken. Die hohen Kosten für Porto- und Versand tragen Händler in der Regel selbst. Hinzu kommt oftmals noch, dass viele Artikel – je nach Branche – nach der Rücksendung aufgrund qualitativer Beeinträchtigungen nicht mehr verkäuflich sind. Dies sind zentrale Erkenntnisse aus der aktuellen EHl-Studie „Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2018″, für die namhafte Onlinehändler – überwiegend aus Deutschland – befragt wurden.

Für eigene Vergleiche: Nachstehend Details.

  1. Von den Händlern übernehmen 72 Prozent die Porto- und Versandkosten für ihre Kunden;
  2. Die durchschnittlichen Kosten für die Retourenbearbeitung belaufen sich auf zehn Euro. Aufwendig ist in erster Linie die Prüfung, Sichtung und Qualitätskontrolle der Artikel. An zweiter Stelle rangiert die Identifikation der Ware, d. h. der Check, ob der Artikel mit der Retourenanmeldung übereinstimmt;
  3. Die Retourenquote beträgt nach Anteil der Händler (in Klammern):
    a) null oder fasst null (12 Pro­zent)
    b) bis zehn Prozent (57 Prozent)
    c) über zehn Prozent (42 Prozent)
    d) über 40 Prozent (19 Prozent)
    e) über 50 Prozent (6 Prozent)
    Hinweis: Händler mit Quoten von über 50 bzw. von über 60 Prozent kommen überwiegend aus den Bereich Fashion und Accessoires. Die niedrigsten Quoten gibt es im Lebensmittelhandel;
  4. Der Anteil der Händler, die 80 oder mehr Prozent der retournierten Artikel in den Wiederverkauf ge­ben liegt bei 51 Prozent. Neun Prozent können keine bzw. nur vereinzelte Artikel wiederverkaufen;
  5. Die Bedeutung schneller Lieferzeiten nimmt weiterhin erheblich zu. 61 Prozent der Händler können ihre Kunden innerhalb von 24 Stunden oder schneller beliefern. 7 Prozent bieten eine taggleiche Liefe­rung an, 4 Prozent sogar innerhalb von ein bis zwei Stunden; für die nahe Zukunft planen dies bereits jeweils 40 Prozent bzw. 9 Prozent der Befragten.

 

Quelle: BBE-Cheftelegramm Nr. 1245
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