Branche fordert dringende Unterstützung von Politik

16.07.2020

Die Corona-Krise hat den Einzelhandel hart getroffen und den Strukturwandel der Branche beschleunigt. Der Handelsverband Deutschland (HDE) erwartet für dieses Jahr ein Umsatzminus von
40 Mrd. Euro im Nicht-Lebensmittelhandel. Das entspräche einem Umsatzrückgang von 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr und wäre damit der stärkste Wirtschaftsrückgang in der Geschichte des Einzelhandels seit dem zweiten Weltkrieg.

Dieses düstere Szenario zeichnet der HDE unter der Voraussetzung, dass es keine zweite Infektionswelle gibt, die Rettungspakete bei den Unternehmen Wirkung zeigen, der Arbeitsmarkt stabil und die Sparquote hoch bleiben. Die fünf Wochen Lockdown zum Schutz vor der Epidemie haben dem Non-Food-Handel mit Umsatzrückgängen von rund 22 Prozent gegenüber dem Vorjahr extrem zugesetzt und zugleich das Einkaufsverhalten der Verbraucher stark verändert.

Der aktuelle HDE-Konsummonitor Corona zeigt, dass die Ausgaben im stationären Handel in den Monaten März bis Mai um 10 Prozent sanken während sie im Online-Handel um 20 Prozent angestiegen sind. Wie sich diese Tendenzen langfristig weiterentwickeln bleibt offen. Die Coronakrise wird den Handel noch über Jahre hinweg beschäftigen. Mehr denn je braucht und fordert die Branche jetzt:

  • Erleichterten Zugang zu staatlichen Überbrückungshilfen für Handelsunternehmen
  • Konsumimpulse für die Binnennachfrage
  • Innenstadtfonds zur Unterstützung der Städte und Gemeinden
  • Digitalisierungszuschüsse vor allem für kleine und mittlere Unternehmen
  • Belastungsmoratorium zur Unterstützung der Wirtschaft
  • Investitionsoffensive zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts

Den gesamten HDE-Konsummonitor Corona finden Sie hier (pdf):