Handelsverband Hannover sieht Rabattspirale kritisch

Die Kunden können sich freuen: Bis zum Abschluss der Wintersaison Ende Januar wird der Handel die Preise für Winterware weiter senken. Grund für die Schnäppchenpreise sind die noch gut gefüllten Lager, die für die Frühjahrsmode leer geräumt werden müssen.

„Der stationäre Handel lockt damit zahlreiche Besucher in die Innenstädte und generiert so wichtige Umsatzspitzen“, berichtet Monika Dürrer, Hauptgeschäftsführerin des Handelsverbandes Hannover. Doch sie sieht auch mit Sorge auf die immer höheren Preisnachlässe, die seit der Abschaffung der zeitlich begrenzten Schlussverkäufe vor allem den stationären Handel dominieren: „Untersuchungen zeigen, dass von manchen Marken mittlerweile mehr Teile reduziert als zum regulären Preis verkauft werden. Die Konkurrenz des Onlinehandels und Warenüberschüsse zwingen die stationären Händler dazu, die Kunden mit attraktiven Rabatten zu locken.“ Das wirkt sich deutlich auf die Gewinne aus, Waren und Marken werden dadurch entwertet.

„Ein rigoroses Umdenken ist unerlässlich“, fordert Monika Dürrer, „der stationäre Handel kann sich nicht über den Preis durchsetzen. Er muss sich auf seine Stärken konzentrieren, auf die persönliche Beratung, das Ambiente und sich individuell auf seine Kunden einstellen.“