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Gesetzliche Vorgabe der vorherigen Kontaktaufnahme zur Bundesagentur für Arbeit bei Ausschreibung neuer Arbeitsstelle

Bei Ausschreibungen von Arbeitsstellen wird gerne § 164 Abs. 1 S. 2 SGB IX übersehen. Diese gesetzliche Vorschrift verpflichtet Arbeitgeber dazu, bei jeder auszuschreibenden Stelle, frühzeitig mit der Agentur für Arbeit in Kontakt zu treten, um zu prüfen, ob der freie Arbeitsplatz auch mit einem schwerbehinderten Menschen besetzt werden kann, der derzeit arbeitssuchend ist. Die Bundesagentur für Arbeit schlägt dem Arbeitgeber dann geeignete schwerbehinderte Menschen vor, sofern solche bei ihr aktenkundig sind.

Sollte der Arbeitgeber über einen Betriebsrat und eine Schwerbehindertenvertretung verfügen, sind die beiden Gremien über die Vermittlungsvorschläge und vorliegenden Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen zu unterrichten. Eine nicht erfolgte Information der zuständigen Gremien kann bei der Einstellung zu einem Zustimmungsverweigerungsrecht des Betriebsrates nach § 99 Abs. 2 Nr. 1 BetrVG führen, insbesondere wenn sich auch jemand mit Schwerbehinderung auf die Stelle beworben und diese nicht bekommen hat.

Aber auch Unternehmen ohne Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung haben Nachteile, wenn sie nicht mit der Agentur für Arbeit Verbindung aufnehmen, bevor sie die ausgeschriebene Stelle besetzen. Denn sollte einer der Bewerber auf die Stelle eine Schwerbehinderung aufweisen und jemand anders schließlich die Stelle erhalten, gilt die Nichteinbeziehung der Agentur für Arbeit bereits als Indiz für eine arbeitgeberseitige Diskriminierung und eine daraus resultierende Schadenersatzpflicht nach dem AGG. Das hat das BAG auch in einem jüngsten Urteil vom 27.03.2025 (- 8 AZR 123/24 -) noch einmal ausdrücklich klargestellt. Nach Auffassung des BAG haben alle Arbeitgeber diese Vorschrift zu beachten. Das Ignorieren der Kontaktaufnahmepflicht sei ein Indiz für eine Diskriminierung bzw. Benachteiligung eines Bewerbers wegen einer Schwerbehinderung, wenn dieser die Stelle nicht bekomme. Es obläge dann dem Arbeitgeber zu widerlegen und zu beweisen, dass es zu keiner Diskriminierung kam. Letzteres ist im Regelfall kaum möglich. Im oben benannten BAG-Fall gelang dies ausnahmsweise zwar dem Arbeitgeber. Dies aber nur, weil er anhand von Unterlagen nachweisen konnte, dass zum Zeitpunkt des Eingangs der Bewerbung des auf Diskriminierung klagenden schwerbehinderten Arbeitnehmers die Einstellungsentscheidung für einen anderen Beschäftigten bereits abgeschlossen war.

Insofern ist für Arbeitgeber als Lehre aus dem Verfahren mitzunehmen, dass sie vorsorglich immer die Agentur für Arbeit vor der Besetzung einer freien Arbeitsstelle gem. § 164 Absatz 1 S. 2 SGB IX informieren sollten und dass Arbeitgeber eine Einstellungsentscheidung optimalerweise vor Zeugen treffen oder durch Zeugen dokumentieren lassen, ebenso den Zeitpunkt dieser Entscheidung.

Ausbildungsstart: Einzelhandel freut sich über neue Auszubildende in einer der ausbildungsstärksten Branchen des Landes

Zum 1. August 2025 ist das neue Ausbildungsjahr gestartet. Der Handelsverband Deutschland (HDE) heißt die neuen Auszubildenden im Einzelhandel zum Ausbildungsbeginn willkommen. Mit Blick auf die langfristige Fachkräftesicherung und künftige Ausbildungsjahrgänge mahnt der HDE gleichzeitig zu einem Umdenken in der Bildungspolitik.

„Wir freuen uns über alle jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung im Einzelhandel entscheiden. Herzlich willkommen in einer der ausbildungsstärksten Branchen in Deutschland“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der Einzelhandel habe mit rund 60 Berufen ein außergewöhnlich breites Feld an Tätigkeiten und Berufsbildern zu bieten. „Im Einzelhandel legt eine Ausbildung den Grundstein für spannende Karrierewege und persönliche Entwicklung. Jungen Menschen stehen nach einem erfolgreichen Berufsstart viele Türen offen“, so Genth weiter.

Nach wie vor ist die duale Ausbildung im Einzelhandel ein Erfolgsmodell. Allerdings steht dieses Modell laut HDE unter Druck und mit ihm die Branche. „Seit Jahren wird es immer schwerer, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden“, so Genth. Neben fachlichen Defiziten berichteten viele Handelsunternehmen auch von einem Mangel an sozialen Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft und vor allem Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke sowie von Schwierigkeiten im Arbeits- und Sozialverhalten. „Soziale Kompetenzen bilden gerade im Einzelhandel die Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung. Wer diese grundlegenden Fähigkeiten nicht mitbringt, hat es im Berufsleben schwer und zwar schon beim Ausbildungsstart“, so Genth weiter. Handlungsbedarf sieht der HDE daher in der Bildungspolitik, die die berufliche Realität ernst nehmen und junge Menschen gezielt auf den Einstig in das Arbeitsleben vorbereiten müsse. „Schulen müssen wieder in die Lage versetzt werden, allen Jugendlichen die grundlegenden Kompetenzen für einen erfolgreichen Ausbildungsstart zu vermitteln. Dafür braucht es eine engere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, um etwa gemeinsame Standards zu entwickeln und strukturelle Verbesserungen im Bildungssystem voranzubringen“, betont Genth.

Gefragt sei auch eine verlässliche und gleichberechtigte Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen. Das gelte besonders für Gymnasien, an denen der akademische Berufsweg noch immer stärker betont wird als die Karriereoptionen, die sich mit einer Berufsausbildung bieten. „Wer die Fachkräftesicherung ernst meint, muss die Berufsorientierung mitdenken“, betont Genth. Der HDE nehme dieses Thema ernst und erreiche mit seiner Ausbildungskampagne auf www.karriere-handel.de sowohl junge Menschen als auch Eltern und Lehrkräfte dort, wo sie sich informieren. „Unser Ziel ist es, ihnen authentische Einblicke in die vielfältige Praxis des Einzelhandels zu ermöglichen. Über die Webseite der Kampagne und über Social Media sprechen wir alle Zielgruppen an und bieten passgenaue Inhalte und Formate, um jeder und jedem Einzelnen den Handel näherzubringen“, so Genth.

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Decathlon tritt Handelsverband Deutschland zum 01.01.2026 bei

Zum 1. Januar 2026 wird das Sporthandelsunternehmen Decathlon Mitglied im Handelsverband Deutschland (HDE). Die Unterzeichnung fand in der vergangenen Woche in Berlin statt.

„Decathlon im politischen Diskurs an unserer Seite zu wissen, ist ein Gewinn für die gesamte Handelsbranche. Wir sind froh, dass wir damit eines der größten Non-Food-Unternehmen und Sporthandelsunternehmen als einen weiteren wichtigen Vertreter für die Branchenvertretung im HDE gewinnen konnten. Nachdem wir bereits im Juni Rossmann als Neumitglied im HDE begrüßen durften, setzt sich damit eine positive Entwicklung für den HDE fort. Gemeinsam und mit der starken Stimme des gesamten Handels lässt sich viel bewegen, in Deutschland und darüber hinaus. Wir freuen uns darauf, diesen Weg mit Decathlon zu gehen und zusammen gegenüber Politik und Öffentlichkeit für die passenden Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Einzelhandel in Deutschland und Europa einzutreten“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

„Wir freuen uns sehr, dem HDE beizutreten und unsere Kräfte zu bündeln. Der HDE ist ein Vorreiter in der Vertretung der Interessen des Handels, sowohl national als auch international auf EU-Ebene. Unsere Vorstellungen stimmen in vielen Bereichen überein, was eine sehr produktive Zusammenarbeit erwarten lässt“, sagt Arnaud Sauret, Geschäftsführer von Decathlon Deutschland.

Der HDE ist die Spitzenorganisation des deutschen Einzelhandels. Insgesamt erwirtschaften in Deutschland rund 280.000 Einzelhandelsunternehmen mit drei Millionen Beschäftigten an 400.000 Standorten einen Umsatz von mehr als 660 Milliarden Euro jährlich.

Quelle: HDE

Förderphase des Mittelstand-Digital Zentrums Handel verlängert

Zum 1. August 2025 verlängert sich die Förderphase des Mittelstand-Digital Zentrums Handel mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) als Konsortialführer. Mit dem Förderprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt der HDE damit weiterhin kleine und mittlere Handelsunternehmen bei der Digitalisierung – mit besonderem Fokus auf KI-Readiness.

Mit der Verlängerung der Förderphase setzt das Mittelstand-Digital Zentrum Handel seine Arbeit vom 1. August 2025 bis zum 31. Dezember 2026 fort und unterstützt kleine und mittlere Handelsunternehmen bei ihren Digitalisierungsvorhaben. Als Teil des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bietet das Zentrum Handel dabei praxisnahe, kostenfreie Angebote.

Künstliche Intelligenz im Fokus: Praxisnahe Unterstützung für den Handel

Mit der Verlängerung der Förderphase rückt insbesondere Künstliche Intelligenz (KI) stärker in den Mittelpunkt: KI hat sich vom Trendthema zur Schlüsseltechnologie entwickelt, die neue Wachstums- und Wettbewerbspotenziale für Unternehmen eröffnet.

„Der Handel hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt – die Relevanz von Künstlicher Intelligenz nimmt dabei immer weiter zu“, erklärt Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HDE. „Wir freuen uns sehr über die Verlängerung der Förderung, denn mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Handel haben wir die Möglichkeit zu zeigen, wie KI im Alltag unserer mittelständischen Händlerinnen und Händler verständlich und praxisnah eingesetzt werden kann.“

Auch Frank Rehme, Geschäftsführer des Zentrums Handel, betont die zentrale Rolle des Projekts: „Ziel ist es, Unternehmen neben übergreifender Unterstützung bei der Digitalisierung vor allem auf dem Weg zur KI-Readiness zu begleiten. In den kommenden eineinhalb Jahren liegt unser Fokus darauf, gemeinsam eine Basis für den sinnvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz zu schaffen, damit KI-Tools implementiert werden können.“

Deutschlandweite Hilfestellungen mit Blick auf den Praxiseinsatz

Als Konsortialführer betreibt der Handelsverband Deutschland gemeinsam mit den Partnern ibi research an der Universität Regensburg, IFH Köln, EHI Retail Institute und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) einen intensiven Wissenstransfer rund um den Themenbereich KI im Handel.

Zu den praxisorientierten Ansätzen gehören auch weiterführend verschiedene Händlerprojekte, die auf die aktuelle Situation der Unternehmen sowie deren Herausforderungen eingehen und mögliche Lösungen der KI-Implementierung aufzeigen. Darüber hinaus bietet das DigitalMobil Handel die Möglichkeit, digitale (KI-)Anwendungen deutschlandweit live zu erleben. Eigene KI-Trainer unterstützen bei konkreten Fragen zum Einsatz der Technologie im eigenen Betrieb. Mit Standorten in Berlin, Köln, Regensburg und Saarbrücken sowie zahlreichen kostenfreien (Online-)Veranstaltungen, Sprechstunden und Publikationen steht das Zentrum Handel so als vielseitige Unterstützung zur Verfügung.

Das Mittelstand-Digital Zentrum Handel gehört zu Mittelstand-Digital. Mit dem Mittelstand-Digital Netzwerk unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de und www.digitalzentrumhandel.de.

Quelle: HDE

HDE-Konsumbarometer im August: Aufwärtsbewegung der Verbraucherstimmung gerät ins Stocken

Nachdem sich die Verbraucherstimmung in Deutschland zuletzt weiter aufgehellt hatte, legt der Aufwärtstrend im August eine Pause ein. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Demnach bewegt sich der Index nahezu auf dem Niveau des Vormonats. Ob die Stagnation der Verbraucherstimmung der Beginn eines negativen Trends ist, bleibt abzuwarten und ist von den wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung sowie von der Entwicklung der geopolitischen Rahmenbedingungen in den kommenden Monaten abhängig.

Die Konsumlaune der Verbraucherinnen und Verbraucher ist weiterhin von Zurückhaltung geprägt. Sie planen, sich in den nächsten Wochen verstärkt auf das Sparen zu konzentrieren, ihre Sparneigung steigt. Zwar geht auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher nach oben, jedoch nur geringfügig. Sie liegt damit noch immer unter dem Vorjahresniveau. Vorsicht bestimmt weiterhin das Handeln der Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist daher in nächster Zeit nicht zu erwarten.

Auch mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung in den kommenden Wochen sind die Verbraucher zurückhaltend. Ähnlich wie bei den Unternehmen fallen ihre Einschätzungen nur etwas positiver aus als im Vormonat. Eine erneute Rezession fürchten die Verbraucherinnen und Verbraucher somit nicht, doch ein signifikantes Wachstum halten sie offenbar auch für unwahrscheinlich. Deutlich optimistischer zeigen sich die Verbraucher hingegen, wenn es um die Entwicklung ihrer eigenen Einkommenssituation geht. Hier legen ihre Erwartungen zu, was an der grundsätzlich niedrigeren Inflation und den zuletzt gesunkenen Energiepreisen liegen könnte.

In den vergangenen Monaten hatte sich die Verbraucherstimmung stetig verbessert. Da ein gesamtwirtschaftlicher Aufschwung jedoch nicht in Sicht ist, gerät der Aufwärtstrend nun ins Stocken. Die Verbraucherinnen und Verbraucher agieren weiterhin mit Vorsicht und warten auf Impulse. An eine kurzfristige wirtschaftliche Erholung glauben sie nicht. Aufgrund der vorherrschenden Unsicherheit wird es in den kommenden Monaten voraussichtlich keinen Schub beim privaten Konsum geben.

Das jeweils am ersten Montag eines Monats erscheinende HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Konsumbarometer, das vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des HDE erstellt wird, hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

Weitere Informationen unter: https://einzelhandel.de/konsumbarometer

Einzelhandel sieht in Pakt für den Rechtsstaat wichtigen ersten Schritt für wirksame Rechtsdurchsetzung auch bei Ladendiebstählen

Der Handelsverband Deutschland (HDE) bewertet die Ankündigung der Bundesregierung, die Funktionsfähigkeit der Justiz mit einem neu aufgesetzten „Pakt für den Rechtsstaat“ ab 2026 sicherzustellen, positiv.

„Eine bessere Ausstattung der Justiz und Strafverfolgungsbehörden ist dringend geboten, um eine effiziente Strafverfolgung zu gewährleisten“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der Einzelhandel habe daher schon im Vorfeld der Bundestagswahl die personelle und technische Ertüchtigung der Strafverfolgungsbehörden und Gerichte gefordert. „Im Hinblick auf die Erfahrungen der Einzelhändler mit zunehmenden Ladendiebstählen ist diese Maßnahme überfällig“, betont Genth.

„Bei den Händlerinnen und Händlern hat sich schon seit längerem aufgrund der praktischen Erfahrungen der Eindruck verfestigt, dass dem Staat teilweise die Möglichkeiten zur Rechtsdurchsetzung fehlen und er die zunehmenden Übergriffe auf das Eigentum der Unternehmer ignoriert oder sogar bagatellisiert“, so Genth. Ermittlungstätigkeiten finden nach Erfahrung der Handelsunternehmen und unabhängig von abweichenden Versicherungen der zuständigen Landesbehörden in der Realität nur sehr selten statt. „Das ist ein unhaltbarer Zustand, der Staat muss hier dringend gegensteuern“, fordert Genth. Die Bundesjustizministerin habe richtig erkannt, dass ein starker Rechtsstaat eine leistungsstarke, verlässliche und effiziente Justiz benötige. Dieser Feststellung müssten nun auch konsequent Taten folgen.

Der jährliche Schaden durch Ladendiebstähle lag nach Einschätzung von Handelsexperten im Jahr 2024 bei rund drei Milliarden Euro mit steigender Tendenz. Daraus resultiert eine erhebliche Belastung der Volkswirtschaft, denn die Schäden durch den Ladendiebstahl wirken sich für die Verbraucherinnen und Verbraucher tendenziell preissteigernd aus. Dem Fiskus entgehen durch diese Straftaten Mehrwertsteuereinnahmen in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro.

„Der Pakt für den Rechtsstaat kann nur ein erster Schritt sein, um diese negative Entwicklung zu stoppen“, so Genth. Um eine konsequente Strafverfolgung insbesondere bei banden- und gewerbsmäßigen Ladendiebstählen zu gewährleisten, müsse auch das Straf- und Strafprozessrecht nachgeschärft werden. „Der HDE hat hierzu konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt“, so Genth. Außerdem müssten die in den Justizvollzugseinrichtungen bereitgestellten Haftplätze den tatsächlichen Bedürfnissen angepasst werden.

Quelle: HDE

Einzelhandel rechnet zum Schulstart mit Umsatz von rund 725 Millionen Euro

In den nächsten Wochen beginnt mit dem Ende der Sommerferien für viele Schülerinnen und Schüler das erste Schuljahr. Anlässlich der Einschulung geben Verbraucherinnen und Verbraucher in diesem Jahr rund 725 Millionen Euro aus. Das geht aus einer im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) vom IFH Köln durchgeführten, bevölkerungsrepräsentativen Umfrage unter gut 500 Personen hervor.

„Die Vorbereitung auf das erste Schuljahr beginnt häufig im Einzelhandel. Die Familie sowie Freunde und Bekannte der Schulkinder kaufen etwa benötigte Schreibwaren, Kleinigkeiten für die Schultüte und passende Geschenke für die Einschulung“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Laut Umfrage planen zehn Prozent der Befragten, anlässlich der Einschulung einzukaufen. Im Vorjahr waren es mit rund zwölf Prozent noch etwas mehr. Allerdings planen die Befragten in diesem Jahr häufiger, zur Einschulung nicht nur in einer Warengruppe zuzugreifen, sondern Ausgaben in mehreren Warengruppen zu tätigen. Fast 80 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher geben an, zu diesem Anlass Süßigkeiten kaufen zu wollen. Den Kauf von Schulausstattung planen mehr als 70 Prozent, bei ähnlich vielen Befragten stehen Spielwaren auf dem Einkaufszettel. Gefüllt werden die Schultüten aber auch mit Büchern und Schreibwaren, zu denen mehr als die Hälfte der Befragten greifen will.

Mehr als 36 Prozent der Verbraucherinnen und Verbraucher geben an, zur Einschulung weniger ausgeben zu wollen als im Vorjahr. Rund ein Drittel behält die Höhe der Ausgaben zum Schulstart hingegen bei und fast 30 Prozent wollen zu diesem Anlass mehr ausgeben als noch im Vorjahr.

Im vergangenen Jahr lag der Einzelhandelsumsatz zur Einschulung bei 702 Millionen Euro. Der Anstieg auf die erwarteten 725 Millionen Euro im Jahr 2025 entspricht einem Zuwachs um 3,3 Prozent.

Mehr unter: https://einzelhandel.de/einschulung

Tom Bartels am 29. August in Osnabrück „Wie Big Data und KI den Sport verändern“

Anlässlich der Delegiertenversammlung unseres Landesverbandes findet ein Vortag „Wie Big Data und KI den Sport verändern“ von Tom Bartels, ARD-Sportmoderator, statt am  

Freitag, 29. August 2025, um 12:00 Uhr

im NOZ-Medienzentrum, Breiter Gang 10 – 16, 49074 Osnabrück (Zugang erfolgt über den Haupteingang am Erich-Maria-Remarque-Ring).

KI ist inzwischen auch im Sport angekommen. KI verarbeitet dort riesige Mengen an Spieler- und Spieldaten und bietet nicht nur den Teams beispiellose Einblicke, sondern hat auch die Berichterstattung verändert. Tom Bartels berichtet aus erster Hand, welche Möglichkeiten sich für seine Tätigkeiten und auch für Unternehmer durch KI bieten.  

Anschließend haben Sie Gelegenheit, bei einem Mittagsimbiss mit unseren Gästen aus ganz Niedersachsen zu Netzwerken. Hinweisen möchten wir noch auf den „Tag der Niedersachsen“, der ab 16:00 Uhr in Osnabrück beginnt, ein Fest der Vielfalt, Kultur und des Ehrenamts.

Wir freuen uns, Sie bei uns begrüßen zu dürfen.

Bitte melden Sie sich unter info@handelsverband-nb.de an.

BTE-Kongress „Fashion-Emotion 4.0 – lokal und digital“ am 4. November 2025 Frühbucherrabatt bis 31. August

Am 4. November 2025 findet zum 9. Mal der beliebte BTE-Kongress „Fashion-Emotion 4.0: Zukunftsorientierte Erfolgskonzepte des Modehandels – lokal und digital“ im Kölner Mediapark statt. Dabei dreht sich alles um die Frage, wie sich Mode- und Schuheinzelhandelsunternehmen unter den aktuellen Rahmenbedingungen und im aktuellen Wettbewerbsumfeld erfolgreich behaupten können.

Die Praxis- und Expertenvorträge behandeln u. a. Digitalisierung und KI-Einsatz im Fashionhandel, innovative Nachfolgeregelungen sowie die Zukunft des beratungsorientierten Modefachhandels. Nach einer Keynote von BTE-KompetenzPartner hachmeister + partner referieren unter der Moderation der neuen TW-Chefredakteurin Bettina Billerbeck u. a.

  • Klaus Michelberger (Michelberger, Bad Wurzach), Stefan Richter (Pier 14, Ückeritz) und Markus Wahl (Bekleidungshaus Wahl, Ertingen) über den mittelständischen Fachhandel zwischen Emotion, Effizienz und Digitalisierung
  • Prof. Dr. Oliver Janz (Duale Hochschule Baden-Württemberg, Heilbronn) über den KI-Einsatz in der Fashionbranche – aktueller Stand und Perspektiven
  • Helmut Hagner (Frey Handelsgruppe, Cham) über die Bedeutung des Personals für die Zukunftsfähigkeit des beratungsorientierten Fachhandels
  • Josefine Jost (Jost Bags, Hachenburg) und Michael Meurers (City-Kaufhaus, Gaggenau) über innovative Nachfolge-Lösungen im mittelständischen Fachhandel
  • Karl-Heinz Land (Neuland AI, Köln) über den Aufbruch in eine neue Zeit – warum KI alles verändert.

Dem BTE liegt es besonders am Herzen, gerade den mittelständischen, oft inhabergeführten Modehandel mit dieser Plattform zu erreichen, weswegen die Eintrittspreise für den Handel möglichst günstig gehalten sind: EHV-Mitglieder zahlen aufgrund eines 100-EUR-EHV-Nachlasses nur 349 EUR Eintritt, zum Frühbucherpreis bis zum 31. August sogar nur 279 EUR zzgl. MwSt.

Diese Veranstaltung ist groß genug, um eine Vielzahl verschiedenster Anregungen mit nach Hause zu nehmen, und intim genug, um auch Raum für eigene Fragen zu lassen. Größtmöglichen Gewinn ziehen die Besucher:innen auch immer aus dem Networking in den Pausen, wo bei leckerer Verpflegung reger kommunikativer Austausch betrieben wird. Der BTE-Kongress wird von einer Fachausstellung begleitet, auf der interessante und innovative Dienstleistungen für die Modebranche präsentiert werden.

Handelskongress Deutschland 2025: Handel und Politik im Dialog. Weichenstellungen für die Zukunft

Am 12. und 13. November 2025 bringt der Handelskongress Deutschland in Berlin erneut Spitzenpolitik und führende Vertreterinnen und Vertreter des Einzelhandels an einen Tisch. Mit Keynotes von Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundesminister Dr. Karsten Wildberger und Dr. Franziska Brantner, MdB, bietet das Programm hochkarätige Impulse zu aktuellen Herausforderungen und Chancen der Branche. Der Kongress ist die zentrale Plattform, um wichtige Weichen für die Zukunft zu stellen und den Austausch zwischen Wirtschaft und Politik aktiv mitzugestalten. Sichern Sie sich jetzt Ihre Teilnahme am bedeutendsten Branchentreffen des Jahres.


Quelle: HDE