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Einigung der Regierungskoalition: HDE mahnt weiter großen Reformbedarf an

Der Handelsverband Deutschland (HDE) mahnt weiter großen Reformbedarf an. Die heute vorgestellten Pläne der Regierungskoalition sind zum Teil als gute erste Schritte in Richtung Entlastung zu sehen, gleichzeitig darf es nicht bei diesen minimalinvasiven Sofortmaßnahmen bleiben. Insbesondere fordert der HDE die Bundesregierung zu mutigen strukturellen Reformen wie der notwendigen Deckelung der Lohnnebenkosten und dem Abbau von Bürokratie auf.

„Das Signal stimmt. Sowohl die Logistik im Einzelhandel als auch die Privatverbraucher brauchen Entlastung bei den Treibstoffkosten. Es wird sich allerdings noch zeigen müssen, ob die Maßnahmen der Realität standhalten und dann für spürbare Preissignale sorgen können. Positiv ist auch, dass klar vereinbart wurde, dass das System der Gesundheitskosten an die tatsächlichen Einnahmen in diesem Bereich angepasst werden muss. Hier müssen rasch Taten folgen. Es braucht die grundsätzliche Deckelung der Lohnnebenkosten bei 40 Prozent. Die Kosten für den Faktor Arbeit laufen aus dem Ruder“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Als hoffnungsvolles Zeichen sieht der HDE auch die konkrete Ankündigung einer Einkommensteuerreform. „Mittlere und untere Einkommen zu entlasten ist lange angekündigt. Wenn das nun kommt, ist das auch für den Konsum eine gute Nachricht. Bei der Gegenfinanzierung ist allerdings entscheidend, dass man die positiven Effekte nicht gleich wieder konterkariert. Wer beispielsweise im Gegenzug die Mehrwertsteuer erhöht, führt die Einkommensteuerreform ad absurdum und zerstört direkt wieder alle Aufbruchssignale für den Konsum“, so Genth weiter. Hier müsse im Vorfeld sorgfältig abgewogen werden, welche Maßnahmen welche Wirkungen auslösen. Auch bei den steuer- und abgabenfreien 1.000 Euro, die Unternehmen ihren Beschäftigten zugute kommen lassen sollen, sieht der HDE Risiken. Denn gerade in diesen für große Teile des Einzelhandels schwierigen Zeiten könnten sich viele Unternehmen eine solche Sonderzahlung schlicht nicht leisten. Hinzu kommen die überzogenen aktuellen Forderungen der Gewerkschaft in der bevorstehenden Tarifrunde im Einzelhandel.

„Insgesamt sollen die Beschlüsse der Koalitionspartner wohl ein schnellwirkendes Pflaster gegen die steigenden Kraftstoffpreise sein. Gleichzeitig darf das aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der grundsätzliche Reformbedarf in Deutschland nach wie vor akut und riesengroß ist. Es ist schon enttäuschend, dass im Zuge der jetzt verkündeten Maßnahmen beispielsweise nicht die Stromsteuer für alle Unternehmen und Privatverbraucher gesenkt wurde. Das wäre ein wirkmächtiges Signal an die Wirtschaft und die Menschen“, so Genth.

Quelle: HDE

Verkaufsverbot für Lachgas und weitere Stoffe

Aufgrund einer Änderung des Neue-psychoaktive-Stoffe-Gesetz (NpSG) im November letzten Jahres tritt ab dem 12.04.2026 bundesweit ein Handels-, Herstellungs- und Abgabeverbot bezüglich der Chemikalien Gamma-Butyrolacton (GBL) und 1,4-Butandiol (BDO), welche als Basis für sogenannte K.O.-Tropfen dienen, in Kraft. Für Distickstoffmonoxid, umgangssprachlich auch als Lachgas bezeichnet, greift das Verkaufsverbot ebenfalls, jedoch mit etwas mehr Ausnahmen.

Eingeschränkter stationärer Handel und vollständiges Verbot von Online- sowie Automatenverkauf

Praktisch wird ab dem Stichtag jegliche Abgabe von GBL, BDO und Lachgas online sowie über Verkaufsautomaten verboten. Bei GBL und BDO gilt das generelle Verkaufsverbot auch für den stationären Handel. Der stationäre Handel mit Lachgas wird an Minderjährige verboten. An Volljährige ist ein Verkauf bzw. eine Abgabe und der Besitz von Lachgas sowie Lachgas enthaltenen Produkten ab dem Stichtag nur noch im stationären Handel möglich, solange ein vorgegebener Grenzwert von 8,4 Gramm Füllmenge pro Kartusche oder maximal 10 Stück mit weniger als 8,4 Gramm Füllmenge pro Verkaufsvorgang nicht überschritten werden.

Strafbarkeit von Verstößen

Verstöße gegen die Verbote im Hinblick auf diese drei sogenannten neuen psychoaktiven Stoffe sind nach § 4 NpSG strafbar und mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe zu ahnden.

Verbotsausnahme für Industrie und Wissenschaft

Erlaubt bleibt die industrielle, gewerbliche oder wissenschaftliche Nutzung der drei Stoffe und damit naturgemäß auch der Verkauf zu solchen Zwecken, solange ein Missbrauch ausgeschlossen werden kann. Wer zukünftig mit derartigen Stoffen agiert, sollte aber genau prüfen, welche Sicherheitsrisiken bestehen und dokumentieren bzw. belegen können, dass die Stoffe ausschließlich für technische oder wissenschaftliche Zwecke genutzt werden.

Verbotsausnahme bei untrennbarer Vermischung

Eine wichtige Ausnahme sieht das Gesetz für Fälle vor, in denen der neue psychoaktive Stoff nur mit unverhältnismäßigem Aufwand extrahiert werden kann. Dies betrifft vor allem Produkte, in denen der Stoff nicht separat enthalten, sondern zu anderen Stoffen zugemischt ist. Ist eine Heraustrennung aus dem Produkt unmöglich oder unverhältnismäßig aufwendig, ist mangels Missbrauchsgefahr ein Verkauf des Produkts ausnahmsweise doch zulässig.

Berührung zum Einzelhandel

Die drei neuen psychoaktiven Stoffe dürfte kaum ein Einzelhändler in Reinform im Sortiment haben. Aber im Einzelhandel teilweise angebotene „Sahnekapseln“, das sind mit Lachgas gefüllte Kapseln, welche eigentlich in Aufschäumgeräte zum Aufschlagen von Sahne gesteckt werden sollen, sind laut Gesetzgeber zur Berauschung zweckentfremdet worden. Der Verkauf solcher Lachgas enthaltender Kapseln an Minderjährige ist somit nunmehr ab dem Stichtag uneingeschränkt untersagt. Ebenso ist generell und unabhängig vom Alter der Kundschaft deren Verkauf online oder in Automaten untersagt. Für Volljährige wäre der Erwerb solcher Sahnekapseln im stationären Handel hingegen weiter möglich, wenn die jeweilige Kapsel den Grenzwert von 8,4 Gramm einhält bzw. ein Vorratspack maximal 10 Kapseln mit Befüllungen unter 8,4 Gramm enthält.

Klassische Sprühsahnedosen enthalten oft zwar auch eine kleine Menge Lachgas als Treibmittel, aber üblicherweise ist das Gas nicht separat von der Sahne entnehmbar und somit nicht einfach extrahierbar. Deswegen dürften solche Dosen üblicherweise unter die Ausnahmeregelung fallen.

GBL und BDO werden vereinzelt in Reinigungsmitteln (z. B. Felgenreiniger), aber auch Kosmetikprodukten (Nagellack) verwendet.  Im Unterschied zum Lachgas gibt es bei diesen Stoffen keine Ausnahme für den Verkauf an Volljährige im Hinblick auf bestimmte Mengen. Werden GBL und BDO also in für den Verkauf gedachten Produkten verwendet, ist dies nur weiter zulässig, solange sichergestellt ist, dass der einzelne Stoff nicht das Gemisch nahezu vollständig ausmacht und der Stoff nicht ohne unverhältnismäßigen Aufwand aus der Gesamtmischung extrahiert werden kann.

Handlungsempfehlung für Händler

Händler sollten sich einmal rückversichern, ob sie aktuell überhaupt Produkte anbieten, die Lachgas, GBL oder BDO enthalten und ggf. Onlineshop und Automatenverkauf anpassen sowie Verkaufspersonal im Hinblick auf die Vornahme von Alterskontrollen beim Lachgasverkauf schulen.

Wer im Sortiment Produkte mit einem der Stoffe hat und unsicher ist, ob der Stoff mit verhältnismäßigem Aufwand extrahierbar ist, sollte sich mit dem Hersteller abstimmen. Denn da das Herstellen für den Verkauf und der Vertrieb ebenfalls unter die Verbotsregelungen des NpSG fällt, wird sich ein Hersteller mit der Thematik im Normalfall bereits auseinandergesetzt haben, um sich nicht selbst strafbar zu machen.

Sollten Sie Fragen zum Umgang mit dem Gesetz haben, stehen Ihnen die Juristen des Handelsverbandes gerne unterstützend zur Verfügung.

Lidl-Filiale in Hannover-Bemerode erhält das Qualitätszeichen für Generationenfreundliches Einkaufen

Die Lidl-Filiale in der Hannelore-Kunze-Straße 5 in Hannover-Bemerode ist erneut vom Handelsverband Hannover e. V. mit dem Qualitätszeichen für Generationenfreundliches Einkaufen ausgezeichnet worden. Die Filiale erfüllt die Kriterien, die der Verband für unbeschwerliches, barrierearmes und bequemes Einkaufen definiert hat.

Mit dem Qualitätszeichen für Generationenfreundliches Einkaufen zeichnet der Handelsverband Einzelhändler aus, die das Einkaufen für alle Kunden – egal ob alt, jung, mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl – so angenehm und einfach wie möglich gestalten. Die Lidl-Filiale hat sich diesem anspruchsvollen Test erneut gestellt und mit Bravour gemeistert. Das Siegel mit der weißen Einkaufstasche auf Rädern darf nun für weitere drei Jahre geführt werden.

Das Qualitätszeichen für Generationenfreundliches Einkaufen wird seit 2010 bundesweit von allen Handelsverbänden vergeben. Alle Einzelhandelsunternehmen, die sich zertifizieren lassen, werden von einem Prüfer des Verbandes vor Ort besucht, der die insgesamt 63 Qualitätskriterien abprüft. Die Auswertung aller Fragebögen erfolgt einheitlich über ein eigens für das Qualitätszeichen entwickeltes Softwareprogramm.

Mehr über das Qualitätszeichen, alle zertifizierten Unternehmen und den Fragebogen finden Sie auf: www.generationenfreundlicheseinkaufen.de.

v. l.: Michael Bücker (HVH), Arnim Barkholtz (Filialleiter)

Lidl-Filiale in Gehrden erhält das Qualitätszeichen für Generationenfreundliches Einkaufen

Die Lidl-Filiale in der Ronnenberger Straße 2 in Gehrden ist erneut vom Handelsverband Hannover e. V. mit dem Qualitätszeichen für Generationenfreundliches Einkaufen ausgezeichnet worden. Die Filiale erfüllt die Kriterien, die der Verband für unbeschwerliches, barrierearmes und bequemes Einkaufen definiert hat.

Mit dem Qualitätszeichen für Generationenfreundliches Einkaufen zeichnet der Handelsverband Einzelhändler aus, die das Einkaufen für alle Kunden – egal ob alt, jung, mit Kinderwagen, Rollator oder Rollstuhl – so angenehm und einfach wie möglich gestalten. Die Lidl-Filiale hat sich diesem anspruchsvollen Test erneut gestellt und mit Bravour gemeistert. Das Siegel mit der weißen Einkaufstasche auf Rädern darf nun für weitere drei Jahre geführt werden.

Das Qualitätszeichen für Generationenfreundliches Einkaufen wird seit 2010 bundesweit von allen Handelsverbänden vergeben. Alle Einzelhandelsunternehmen, die sich zertifizieren lassen, werden von einem Prüfer des Verbandes vor Ort besucht, der die insgesamt 63 Qualitätskriterien abprüft. Die Auswertung aller Fragebögen erfolgt einheitlich über ein eigens für das Qualitätszeichen entwickeltes Softwareprogramm.

Mehr über das Qualitätszeichen, alle zertifizierten Unternehmen und den Fragebogen finden Sie auf: www.generationenfreundlicheseinkaufen.de.

Michael Bücker (HVH), Alina Habenicht (Filialleiterin)

BTE Digital Day am 16. April 2026

Am 16. April 2026 findet die zweite Auflage des neuen Online-Formats „BTE digital day“ statt. Wie bei der Premiere im Mai 2025 können Textil-, Schuh- und Lederwarenhändler sowie Fashion-Lieferanten sich – live oder bequem im Nachgang über eine Aufzeichnung in einem passwortgeschützten Bereich – über spannende Innovationen und Dienstleistungen für die Branche informieren – kurz und knackig auf den Punkt gebracht. Die Teilnahme ist auch am 16. April 2026 für Interessenten aus dem Fachhandel und für Fashion-Lieferanten kostenfrei.  

Beim BTE digital day 2026 werden wieder digitale Lösungen und strategische Ansätze für den Handel vorgestellt, die ein breites Spektrum zentraler Zukunftsthemen abdecken. Thematisiert werden:

  • digitale Lösungen rund um Künstliche Intelligenz im Preis und Warenmanagement, Logistik, Omnichannel-Management und Middleware sowie Workforce Management
  • dazu zählen ebenso KI-basierte Softwarelösungen für Lifestylemarken und den Einzelhandel wie auch cloudbasierte Systeme für Warenwirtschaft und ERP, die wichtige Geschäftsprozesse unterstützen
  • ein weiterer Schwerpunkt liegt auf IT, Consulting und Benchmarking-Lösungen für die Fashionbranche sowie auf digitalen Anwendungen zur Kundenbindung, darunter KI-gestützte Assistenzsysteme für die Kommunikation über verschiedene Kanäle und Kunden-Apps
  • ergänzt wird das Spektrum durch integrierte Lösungen für Warenwirtschaft, Kasse, CRM, Dokumentenmanagement und mobile Anwendungen, digitale B2BOrderplattformen, Lösungen zur Zahlungsabwicklung sowie E-Commerce und Marktplatz-Automatisierung
  • ebenfalls beleuchtet werden umfassende Retail-Systemlandschaften, die Funktionen wie Point of Sale, mobile Datenerfassung, Warenwirtschaft und HR bündeln
  • abgerundet wird das Vortragsangebot durch einen Input zu Business Coaching und Führung
  • außerdem wird der BTE über die Leistungen des am 1. Juli 2026 startenden neuen BTE-Clearing Centers informieren
  • zudem wird BTE-Geschäftsführer Sönke Padberg in seiner Keynote die aktuellen, teilweise durch Künstliche Intelligenz gestützten, technischen Trends zur Effizienzsteigerung im Modehandel vorstellen, die auf der NRF/New York und der EuroShop den Ton angaben

Aktuelle HDE-Studie: 78 Prozent fühlen sich in Innenstädten sicher – Geschäfte des Einzelhandels als Stabilitätsanker für die Stadtzentren

Mit 78 Prozent fühlt sich die große Mehrheit der Menschen in Innenstädten in Deutschland sicher. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, vom Handelsverband Deutschland (HDE) beauftragten Studie. Demnach werden insbesondere Einzelhandelsgeschäfte als besonders sichere Orte wahrgenommen, 90 Prozent sehen das so. Negative Wirkungen entstehen vor allem durch Leerstände, ein heruntergekommenes Erscheinungsbild der Städte oder Vandalismus. Der HDE fordert angesichts der steigenden Herausforderungen in den Innenstädten größeres politisches Engagement auf allen Ebenen.

„Lebendige Innenstädte werden als sicher wahrgenommen. Dabei spielt der Einzelhandel nachweislich die tragende Rolle. Die Menschen sehen Geschäfte mit Mitarbeitern und bei Dunkelheit beleuchtete Schaufenster als entscheidenden Sicherheitsfaktor. Das zeigt: Ohne die Geschäfte des Einzelhandels gibt es kein erfolgreiches, belebtes und zukunftstaugliches Stadtzentrum“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Die Studie hatte ergeben, dass sich die Menschen in Einzelhandelsgeschäften am sichersten fühlen (90%), dicht gefolgt von der Gastronomie (89%) und den Einkaufszentren (84%). Gleichzeitig wird aber klar, dass vor allem im öffentlichen Raum wie in Parks und Grünflächen oder in Parkhäusern Defizite liegen.

„Viele Stadtzentren haben noch einiges an Luft nach oben. Es darf kein Dauerzustand sein, dass sich ein Fünftel der Menschen in der Innenstadt insgesamt unsicher fühlt“, so von Preen weiter. Der Studie zufolge gelten insbesondere auch Leerstände als großer Unsicherheitsfaktor. 73 Prozent sehen dadurch eine Minderung des Sicherheitsgefühls, 68 Prozent sehen hier sogar einen stark bis sehr stark negativen Einfluss. Zudem hat sich das Sicherheitsgefühl in den Stadtzentren in den letzten zwölf Monaten für 27 Prozent der Befragten verschlechtert. „Wir müssen diesen Abwärtstrend aufhalten. Die Politik muss auf allen Ebenen endlich klare Maßnahmen ergreifen und Leerstände schneller füllen oder gar nicht erst entstehen lassen. Der Einzelhandel braucht bessere Rahmenbedingungen auf allen Ebenen: Bundesregierung und EU müssen unter anderem schnell an die Energiekosten ran, die Stromsteuer muss endlich für alle gesenkt werden. Und wir brauchen eine Gründungsoffensive für den Einzelhandel“, so von Preen. Hierbei sollten die Leerstände im Rahmen einer Zwischenvermietung durch die Kommunen als Innovationsmotoren genutzt werden. Gründerinnen und Gründer sollen im Rahmen einer solchen Offensive unter anderem Mietzuschüsse und Förderungen bei der Gründung sowie für die Geschäftseinrichtung, die Datenverarbeitung inklusive des Kassensystems und eines digitalen Warenwirtschaftssystems sowie Marketingmaßnahmen bekommen. Darüber hinaus sollen laufende Schulungen beispielsweise in Betriebsführung, oder Marketing finanziert werden. All das hilft, Leerstände effektiv abzubauen, den Branchenmix und somit die Attraktivität zu erhöhen.

Die repräsentative Studie wurde im Auftrag des HDE von essentiq durchgeführt. Befragt wurden im Januar diesen Jahres 2038 Menschen zwischen 16 und 93 Jahren.

Mehr zum Thema unter https://www.einzelhandel.de/standort-monitor

Schlechte Nachrichten für die Innenstädte – HDE-Prognose für 2026: Einzelhandel in Deutschland verliert 4900 Geschäfte

Im laufenden Jahr 2026 werden 4900 Geschäfte in Deutschland verloren gehen. Das zeigt eine aktuelle Prognose des Handelsverbandes Deutschland (HDE). Bei dieser Zahl sind die Neueröffnungen in der Branche bereits gegengerechnet. HDE-Präsident Alexander von Preen warnt im Vorfeld des Handelsimmobilienkongresses in Berlin vor einer Gewöhnung an den jährlichen Aderlass und vor den dramatischen Folgen für viele Innenstädte. Im Vorjahr verzeichnete der HDE ein Minus bei der Zahl der Geschäfte von 4500.

„Seit zehn Jahren verlieren wir in Deutschland jährlich mindestens 4500 Geschäfte oder mehr. Besonders bitter waren die Corona-Jahre zwischen 2020 und 2023, da stieg der Wert teilweise auf über 11000. Für 2026 verheißt der Verlust von 4900 Geschäften nichts Gutes. Viele Innenstädte leiden heute schon sichtlich unter Leerständen. Besserung erscheint bei den Zahlen der letzten Jahre nicht in Sicht. So kann und darf es nicht weitergehen. Der Einzelhandel als Rückgrat lebendiger Innenstädte braucht bessere Rahmenbedingungen. Ansonsten erreichen immer mehr Stadtzentren Kipppunkte“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Die Zahl der Geschäfte sinkt gemäß der HDE-Prognose bis zum Jahresende damit voraussichtlich auf 296.600. Vor zehn Jahren waren es deutschlandweit noch 366.800 Geschäfte. „Die Lage ist bei vielen vor allem mittelständischen Händlern ernst. Das Umfeld mit der seit Jahren vor sich hindümpelnden Konsumlaune ist schwierig. Die Politik ist in der Pflicht, Kosten bei Energie und Beschäftigung zu senken. Die Stromsteuer muss endlich für alle runter, bei den Lohnnebenkosten braucht es einen Deckel bei 40 Prozent. Und die Vermieter müssen sich auch im eigenen Interesse noch mehr auf umsatzorientierte Mieten einlassen. Leerstand nutzt niemandem“, so von Preen weiter.

Der HDE ruft insbesondere das Bundesbauministerium und die Kommunen zu noch größeren Anstrengungen für lebendige Innenstädte auf. „Einkaufen ist der Hauptgrund für einen Innenstadtbesuch. Wer sein Stadtzentrum vital erhalten oder gestalten will, braucht deshalb Geschäfte. Jeder Leerstand ist einer zu viel. Der Einzelhandel steht bereit, aktuell stimmen aber einfach zu oft die Rahmenbedingungen nicht“, so von Preen. Für mehr Investitionen in ein sauberes und attraktives Umfeld wirbt der HDE für bessere Abschreibungsmöglichkeiten solcher Ausgaben. Von Preen: „Das öffentliche Geld wird nicht reichen, um alle Städte wieder auf Vordermann zu bringen, wir müssen private Investoren locken.“

Über die Lage der Innenstädte wird am 24. und 25. März in Berlin beim Handelsimmobilienkongress diskutiert. Mit dabei ist dann auch Sabine Poschmann, Staatssekretärin im Bundesbauministerium.

Grafik zum Themahttps://einzelhandel.de/14431
Mehr zum Handelsimmobilienkongress: https://www.handelsimmobilienkongress.de 

Kraftstoffmaßnahmenpaket: Auf Schnellschüsse mit Gefahren für die gesamte Wettbewerbsordnung verzichten

Mit Blick auf die aktuellen Pläne und den Entwurf für das Kraftstoffmaßnahmenpaket der Bundesregierung warnt der Handelsverband Deutschland (HDE) vor Schnellschüssen bei Änderungen im Kartellrecht, die weitreichende Auswirkungen auf alle Unternehmen und ihre Lieferbeziehungen hätten.

„Die Krise am Kraftstoffmarkt darf kein Anlass sein, um ohnehin bereits fehlgesteuerte Regelungen des Kartellrechts weiter zu verschlimmbessern“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Bundesregierung hatte am Mittwoch eine Formulierungshilfe eines Kraftstoffmaßnahmenpakets beschlossen, die heute in erster Lesung im Bundestag beraten wird und im Schnellverfahren noch vor Ostern in Kraft treten soll. Mit dem Gesetz will die Bundesregierung auf die Preisentwicklung bei Kraftstoffen reagieren.

Überraschenderweise enthält der Gesetzentwurf allerdings nicht nur branchenspezifische Regelungen für den Kraftstoffmarkt, sondern auch Änderungen des Kartellrechts, welche die gesamte Wirtschaft unabhängig von Unternehmensgröße, Marktstruktur oder Branchen auch bei rechtskonformem Verhalten betreffen können. „Vorgesehen sind im Detail vereinfachte Befugnisse des Bundeskartellamts, sehr weitgehend in die unternehmerische Entscheidungsfreiheit einzugreifen und beispielsweise branchenunabhängig Vorgaben für die Vertragsgestaltung in den Lieferbeziehungen zu machen,“ so Genth weiter. Die entsprechende aktuell geltende Regelung war bereits bei Inkrafttreten 2023 äußerst umstritten und begegnet ordnungspolitischen Bedenken, da sie dem Bundeskartellamt die Möglichkeit einräumt, ohne Rechtsverstoß gestaltend in die Marktprozesse einzugreifen. Genth: „Der Gesetzgeber hat daher damals aus guten Gründen besondere Rechtsschutzmöglichkeiten vorgesehen und außerdem sichergestellt, dass nur Unternehmen von den Maßnahmen betroffen sein können, die einen wesentlichen Beitrag zu einer Störung des Marktes geleistet haben.“

Das neue Regelungsvorhaben aber verschlimmert die ohnehin für die Unternehmen bedenkliche Rechtslage weiter: „Die extra geschaffenen Schutzmechanismen für rechtskonform tätige Unternehmen sollen nun geschliffen werden“, so Genth. Dies sei besonders bedenklich, weil mit den vorgesehenen Eingriffen die unternehmerische Freiheit so weit eingeschränkt werde, dass renommierte Rechtswissenschaftler die Vereinbarkeit dieser Möglichkeiten mit dem Verfassungsrecht in Frage stellten.

„Der Gesetzgeber sollte sich in dem laufenden Schnellverfahren auf die spezifischen Regeln für den Kraftstoffmarkt beschränken und auf Schnellschüsse verzichten, die im Ergebnis zu schweren Schäden für die gesamte Wettbewerbsordnung führen können,“ appelliert Genth an Bundesregierung, Bundestag und Bundesrat.

Quelle: HDE

Handel bleibt einer der wichtigsten Ausbilder Deutschlands – Fachkräftemangel verschärft Wettbewerb um junge Talente

Der Einzelhandel bleibt eine der größten und engagiertesten Ausbildungsbranchen des Landes.

Das zentrale Problem liegt zunehmend nicht im Stellenangebot – sondern im Matching zwischen jungen Menschen und offenen Ausbildungsplätzen. Das zeigen die vor kurzem veröffentlichten Ausbildungsvertragszahlen der DIHK für 2025. „Es kommt immer seltener zusammen, was zusammengehört. Trotz einer weiterhin hohen Ausbildungsbereitschaft gelingt es der Branche immer seltener, alle angebotenen Stellen auch mit geeigneten Bewerbern zu besetzen. Das Nachwuchsproblem ist dabei kein branchenspezifisches Phänomen, sondern Ausdruck einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung: weniger Schulabgänger, eine steigende Studienneigung, veränderte Lebensentwürfe und Erwartungen. Der Handel bietet hervorragende Chancen – vom ersten Einstieg bis hin zu verantwortungsvollen Führungspositionen. Unser Problem ist nicht mangelnde Attraktivität, sondern dass zu wenige junge Menschen überhaupt den Weg in eine duale Ausbildung finden“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Die Analyse der vergangenen drei Jahre zeigt: Während der Handel seine Ausbildungsangebote ausbaut und modernisiert und Karrierewege sichtbar macht, bleibt die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber hinter dem Bedarf zurück. Viele Jugendliche orientieren sich erst spät oder sind unentschlossen, andere entscheiden sich gegen eine duale Ausbildung, obwohl gerade der Handel breite berufliche Perspektiven und sichere Zukunftsaussichten bietet. „Wir brauchen eine gemeinsame nationale Kraftanstrengung, um jungen Menschen den Wert beruflicher Ausbildung wieder näherzubringen. Der Handel steht bereit – mit modernen Arbeitswelten und Entwicklungsmöglichkeiten. Um das Matching zu verbessern, engagiert sich der HDE mit einer Branchen- und Nachwuchskampagne über ein eigenes digitales Informationsangebot und die relevanten Social-Media-Kanäle“, so Genth weiter. Zudem setzt sich der HDE konsequent für bessere und umfassendere Berufsorientierung im Rahmen aller Schulformen ein und plädiert für modernere Rahmenbedingungen und eine breite gesellschaftliche Aufwertung der dualen Ausbildung. Nur wenn mehr junge Menschen die Chancen von Ausbildungsberufen erkennen, bleibt die Fachkräftesicherung im Handel und in anderen Branchen nachhaltig gesichert.

Mehr zur HDE-Ausbildungskampagne unter www.karriere-handel.de

Generationenfreundliches Einkaufen – Firmengruppe „EDEKA Ladage & Döring“ zertifiziert erfolgreich alle Standorte!

Stefan Ladage und Steffen Döring sind seit vielen Jahren erfolgreiche Unternehmer und Partner, die zusammen insgesamt sieben EDEKA Märkte im südlichen Raum von Hannover führen. Jetzt hat die Firmengruppe alle Standorte bzw. Filialen in Arnum, Gehrden, Hessisch Oldendorf, Ronnenberg, Wennigsen, Bredenbeck und Fischbeck mit dem Label „Generationenfreundliches Einkaufen (GfE)“ vom Handelsverband Hannover zertifizieren lassen.

Die von der Größe sehr unterschiedlichen Märkte erfüllten die Kriterien, die der Verband für barrierearmes und bequemes Einkaufen definiert hat und nahmen die Hürden der Zertifizierung mit Bravour. Generationsfreundlichkeit wird in der Firmengruppe schon lange großgeschrieben, weil auch der Einkauf von Lebensmitteln für alle Kundinnen und Kunden, gleich welchen Alters, so angenehm und stressfrei wie möglich sein soll.

„Beim Einkaufen spielen Bequemlichkeit, Raum und Atmosphäre eine große Rolle, die die Firmengruppe durch Einbeziehung von auffälligen Objekten wie Automobilen, Motorrollern oder historischen Kinderkarussells in die Ausstellung integriert“, sagt Michael Bücker, Justiziar des Handelsverbandes Hannover.

Geschäftsführer Steffen Döring bekräftigt das und ergänzt: „Unsere Kundinnen und Kunden haben uns immer wieder bestätigt, dass sie sich hier bei uns wohl und sicher fühlen und gerne bei uns einkaufen. Dazu tragen auch die hochwertigen und frischen Lebensmittel mit heimatlichem Bezug bei. Regionalität bedeutet für uns, Verantwortung für die Region und ihre Menschen zu übernehmen, Arbeitsplätze im Umfeld unserer Märkte zu schaffen und zu sichern sowie das wichtige Engagement von örtlichen Vereinen und Organisationen zu unterstützen“.

Mit dem Qualitätszeichen für generationenfreundliches Einkaufen zeichnet der Handelsverband Handelsunternehmen aus, die das Einkaufen angenehm und einfach machen. Das Qualitätszeichen für generationen freundliches Einkaufen wird seit 2010 bundesweit von allen Handelsverbänden vergeben. Alle Einzelhandelsunternehmen, die sich zertifizieren lassen, werden von einem Prüfer des Verbandes vor Ort besucht, der insgesamt 63 Qualitätskriterien abprüft. Die Auswertung aller Fragebögen erfolgt einheitlich über ein eigens für das Qualitätszeichen entwickeltes Softwareprogramm.

Mehr über das Qualitätszeichen, alle zertifizierten Unternehmen und den Fragebogen finden Sie auf: www.generationenfreundliches-einkaufen.de.