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HDE unterzeichnet Memorandum of Understanding zur erfolgreichen Einführung der EUDI-Wallet

Der Handelsverband Deutschland (HDE) ist Mitunterzeichner des vom Digitalverband Bitkom zusammen mit dem Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (BMDS) initiierten Memorandum of Understanding zur erfolgreichen Einführung der EU Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet). Hierin vereinbaren die Unterzeichner eine enge Abstimmung und gemeinsame Anstrengung mit dem Ziel einer raschen Umsetzung und Nutzung der EU-weiten digitalen Identität.

„Gerade der Handel kann mit seinen Millionen Kundenkontakten pro Tag einen wesentlichen Beitrag zur Akzeptanz und Nutzung der EUDI-Wallet bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern leisten. Daher ist die Branche hier von Anfang an dabei und bringt sich aktiv in den Umsetzungsprozess ein“, so Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer. Im Online-Handel könne die geplante staatlich zertifizierte App mit gespeicherten Identitätsdaten zu einem rechtssicheren Abschluss von Kaufverträgen, zur sicheren Altersverifikation sowie zum Schutz vor Identitätsklau beitragen und auch beim Bezahlen zum Einsatz kommen. „Die Anwendungsmöglichkeiten für die EUDI-Wallet sind im Handel vielfältig. Wird die Wallet erfolgreich in Einkaufsprozess integriert, kann die digitale Identität einen festen Platz im täglichen Leben der Bürgerinnen und Bürger bekommen“, so Tromp weiter. In den Geschäften vor Ort könne die EUDI-Wallet etwa zur Authentifizierung von Kunden-Apps und zur Teilnahme an Kundenbindungsprogrammen dienen.

Der HDE unterstützt das BMDS bei der Umsetzung und Einführung der EUDI-Wallet. „Die EUDI-Wallet ist von großer Bedeutung für die digitale Souveränität Europas“, betont Tromp. Die Voraussetzung für eine breite Nutzung der App durch die Verbraucherinnen und Verbraucher sei das Vertrauen in die in der EUDI-Wallet hinterlegten Daten. „Dafür braucht es den engen Dialog und Schnittstellen zwischen Staat und Privatwirtschaft. Das Memorandum of Understanding zur erfolgreichen Einführung der EUDI-Wallet stellt genau das sicher“, so Tromp.

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Weniger Plastiktüten: Einzelhandel schreibt Erfolgsgeschichte mit freiwilliger Selbstverpflichtung

Mit Blick auf die Selbstverpflichtung des Handels zur Reduzierung von Plastiktüten zieht der Handelsverband Deutschland (HDE) eine positive Bilanz. Die Branche hat laut HDE einen deutlichen Rückgang des Verbrauchs von Plastiktüten erreicht und setzt sich weiterhin für Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele ein.

„Die Selbstverpflichtung des Handels war und ist eine Erfolgsgeschichte. Noch bevor die gesetzliche Pflicht wirksam wurde, konnte so der Verbrauch von dünnen Plastiktüten mit einer Wandstärke zwischen 15 und 50 Mikrometern massiv gesenkt werden“, so Antje Gerstein, HDE-Geschäftsführerin Europapolitik und Nachhaltigkeit. Die Branche ziehe daher eine durchweg positive Bilanz. „Der Verbrauch von Plastiktüten hat sich deutlich verringert. Die Verbraucherinnen und Verbraucher nutzen häufiger die dickwandigen Beutel, die für die mehrfache Verwendung ausgelegt sind“, so Gerstein weiter.

Die Alternative zu den mittlerweile verbotenen dünnwandigen Tüten, mit Ausnahme der „Hemdchenbeutel“ für Obst und Gemüse, sind dickere Tüten, die mehrfach genutzt werden können. „Viele Händlerinnen und Händler bieten außerdem Stoffbeutel oder andere Optionen an, die leicht recycelbar oder auch wiederverwendbar sind“, so Gerstein. Die Erfahrung zeige, dass Kunden diese Alternativen gut annehmen und sie vielfach auch als Mehrwegalternativen für ihre Einkäufe nutzen.

Noch vor der gesetzlichen Pflicht hat der Handel mit seiner freiwilligen Selbstverpflichtung laut HDE deutlich gemacht, dass die Branche ihren Einsatz für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ernst meint. Der Rückgang um 80 Prozent bei den dünnwandigen Tüten habe gezeigt, dass diese Maßnahme ein richtiger Hebel zur Reduzierung von Plastik war. „Diesen Weg gehen die Händlerinnen und Händler weiter. Sie arbeiten stetig daran, ihre Produkte und Verpackungen nachhaltiger und besser recycelbar zu gestalten“, so Gerstein. Schwierigkeiten gebe es allerdings bei der Verfügbarkeit von geeignetem Material. „Der Handel steht aber auch hier zu seiner Verantwortung und engagiert sich weiterhin dafür, die ambitionierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen“, betont Gerstein.

Quelle: HDE

Handelsverbände zum Gutachten der Monopolkommission: Wettbewerb im Lebensmittelhandel funktioniert

Mit Blick auf das heute veröffentlichte Sondergutachten Lebensmittellieferkette der Monopolkommission bewerten der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) die sehr differenzierten Analysen der komplexen Wertschöpfungsketten positiv. Gleichzeitig blicken die Verbände allerdings mit großer Verwunderung auf die dazugehörige Pressemitteilung der Kommission. Diese gibt die zutreffenden Analysen des Gutachtens in keiner Weise wieder, sondern dramatisiert ohne Grundlage die Marktverhältnisse zulasten des Handels.

Hinsichtlich der Landwirtschaft weist die Monopolkommission zutreffend auf die schwierigen Rahmenbedingungen für Landwirte hin. Diese werden jedoch weitgehend nicht vom Handel beeinflusst, der grundsätzlich keine direkten Einkaufsbeziehungen mit Landwirten pflegt. Diese Tatsache stellt auch die Monopolkommission vollkommen zurecht fest. „Der Schlüssel für bessere Bedingungen für die Landwirte liegt nicht beim Lebensmittelhandel. Die maßgeblichen Einflüsse kommen vielmehr vom höchst volatilen Weltmarkt und als Folge staatlicher Subventionen. Außerdem spielen die marktstarken Schlachter und Molkereien eine zentrale Rolle, da sie die Verwertung steuern“, so Björn Fromm, HDE-Vizepräsident und BVLH-Präsident. Beispielsweise werden nur 23 Prozent des frischen Schweinefleisches über den Lebensmittelhandel verteilt, nur 13 Prozent der Milchmenge landen als Trinkmilch in den Regalen des Handels. Eine Stärkung der Landwirtschaft kann laut Gutachten vor allem über den Abbau von Bürokratie und die Verbesserung der Kostenseite durch effizientere Betriebs- und Produktionsstrukturen mit möglichen Größenvorteilen erfolgen.

„In ihrem Gutachten benennt die Monopolkommission außerdem zurecht, dass es neue Regulierungen für den Lebensmittelhandel nicht braucht“, so Fromm. Die Kommission spricht von Konzentrationstendenzen bei der Industrie genauso wie beim Handel. „Der Wettbewerb im Lebensmittelhandel funktioniert“, so Fromm weiter. Auch die Gutachter weisen darauf hin, dass die Verhandlungsposition des Lebensmittelhandels gegenüber den Herstellern tendenziell überschätzt wird.

Zudem betonen die Handelsverbände, dass kein Grund bestehe, Industrieunternehmen mit gesetzlichen Regulierungen in der Lieferkette zu schützen. Das stärke nur die Verhandlungsposition der Konzerne, ohne den Bauern zu helfen. „Richtigerweise schlägt die Monopolkommission vor, die Regelungen über unfaire Vertragspraktiken in der Lebensmittellieferkette ausschließlich auf die landwirtschaftlichen Erzeuger und ihre Abnehmer anzuwenden“, so Fromm. Darüber hinaus spricht sich das Gutachten richtigerweise gegen ein Verbot des Verkaufs unter Produktionskosten bei Lebensmitteln aus und erteilt staatlichen Eingriffen in die Preissetzungsautonomie der Vertragspartner damit eine klare Absage. Die Gutachter betonen die mit einem solchen Verbot verbundene Bürokratie, administrativen Aufwand und die Gefahr von Fehlallokationen, die völlig unverhältnismäßig seien.

Zudem spricht die Monopolkommission von steigenden Preisen und vermutet in der Folge automatisch höhere Gewinne bei den Händlern. „Das ist ein Trugschluss. Die in den letzten beiden Jahren gestiegenen Preise für Lebensmittel sind die Folge von höheren Kosten für Energie, Personal und Wareneinkauf. Gründe für höhere Einkaufspreise sind dabei in einigen Fällen schlechtere Ernten aufgrund des Klimawandels oder auch bewaffnete, weltpolitische Unsicherheiten, die für Störungen in den Lieferketten sorgen. Im harten Wettbewerb der Handelsunternehmen untereinander kann es sich kein Akteur leisten, seine Margen auf Kosten der Kundinnen und Kunden zu erhöhen“, so Fromm. Der Wettbewerb um den Verbraucher ist im deutschen Lebensmittelhandel besonders intensiv, das Preis-Leistungs-Niveau für die Verbraucher ist europaweit einzigartig. Die Margen des Lebensmittelhandels sind mit ein bis drei Prozent gering.

Im Übrigen räumt die Kommission in ihrem Gutachten selbst ein, dass die Datengrundlage nicht ausreiche, um einen Zusammenhang zwischen der Konzentration im Lebensmittelhandel und der Preisentwicklung bei Verbrauchern und Zwischenstufen herzustellen.

Mehr Fakten zum Thema im HDE-Handelsreport Lebensmittel: www.einzelhandel.de/handelsreport-lebensmittel und auf Lebensmittelkette erklärt: BVLH

HDE-Handelsreport frische Lebensmittel: 50 Millionen Kunden pro Tag im Lebensmittelhandel

Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland hat mit seinen mehr als 36.000 Geschäften und über einer Million Beschäftigten eine wichtige Bedeutung für die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Frischelebensmitteln. Pro Tag kommt die Branche auf 50 Millionen Kundenkontakte. Das zeigt der heute veröffentlichte HDE-Handelsreport frische Lebensmittel. Die Daten aus der Untersuchung machen gleichzeitig deutlich, dass der Einfluss des Lebensmittelhandels auf die Preissetzung in den Lieferketten nicht so groß ist, wie oft vermutet. Denn Verhandlungspartner des Handels sind in der Regel nicht einzelne Landwirte, sondern stark konzentrierte Agrargroßunter- nehmungen. Die Warenflüsse im Bereich frische Lebensmittel sind vor allem vom Export und somit von den Weltmärkten geprägt.

„Der direkte wirtschaftliche Zusammenhang zwischen der heimischen Landwirtschaft und dem Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland ist überschaubar. Der wichtigste Einflussfaktor für die Landwirte und die Preise ihrer Produkte sind der Weltmarkt und die weiterverarbeitende Industrie. Das Märchen vom Handel, der die Preise bei den Landwirten drückt, ist auserzählt. Das ist eine Legende, die den Fakten nicht standhält“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der HDE-Handelsreport zeigt, dass beispielsweise nur 23 Prozent des frischen Schweinefleisches über den Lebensmittelhandel verteilt wird, nur 12 Prozent der Milchmenge landen als Trinkmilch in den Regalen des Handels. Insgesamt gehen 48 Prozent der Produktionsmengen der deutschen Landwirtschaft an Frischelebensmitteln wie Obst, Gemüse, Kartoffeln, Fleisch, Eier, Milch alleine in den Export. „Preise für Lebensmittel entstehen in komplexen Verhandlungen zwischen allen Akteuren in der Lieferkette und in Folge von Angebot und Nachfrage auf den Weltmärkten. Immer wieder beeinflusst dabei auch der Klimawandel die Erntemengen massiv“, so Genth weiter.

Landwirtschaftliche Erzeugnisse gehen von den Landwirten in der Regel an Zwischenstufen wie Schlachtereien oder Molkereien. Eine weitere große Rolle spielen die Weltmärkte. „Wenn beispielsweise China plötzlich kein deutsches Schweinefleisch mehr importiert, dann sorgt das für ein Überangebot, die Preise sinken. Der Export mit seinen volatilen Rahmenbedingungen beeinflusst die Verdienstmöglichkeiten der Landwirte massiv“, so Genth.

„Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland nimmt in der Wertschöpfungskette eine wichtige, aber keine dominante Position ein. Für die Landwirtschaft sind andere Akteure mindestens genauso wichtig. Auf der Ebene der Ernährungsindustrie stehen dem Einzelhandel sehr marktstarke, oft multinationale Lebensmittelkonzerne gegenüber“, so Genth weiter.

Den Handelsreport Lebensmittel downloaden: www.einzelhandel.de/handelsreport-lebensmittel 

HDE bewertet Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 positiv und mahnt zu Beschleunigung bei Netzanschlüssen

Anlässlich der morgigen Ladeinfrastrukturkonferenz 2025 des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) macht der Handelsverband Deutschland (HDE) auf den neuen Masterplan Ladeinfrastruktur 2030 aufmerksam, den der Verband als wichtigen und guten Plan für den weiteren Ausbau sieht. Besonders mit Blick auf die Beschleunigung von Netzanschlüssen fordert der HDE eine zügige Umsetzung des Masterplans.

„Der Handel ist mit seinem enormen Beitrag zum Aufbau der Ladeinfrastruktur Vorreiter. Schon heute stehen 30 Prozent aller Schnellladepunkte in Deutschland auf den Parkplätzen des Einzelhandels, Tendenz steigend. Die Handelsunternehmen tragen so zu einer bedarfsgerechten und nutzerfreundlichen Versorgung bei“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die Entwicklung des Masterplans Ladeinfrastruktur 2030 habe der HDE über den Beirat der Nationalen Leitstelle eng begleiten können. „Der Masterplan bietet eine ganzheitliche Strategie, die durch neue Anreize und bedarfsgerechte Anpassungen, die die Ladeleistung stärker in den Fokus nehmen, einen guten Ausgleich der verschiedenen Interessen findet“, so Genth weiter. Auch die stärkere Berücksichtigung von E-Lkw sei ein wichtiger Schritt.

Allerdings kommt es laut HDE nun auf eine zügige Umsetzung des Masterplans an, insbesondere mit Blick auf die Beschleunigung von Netzanschlüssen. „Derzeit kommt es in diesem Bereich zu extremen Verzögerungen, die den Ausbau der Ladeinfrastruktur massiv ausbremsen und Investitionen verhindern“, so Genth. Daher müssten die im Masterplan vorgeschlagenen Maßnahmen zur Bewältigung dieser Engpässe schnell und konsequent umgesetzt werden. Nur dann ließen sich die ambitionierten Ziele des Bundesministeriums für Verkehr auch tatsächlich erreichen.

Der Masterplan bietet aus Sicht des HDE die notwendige Grundlage für mehr Planungssicherheit und private Investitionen. „Jetzt müssen die administrativen und netzseitigen Hürden schnellstmöglich weg. Um die E-Mobilität in Deutschland erfolgreich voranzutreiben, ist Entschlossenheit gefragt“, fordert Genth.

Quelle: HDE

HDE fordert konsequenten Einsatz für digitale Souveränität Europas

Den gestrigen Gipfel zur Europäischen Digitalen Souveränität bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) als Bekenntnis der EU-Mitgliedstaaten zu einer unabhängigen, sicheren und innovationsfreundlichen Zukunft Europas. Die digitale Souveränität Europas ist laut HDE die Voraussetzung für vertrauenswürdige und wettbewerbsfähige digitale Infrastrukturen und Geschäftsmodelle in Deutschland und Europa.

„Digitale Souveränität steht auch für Selbstbestimmtheit, wertebasiertes Handeln, globale Offenheit, Fairness und Resilienz. Wenn wir als Europäische Union diese Attribute als Voraussetzung für eine starke Wirtschaft und widerstandsfähige demokratische Gesellschaft definieren, dann werden wir auch über den gestrigen Gipfel hinaus Meilensteine erreichen“, so Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer. Es gehe darum, klare europäische Antworten auf globale digitale Herausforderungen zu finden. „Dafür braucht es einheitliche europäische Vorschriften und Regulierungen, die ohne Doppelstrukturen auskommen und so den Weg etwa für innovative Start-ups freimachen“, so Tromp weiter. Wichtig seien zudem europaweite Standards für verlässliche Cybersicherheit zum Schutz von IT-Strukturen und kritischen Infrastrukturen, wie eigene Rechenzentren und europäische Cloud-Lösungen. Gleichzeitig müsse es eine schlanke digitale Verwaltung geben. „Das Ziel sollte sein, die Prozesse für die Wirtschaft sowie für die Bürgerinnen und Bürger gleichermaßen zu vereinfachen“, fordert Tromp.

Der HDE appelliert daher an die Bundesregierung, sich weiterhin für die digitale Souveränität Europas einzusetzen. „Es steht viel auf dem Spiel. Digitale Souveränität ist mehr als sichere IT-Strukturen und innovative KI-Projekte. Europa muss Abhängigkeiten zu reduzieren und seine Innovationskraft durch Investitionen in digitale Schlüsseltechnologien stärken“, so Tromp. Der Handel trage zum Erreichen der digitalen Souveränität Europas bei, unterstütze das Digitalministerium etwa bei der Umsetzung von Digitalprojekten wie der EU Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet).

Quelle: HDE

Omnibus-Vorschläge: HDE unterstützt Plan für regulatorische Vereinfachung bei Digitalem und KI und ruft dazu auf, das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren

Mit Blick auf die heute von der Europäischen Kommission vorgestellten Vorschläge für einen Omnibus zur KI-Verordnung und zu einem Digital-Omnibus für den Data Act, die E-Privacy-Richtlinie und die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) die angestrebte Vereinfachung dieser gesetzlichen Regelungen positiv.

Gleichzeitig fordert der HDE einen noch stärkeren Fokus auf die Vereinfachung von Vorgaben und die Abschaffung von Überregulierungen. Die Omnibus-Vorschläge sollen zur Vereinfachung, Klarstellung und Verbesserung der derzeitigen Gesetzeslage beitragen.

„In den vergangenen Jahren ist durch immer neue Vorgaben zu Digitalem und KI, die sich in vielen Bereichen auch noch mit bereits bestehendem Recht überschneiden, eine immer komplexere und unklarere Situation für den Unternehmensalltag der Händlerinnen und Händler entstanden“, so Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer. Die Folgen seien große Bürokratielasten und erhebliche Rechtsunsicherheiten. Dabei brauche es gerade in den Bereichen Digitales und KI eine Aktualisierung der Vorgaben sowie einen klaren und sicheren Rechtsrahmen. „Hier gilt es, mit der Zeit zu gehen und neuen Entwicklungen und Veränderungen Rechnung zu tragen“, betont Tromp.

Für Händlerinnen und Händler gewinnt künstliche Intelligenz laut HDE immer weiter an Bedeutung. „KI hat das Potenzial, die Branche zu revolutionieren. Wenn es um die Nutzung von Daten und den Einsatz von KI geht, brauchen wir verständliche, einheitliche und auch wettbewerbsfreundliche Regelungen in Europa“, fordert Tromp. Es sei daher wichtig und richtig, dass die EU dies nun angehen wolle. Doch müsse hier mit der gebotenen Sorgfalt gearbeitet werden, um die gesteckten Ziele auch tatsächlich zu erreichen. „Die beiden Omnibus-Vorschläge enthalten grundsätzlich sinnvolle Ansätze“, so Tromp. So sei die Erleichterung bei der Umsetzung bestimmter Regelungen sowie die zeitliche Verschiebung einiger Vorgaben beim AI-Act positiv zu bewerten, da bislang auch entsprechende Standards fehlten. Es müsse nun daran gearbeitet werden, tatsächlich positive Veränderungen für die Betroffenen zu erreichen. „Die EU muss zeigen, dass die angekündigten schnellen und sichtbaren Verbesserungen jetzt auch erfolgen, und zwar mit einer kosteneffizienteren und innovationsfreundlicheren Umsetzung der Vorschriften. Die Omnibus-Vorschläge dürfen am Ende des Tages nicht den ursprünglich gesetzten Zielen zuwiderlaufen und zu noch mehr Überregulierung und Unklarheiten führen“, so Tromp.

Quelle: HDE

Black Friday und Cyber Monday: HDE rechnet zu Aktionstagen mit Umsatz von 5,8 Milliarden Euro

Zu Black Friday und Cyber Monday rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) in diesem Jahr mit einem Umsatz in Höhe von 5,8 Milliarden Euro. Wie eine im Auftrag des HDE durchgeführte Umfrage zeigt, wollen an den Aktionstagen etwas mehr Menschen reduzierte Produkte kaufen als noch im Vorjahr. Gleichzeitig geben die Aktionsumsätze im Vorjahresvergleich voraussichtlich ein wenig nach.

„Auch in diesem Jahr planen viele Verbraucherinnen und Verbraucher, den Black Friday und den Cyber Monday für die Schnäppchenjagd zu nutzen. Doch die anhaltend schwache Konsumstimmung dämpft die Erwartungen, erstmals gehen die Aktionsausgaben etwas zurück“, so Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer. Seit Beginn der Datenerfassung 2016 sind die Ausgaben zu Black Friday und Cyber Monday kontinuierlich gestiegen, zwischenzeitlich sogar um mehr als zwanzig Prozent im Vergleich zum jeweiligen Vorjahr. Schon im Jahr 2023 legten die Umsätze im Vorjahresvergleich allerdings nur noch geringfügig zu, bevor der Aufwärtstrend im Jahr 2024 auf hohem Niveau zum Stillstand kam und das Umsatzniveau des Vorjahres nicht übertroffen wurde. In diesem Jahr erwartet der HDE nun erstmals einen Rückgang der Umsätze zu den beiden Aktionstagen, der Umsatz wird der Verbandsprognose nach bei 5,8 Milliarden Euro liegen. Das ist gleichbedeutend mit einem Rückgang um knapp zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Dabei zeigt die vom HDE beauftragte Umfrage: Insgesamt wollen etwas mehr Menschen Black Friday und Cyber Monday für den Einkauf reduzierter Produkte nutzen als noch 2024. Zum Black Friday will mit 48 Prozent demnach fast die Hälfte der Befragten auf Schnäppchenjagd gehen, zum Cyber Monday mehr als ein Drittel. „Bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern sind die Aktionstage mit ihren Sonderangeboten beliebt, gerade jetzt in der wirtschaftlich angespannten Lage“, so Tromp. Die Umfrageergebnisse zeigen, dass an den beiden Aktionstagen nicht nur zusätzliche Käufe getätigt werden, sondern in diesem Jahr auch mehr Käufe zur notwendigen Versorgung.

Auf Weihnachtseinkäufe entfallen 2025 wie bereits im Vorjahr rund 1,6 Milliarden Euro der Ausgaben an Black Friday und Cyber Monday. „Black Friday und Cyber Monday setzen in dem für den Einzelhandel so wichtigen Weihnachtsgeschäft wieder spürbare Impulse“, so Tromp weiter. Laut Umfrage nutzt mit 54 Prozent mehr als die Hälfte der Befragten den Black Friday auch für Weihnachtseinkäufe. Der Cyber Monday ist für 42 Prozent der Befragten ein Anlass, um für die Festtage einzukaufen.

Die Umfrage wurde im Auftrag des HDE vom IFH Köln durchgeführt. Befragt wurden im Oktober 2025 über 1.000 Online-Shopper. Der Black Friday fällt in diesem Jahr auf den 28. November, der Cyber Monday auf den 1. Dezember.

Mehr Informationen unter www.einzelhandel.de/blackfriday 

Handelskongress Deutschland 2025: Start-up weinton gewinnt Publikumspreis für Newcomer

Auf dem Handelskongress Deutschland 2025 wurde das Start-up weinton zum Gewinner des Newcomer Lab gekürt. Drei innovative Unternehmen aus dem Einzelhandel präsentierten ihre Konzepte in einem dreiminütigen Pitch. Der Sieger wurde per Live-Voting durch die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Handelskongresses bestimmt.

Das Start-up weinton (WNTN GmbH) entwickelt pfandfähige Weinflaschen, die bruchsicher, ultraleicht und vollständig recycelbar sind und den CO2-Fußabdruck um über 50 Prozent reduzieren, ohne Abstriche bei Qualität und Genuss. (https://wntn.de/)

Als Partner fördert die SIGNAL IDUNA Gruppe die Auszeichnung. Der Sieger des Newcomer Lab erhält zwei VIP-Fußballtickets sowie je eine Jahreslizenz der Software-Lösung CANEI.control, die einen kompletten Überblick über die unternehmerische Performance gibt.

Welche drei Start-ups am Newcomer Lab auf dem Handelskongress Deutschland teilnehmen durften, wurde im Herbst 2025 von einer mit Expertinnen und Experten besetzten Jury entschieden. Teil des Newcomer Lab waren Reo, weinton und Octoscreen.

Weitere Informationen: https://www.handelskongress.org/newcomer-25

Handelskongress Deutschland: HDE-Präsident von Preen fordert politischen Einsatz für Entfesselung der Wirtschaft

Beim Besuch von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche auf dem Handelskongress Deutschland in Berlin bekräftigte der Präsident des Handelsverbandes Deutschland (HDE), Alexander von Preen, die Notwendigkeit wirksamer politischer Maßnahmen zur Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Mit Blick auf das Kongressmotto „Simplify Retail: Einfach. Erfolgreich. Handeln!“ forderte er einen spürbaren Bürokratieabbau, faire Wettbewerbsbedingungen und Investitionsanreize.

„Wenn wir „Simplify Retail“ fordern, dann ist das unser unternehmerischer Ansatz, aber eben auch unsere politische Forderung“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Händlerinnen und Händler hätten mit der Vielzahl an Dokumentations- und Berichtspflichten sowie den hohen Compliance-Kosten zu kämpfen. Diese Bürokratie-Flut müsse enden. Lange Zeit habe der Handel etwa vor den bürokratischen Exzessen des deutschen Lieferkettengesetzes gewarnt. „Dass die Bundesregierung nun die überbordenden Berichtspflichten daraus streicht, ist ein wichtiges Signal. Es ist das Zeichen, dass diese Bundesregierung bereit ist, Fehler zu korrigieren“, so von Preen weiter. Doch das könne nur der Anfang sein. Es brauche insgesamt mehr Vertrauen und weniger Vorschriften.

Zudem machte der HDE-Präsident deutlich: „Wir müssen im Wettbewerb bestehen können. Und dafür brauchen wir zwei Dinge: Bezahlbare Kosten und fairen Wettbewerb.“ Die Stromsteuer müsse daher für alle auf das europäische Mindestmaß gesenkt werden. Notwendig sei auch eine Deckelung der Sozialversicherungsbeiträge bei einer Obergrenze von 40 Prozent. Darüber hinaus müsse ein fairer Wettbewerb sichergestellt sein. Derzeit unterliefen Drittstaatenhändler wie Temu und Shein täglich systematisch europäische Verbraucherschutz-, Steuer- und Umweltstandards. „Das ist Sabotage am Binnenmarkt. Wir haben da kein Regelungsdefizit, sondern ein Versagen bei der Durchsetzung“, so von Preen.

Angesichts der aktuellen Lage der Stadtzentren mahnte von Preen zu einer Vitalisierungsoffensive für Innenstädte. Gefragt seien entsprechende Rahmenbedingungen für private Investitionen. „Der Staat muss den Rahmen so setzen, dass sich privates Kapital wieder traut, in die Zentren zu investieren. Es braucht Anreize, keine neuen Hürden“, so von Preen. Die neue Bundesregierung sei im Frühjahr mit dem Versprechen der Entfesselung angetreten. Von Preen appellierte an die Politik, jetzt auch tatsächlich für eine Kultur der Freiheit und des Ermöglichens zu sorgen. „Wir brauchen eine Politik, die uns nicht verwalten will, sondern uns handeln lässt“, betonte von Preen. Der Handel wolle mit anpacken.

Quelle: HDE