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HDE-Konsumbarometer im September: Verbraucherstimmung verschlechtert sich erstmals seit Jahresbeginn deutlich

Die Verbraucherstimmung in Deutschland trübt sich im September spürbar ein. Wie aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervorgeht, geht der Index zum ersten Mal seit Beginn des Jahres zurück. Nach der Sommerpause sind die Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher für das restliche Jahr gedämpft. Eine Erholung des privaten Konsums ist nicht in Sicht.

Der für den Einzelhandel wichtige Teilindikator der Anschaffungsneigung bleibt nahezu unverändert. Die Konsumzurückhaltung hält an. Gleichzeitig planen die Verbraucher, weniger zu sparen. Ihre Sparneigung verringert sich im Vormonatsvergleich.

Dass die Verbraucherinnen und Verbraucher zwar weniger sparen, aber nicht mehr konsumieren wollen, ist auf ihre von Pessimismus geprägten Einkommenserwartungen für die kommenden Monate zurückzuführen. Der Blick auf die erwartete Entwicklung des eigenen Einkommens trübt sich ein, was künftige Konsumaktivitäten ausbremst. Auch die konjunkturellen Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher fallen pessimistisch aus. Angesichts bislang ausbleibender wirtschaftspolitischer Impulse zeigen sie sich skeptisch, was einen baldigen wirtschaftlichen Aufschwung angeht.

Die Stimmung der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland hat sich spürbar abgekühlt. Nachdem der monatelange Aufwärtstrend der Verbraucherstimmung zuletzt bereits ins Stocken geraten war, ist nun erstmals seit Jahresbeginn eine deutliche Verschlechterung zu erkennen. An eine rasche Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage scheinen die Verbraucher nicht zu glauben. Dadurch fehlt die Grundlage für eine Erholung des privaten Konsums und letztlich auch für einen wirtschaftlichen Aufschwung. Noch ist es der Bundesregierung nicht gelungen, ihren Worten Taten folgen zu lassen und das Vertrauen der Verbraucherinnen und Verbraucher in eine Rückkehr des gesamtwirtschaftlichen Wachstums zu stärken.

Das jeweils am ersten Montag eines Monats erscheinende HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Konsumbarometer, das vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des HDE erstellt wird, hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

Weitere Informationen unter: www.einzelhandel.de/konsumbarometer 

Quelle: HDE

Handelsverband mit Brief an Bundeskanzler: Binnenkonjunktur zum Wachstumsmotor machen

In einem Brief an Bundeskanzler Friedrich Merz und Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche fordert der Handelsverband Deutschland (HDE) die Bundesregierung zu raschen Maßnahmen zur Stützung der Binnenwirtschaft auf. Geopolitische Unsicherheiten, globale Handelskonflikte und eine schwächelnde Weltkonjunktur machten es umso wichtiger, ein Hauptaugenmerk auf die Binnenkonjunktur zu richten. Denn gerade in diesem Bereich sei die Politik schnell handlungsfähig.

„Die internationalen Krisen sind gewaltig. Zollkonflikte und Kriege schlagen auf Handelsbeziehungen und den Export von Gütern voll durch. Es herrscht große Unsicherheit. Es ist richtig und wichtig, dass die Bundesregierung sich in diesem schwierigen Umfeld für gute Rahmenbedingungen der heimischen Wirtschaft einsetzt. Starke Industrien werden auch weiterhin das Rückgrat unseres Landes bilden. Doch dabei darf die Binnenwirtschaft nicht aus dem Fokus geraten. Im eigenen Land und in der EU ist der Einfluss der Bundesregierung größer als im internationalen Kontext. Die Politik muss in diesen Zeiten vor allem ihre Hausaufgaben vor der eigenen Haustür erledigen und dafür sorgen, dass die Binnenwirtschaft ein Stabilitätsanker ist und zum gesamtwirtschaftlichen Wachstumstreiber wird“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

Deshalb fordert der HDE eine Stärkung der Binnennachfrage durch gezielte Entlastungen von Haushalten mit niedrigem und mittlerem Einkommen. Gleichzeitig müssen Steuererhöhungen tabu sein. „Zudem braucht es dringend Entlastungen für kleine und mittelständische Unternehmen. Bürokratieabbau, niedrigere Energiekosten und Investitionsanreize sind zentrale Voraussetzungen für wirtschaftliches Wachstum vor Ort. Deshalb muss auch die Stromsteuersenkung für alle kommen“, so der HDE-Präsident. Insbesondere im Bereich Digitalisierung setzt sich der HDE für gezielte Unterstützung durch staatliche Förderprogramme ein.

„Die Binnenkonjunktur ist kein Selbstläufer. Aber sie ist für die Bundesregierung einfacher zu beeinflussen als die komplexe internationale Lage. Hier muss die Politik rasch und entschlossen handeln. Dann haben wir die Chance, unsere Binnenwirtschaft wirkungsvoll anzukurbeln. Am Ende würden davon alle profitieren: Die Unternehmen, die Beschäftigten und die Gesamtwirtschaft“, so von Preen weiter. Der Einzelhandel als drittgrößter Arbeitgeber des Landes und starke Branche der Binnenwirtschaft stehe bereit, sich konstruktiv einzubringen.

Quelle: HDE

HDE warnt vor Folgen von Steuererhöhungen für Konsum und Handelsunternehmen

Die Äußerungen von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil zu möglichen Steuererhöhungen bewertet der Handelsverband Deutschland (HDE) kritisch. Der Verband warnt davor, Haushaltslücken auf Kosten des wirtschaftlichen Aufschwungs zu schließen und bekräftigt seine Forderung nach Entlastungen für Unternehmen und Verbraucher.

„Dass der Bundesfinanzminister jetzt Steuererhöhungen ins Gespräch bringt, ist nicht nachvollziehbar. Was es braucht, sind niedrigere Kosten am Wirtschaftsstandort Deutschland. Statt Belastungen muss es Entlastungen geben, und zwar für Unternehmen und Verbraucher. Steuererhöhungen oder gar eine Vermögensteuer müssen vom Tisch sein“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Eine Erhöhung der Steuerlast stehe dem Ziel eines spürbaren Wirtschaftsaufschwungs entgegen und sei eine Gefahr für die Entwicklung der Verbraucherstimmung in Deutschland. „Eine Steuererhöhung würde den Konsum massiv ausbremsen. Das können wir uns nicht leisten“, so Genth weiter. Bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern überwiege weiterhin die Konsumzurückhaltung. Noch dazu sei die langsame Aufhellung der Verbraucherstimmung zuletzt ins Stocken geraten. „Der Konsumstimmung mit Steuererhöhungen einen Dämpfer zu verpassen, wäre fatal“, betont Genth.

Der HDE spricht sich zudem gegen die Erhebung einer Vermögensteuer aus. „Im Handel ist Privatvermögen oftmals auch Unternehmensvermögen. Eine Vermögensteuer würde daher besonders mittelständische Händlerinnen und Händler hart treffen und Existenzen aufs Spiel setzen“, so Genth. Um Haushaltslücken zu schließen, müsse die Bundesregierung bei den Ausgaben die richtigen Prioritäten setzen.

Quelle: HDE

Gesetzliche Vorgabe der vorherigen Kontaktaufnahme zur Bundesagentur für Arbeit bei Ausschreibung neuer Arbeitsstelle

Bei Ausschreibungen von Arbeitsstellen wird gerne § 164 Abs. 1 S. 2 SGB IX übersehen. Diese gesetzliche Vorschrift verpflichtet Arbeitgeber dazu, bei jeder auszuschreibenden Stelle, frühzeitig mit der Agentur für Arbeit in Kontakt zu treten, um zu prüfen, ob der freie Arbeitsplatz auch mit einem schwerbehinderten Menschen besetzt werden kann, der derzeit arbeitssuchend ist. Die Bundesagentur für Arbeit schlägt dem Arbeitgeber dann geeignete schwerbehinderte Menschen vor, sofern solche bei ihr aktenkundig sind.

Sollte der Arbeitgeber über einen Betriebsrat und eine Schwerbehindertenvertretung verfügen, sind die beiden Gremien über die Vermittlungsvorschläge und vorliegenden Bewerbungen von schwerbehinderten Menschen zu unterrichten. Eine nicht erfolgte Information der zuständigen Gremien kann bei der Einstellung zu einem Zustimmungsverweigerungsrecht des Betriebsrates nach § 99 Abs. 2 Nr. 1 BetrVG führen, insbesondere wenn sich auch jemand mit Schwerbehinderung auf die Stelle beworben und diese nicht bekommen hat.

Aber auch Unternehmen ohne Betriebsrat und Schwerbehindertenvertretung haben Nachteile, wenn sie nicht mit der Agentur für Arbeit Verbindung aufnehmen, bevor sie die ausgeschriebene Stelle besetzen. Denn sollte einer der Bewerber auf die Stelle eine Schwerbehinderung aufweisen und jemand anders schließlich die Stelle erhalten, gilt die Nichteinbeziehung der Agentur für Arbeit bereits als Indiz für eine arbeitgeberseitige Diskriminierung und eine daraus resultierende Schadenersatzpflicht nach dem AGG. Das hat das BAG auch in einem jüngsten Urteil vom 27.03.2025 (- 8 AZR 123/24 -) noch einmal ausdrücklich klargestellt. Nach Auffassung des BAG haben alle Arbeitgeber diese Vorschrift zu beachten. Das Ignorieren der Kontaktaufnahmepflicht sei ein Indiz für eine Diskriminierung bzw. Benachteiligung eines Bewerbers wegen einer Schwerbehinderung, wenn dieser die Stelle nicht bekomme. Es obläge dann dem Arbeitgeber zu widerlegen und zu beweisen, dass es zu keiner Diskriminierung kam. Letzteres ist im Regelfall kaum möglich. Im oben benannten BAG-Fall gelang dies ausnahmsweise zwar dem Arbeitgeber. Dies aber nur, weil er anhand von Unterlagen nachweisen konnte, dass zum Zeitpunkt des Eingangs der Bewerbung des auf Diskriminierung klagenden schwerbehinderten Arbeitnehmers die Einstellungsentscheidung für einen anderen Beschäftigten bereits abgeschlossen war.

Insofern ist für Arbeitgeber als Lehre aus dem Verfahren mitzunehmen, dass sie vorsorglich immer die Agentur für Arbeit vor der Besetzung einer freien Arbeitsstelle gem. § 164 Absatz 1 S. 2 SGB IX informieren sollten und dass Arbeitgeber eine Einstellungsentscheidung optimalerweise vor Zeugen treffen oder durch Zeugen dokumentieren lassen, ebenso den Zeitpunkt dieser Entscheidung.

Handel startet Informationsoffensive: Bundesweite Kampagne zur Batterierücknahme

Im Zuge der Umsetzung der europäischen Batterieverordnung sollen die Verbraucher künftig über die Entsorgungskosten von Batterien informiert werden. Zusätzlich dazu sollen die generellen Informationen zur Batterierücknahme im Handel sichtbarer werden, so sieht es das Batteriedurchführungsgesetz vor, das im Herbst verabschiedet werden soll. Beide Informationen werden künftig einheitlich und gut sichtbar im Einzelhandel platziert werden. Dabei setzt die Branche auf entsprechende Plakate, Flyer und Aufkleber.

100 Tage Bundesregierung: Handel fordert spürbaren wirtschaftspolitischen Aufbruch und sieht die Koalition vor großen Aufgaben

Mit Blick auf die ersten 100 Tage der Bundesregierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz vermisst der Handelsverband Deutschland (HDE) noch den oftmals angekündigten Aufbruch hin zu einer neuen Wirtschaftspolitik. Dementsprechend sieht der Verband die Bundesregierung beispielsweise beim Abbau von Bürokratie, bei der Herstellung eines fairen Wettbewerbs mit fernöstlichen Unternehmen wie Temu oder bei der Entlastung bei den Strompreisen vor großen Aufgaben.

Ausbildungsstart: Einzelhandel freut sich über neue Auszubildende in einer der ausbildungsstärksten Branchen des Landes

Zum 1. August 2025 ist das neue Ausbildungsjahr gestartet. Der Handelsverband Deutschland (HDE) heißt die neuen Auszubildenden im Einzelhandel zum Ausbildungsbeginn willkommen. Mit Blick auf die langfristige Fachkräftesicherung und künftige Ausbildungsjahrgänge mahnt der HDE gleichzeitig zu einem Umdenken in der Bildungspolitik.

„Wir freuen uns über alle jungen Menschen, die sich für eine Ausbildung im Einzelhandel entscheiden. Herzlich willkommen in einer der ausbildungsstärksten Branchen in Deutschland“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der Einzelhandel habe mit rund 60 Berufen ein außergewöhnlich breites Feld an Tätigkeiten und Berufsbildern zu bieten. „Im Einzelhandel legt eine Ausbildung den Grundstein für spannende Karrierewege und persönliche Entwicklung. Jungen Menschen stehen nach einem erfolgreichen Berufsstart viele Türen offen“, so Genth weiter.

Nach wie vor ist die duale Ausbildung im Einzelhandel ein Erfolgsmodell. Allerdings steht dieses Modell laut HDE unter Druck und mit ihm die Branche. „Seit Jahren wird es immer schwerer, geeignete Bewerberinnen und Bewerber zu finden“, so Genth. Neben fachlichen Defiziten berichteten viele Handelsunternehmen auch von einem Mangel an sozialen Kompetenzen wie Zuverlässigkeit, Lernbereitschaft und vor allem Teamfähigkeit und Kommunikationsstärke sowie von Schwierigkeiten im Arbeits- und Sozialverhalten. „Soziale Kompetenzen bilden gerade im Einzelhandel die Grundlage für eine erfolgreiche Ausbildung. Wer diese grundlegenden Fähigkeiten nicht mitbringt, hat es im Berufsleben schwer und zwar schon beim Ausbildungsstart“, so Genth weiter. Handlungsbedarf sieht der HDE daher in der Bildungspolitik, die die berufliche Realität ernst nehmen und junge Menschen gezielt auf den Einstig in das Arbeitsleben vorbereiten müsse. „Schulen müssen wieder in die Lage versetzt werden, allen Jugendlichen die grundlegenden Kompetenzen für einen erfolgreichen Ausbildungsstart zu vermitteln. Dafür braucht es eine engere Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern, um etwa gemeinsame Standards zu entwickeln und strukturelle Verbesserungen im Bildungssystem voranzubringen“, betont Genth.

Gefragt sei auch eine verlässliche und gleichberechtigte Berufsorientierung an allen allgemeinbildenden Schulen. Das gelte besonders für Gymnasien, an denen der akademische Berufsweg noch immer stärker betont wird als die Karriereoptionen, die sich mit einer Berufsausbildung bieten. „Wer die Fachkräftesicherung ernst meint, muss die Berufsorientierung mitdenken“, betont Genth. Der HDE nehme dieses Thema ernst und erreiche mit seiner Ausbildungskampagne auf www.karriere-handel.de sowohl junge Menschen als auch Eltern und Lehrkräfte dort, wo sie sich informieren. „Unser Ziel ist es, ihnen authentische Einblicke in die vielfältige Praxis des Einzelhandels zu ermöglichen. Über die Webseite der Kampagne und über Social Media sprechen wir alle Zielgruppen an und bieten passgenaue Inhalte und Formate, um jeder und jedem Einzelnen den Handel näherzubringen“, so Genth.

Weitere Informationen

Decathlon tritt Handelsverband Deutschland zum 01.01.2026 bei

Zum 1. Januar 2026 wird das Sporthandelsunternehmen Decathlon Mitglied im Handelsverband Deutschland (HDE). Die Unterzeichnung fand in der vergangenen Woche in Berlin statt.

„Decathlon im politischen Diskurs an unserer Seite zu wissen, ist ein Gewinn für die gesamte Handelsbranche. Wir sind froh, dass wir damit eines der größten Non-Food-Unternehmen und Sporthandelsunternehmen als einen weiteren wichtigen Vertreter für die Branchenvertretung im HDE gewinnen konnten. Nachdem wir bereits im Juni Rossmann als Neumitglied im HDE begrüßen durften, setzt sich damit eine positive Entwicklung für den HDE fort. Gemeinsam und mit der starken Stimme des gesamten Handels lässt sich viel bewegen, in Deutschland und darüber hinaus. Wir freuen uns darauf, diesen Weg mit Decathlon zu gehen und zusammen gegenüber Politik und Öffentlichkeit für die passenden Rahmenbedingungen für einen erfolgreichen Einzelhandel in Deutschland und Europa einzutreten“, so HDE-Präsident Alexander von Preen.

„Wir freuen uns sehr, dem HDE beizutreten und unsere Kräfte zu bündeln. Der HDE ist ein Vorreiter in der Vertretung der Interessen des Handels, sowohl national als auch international auf EU-Ebene. Unsere Vorstellungen stimmen in vielen Bereichen überein, was eine sehr produktive Zusammenarbeit erwarten lässt“, sagt Arnaud Sauret, Geschäftsführer von Decathlon Deutschland.

Der HDE ist die Spitzenorganisation des deutschen Einzelhandels. Insgesamt erwirtschaften in Deutschland rund 280.000 Einzelhandelsunternehmen mit drei Millionen Beschäftigten an 400.000 Standorten einen Umsatz von mehr als 660 Milliarden Euro jährlich.

Quelle: HDE

Förderphase des Mittelstand-Digital Zentrums Handel verlängert

Zum 1. August 2025 verlängert sich die Förderphase des Mittelstand-Digital Zentrums Handel mit dem Handelsverband Deutschland (HDE) als Konsortialführer. Mit dem Förderprojekt des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie unterstützt der HDE damit weiterhin kleine und mittlere Handelsunternehmen bei der Digitalisierung – mit besonderem Fokus auf KI-Readiness.

Mit der Verlängerung der Förderphase setzt das Mittelstand-Digital Zentrum Handel seine Arbeit vom 1. August 2025 bis zum 31. Dezember 2026 fort und unterstützt kleine und mittlere Handelsunternehmen bei ihren Digitalisierungsvorhaben. Als Teil des Förderschwerpunkts „Mittelstand-Digital“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie bietet das Zentrum Handel dabei praxisnahe, kostenfreie Angebote.

Künstliche Intelligenz im Fokus: Praxisnahe Unterstützung für den Handel

Mit der Verlängerung der Förderphase rückt insbesondere Künstliche Intelligenz (KI) stärker in den Mittelpunkt: KI hat sich vom Trendthema zur Schlüsseltechnologie entwickelt, die neue Wachstums- und Wettbewerbspotenziale für Unternehmen eröffnet.

„Der Handel hat sich in den letzten Jahren dynamisch entwickelt – die Relevanz von Künstlicher Intelligenz nimmt dabei immer weiter zu“, erklärt Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des HDE. „Wir freuen uns sehr über die Verlängerung der Förderung, denn mit dem Mittelstand-Digital Zentrum Handel haben wir die Möglichkeit zu zeigen, wie KI im Alltag unserer mittelständischen Händlerinnen und Händler verständlich und praxisnah eingesetzt werden kann.“

Auch Frank Rehme, Geschäftsführer des Zentrums Handel, betont die zentrale Rolle des Projekts: „Ziel ist es, Unternehmen neben übergreifender Unterstützung bei der Digitalisierung vor allem auf dem Weg zur KI-Readiness zu begleiten. In den kommenden eineinhalb Jahren liegt unser Fokus darauf, gemeinsam eine Basis für den sinnvollen Einsatz Künstlicher Intelligenz zu schaffen, damit KI-Tools implementiert werden können.“

Deutschlandweite Hilfestellungen mit Blick auf den Praxiseinsatz

Als Konsortialführer betreibt der Handelsverband Deutschland gemeinsam mit den Partnern ibi research an der Universität Regensburg, IFH Köln, EHI Retail Institute und dem Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) einen intensiven Wissenstransfer rund um den Themenbereich KI im Handel.

Zu den praxisorientierten Ansätzen gehören auch weiterführend verschiedene Händlerprojekte, die auf die aktuelle Situation der Unternehmen sowie deren Herausforderungen eingehen und mögliche Lösungen der KI-Implementierung aufzeigen. Darüber hinaus bietet das DigitalMobil Handel die Möglichkeit, digitale (KI-)Anwendungen deutschlandweit live zu erleben. Eigene KI-Trainer unterstützen bei konkreten Fragen zum Einsatz der Technologie im eigenen Betrieb. Mit Standorten in Berlin, Köln, Regensburg und Saarbrücken sowie zahlreichen kostenfreien (Online-)Veranstaltungen, Sprechstunden und Publikationen steht das Zentrum Handel so als vielseitige Unterstützung zur Verfügung.

Das Mittelstand-Digital Zentrum Handel gehört zu Mittelstand-Digital. Mit dem Mittelstand-Digital Netzwerk unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie die Digitalisierung in kleinen und mittleren Unternehmen und dem Handwerk. Weitere Informationen finden Sie unter www.mittelstand-digital.de und www.digitalzentrumhandel.de.

Quelle: HDE

HDE-Konsumbarometer im August: Aufwärtsbewegung der Verbraucherstimmung gerät ins Stocken

Nachdem sich die Verbraucherstimmung in Deutschland zuletzt weiter aufgehellt hatte, legt der Aufwärtstrend im August eine Pause ein. Das geht aus dem aktuellen Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) hervor. Demnach bewegt sich der Index nahezu auf dem Niveau des Vormonats. Ob die Stagnation der Verbraucherstimmung der Beginn eines negativen Trends ist, bleibt abzuwarten und ist von den wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Bundesregierung sowie von der Entwicklung der geopolitischen Rahmenbedingungen in den kommenden Monaten abhängig.

Die Konsumlaune der Verbraucherinnen und Verbraucher ist weiterhin von Zurückhaltung geprägt. Sie planen, sich in den nächsten Wochen verstärkt auf das Sparen zu konzentrieren, ihre Sparneigung steigt. Zwar geht auch die Anschaffungsneigung der Verbraucher nach oben, jedoch nur geringfügig. Sie liegt damit noch immer unter dem Vorjahresniveau. Vorsicht bestimmt weiterhin das Handeln der Verbraucherinnen und Verbraucher. Eine spürbare Erholung des privaten Konsums ist daher in nächster Zeit nicht zu erwarten.

Auch mit Blick auf die konjunkturelle Entwicklung in den kommenden Wochen sind die Verbraucher zurückhaltend. Ähnlich wie bei den Unternehmen fallen ihre Einschätzungen nur etwas positiver aus als im Vormonat. Eine erneute Rezession fürchten die Verbraucherinnen und Verbraucher somit nicht, doch ein signifikantes Wachstum halten sie offenbar auch für unwahrscheinlich. Deutlich optimistischer zeigen sich die Verbraucher hingegen, wenn es um die Entwicklung ihrer eigenen Einkommenssituation geht. Hier legen ihre Erwartungen zu, was an der grundsätzlich niedrigeren Inflation und den zuletzt gesunkenen Energiepreisen liegen könnte.

In den vergangenen Monaten hatte sich die Verbraucherstimmung stetig verbessert. Da ein gesamtwirtschaftlicher Aufschwung jedoch nicht in Sicht ist, gerät der Aufwärtstrend nun ins Stocken. Die Verbraucherinnen und Verbraucher agieren weiterhin mit Vorsicht und warten auf Impulse. An eine kurzfristige wirtschaftliche Erholung glauben sie nicht. Aufgrund der vorherrschenden Unsicherheit wird es in den kommenden Monaten voraussichtlich keinen Schub beim privaten Konsum geben.

Das jeweils am ersten Montag eines Monats erscheinende HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Konsumbarometer, das vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des HDE erstellt wird, hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

Weitere Informationen unter: https://einzelhandel.de/konsumbarometer