Zum Hauptinhalt springen

Mo-Fr 8:00 - 17:00

0511 33708-0

Weihnachten 2025: Second Hand-Geschenke bleiben starker Trend

39% der Deutschen haben schon mal ein Second Hand-Geschenk zu Weihnachten verschenkt, 53% können sich das in diesem Jahr vorstellen. Dabei werden Second Hand-Weihnachtsgeschenke besonders häufig online, aber auch im stationären Handel gekauft. Der Second Hand Markt wandelt sich vom reinen Gewissensthema zum Lifestyletrend. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Sellpy und dem Handelsverband Deutschland (HDE), durchgeführt von Appinio. Im Vergleich zum Vorjahr zeigt sich dabei eine weitere spannende Entwicklung: Während 2024 noch der Wunsch nach Nachhaltigkeit das Hauptmotiv für Second Hand-Geschenke war, dominieren 2025 der „Schatzsucher-Aspekt“ (Einzigartigkeit) und finanzielle Vorteile. Second Hand unter dem Weihnachtsbaum ist damit endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

Einzigartigkeit wird wichtiger als Nachhaltigkeit
Eine deutliche Veränderung zeigt sich in der Motivation der Schenkenden. Im Jahr 2024 gaben noch 52% der Befragten an, dass Nachhaltigkeit der wichtigste Grund für ein Second Hand Geschenk sei. 2025 rutscht dieser Aspekt mit 45% auf den dritten Platz ab.

Stattdessen suchen die Deutschen das Besondere: 47% der Befragten geben 2025 an, Second Hand zu verschenken, weil diese Geschenke einzigartiger sind als Neuware – ein massiver Anstieg im Vergleich zu 2024, als dieser Aspekt nur für 35% relevant war. Weihnachten wird damit persönlicher: weniger Standard, mehr Charakter, mehr Geschichten.

Dazu sagt Nikola Grote, Market Development Managerin bei Sellpy:
„Wir beobachten eine spannende Emanzipation des Second Hand-Geschenks. 2024 kauften die Menschen gebraucht, um “das Richtige” für den Planeten zu tun. 2025 kaufen sie gebraucht, weil sie etwas schenken wollen, das nicht jeder hat. Der Vintage-Faktor und die Einzigartigkeit eines pre-loved Artikels sind heute fast genauso wichtig wie der Preis. Second Hand ist kein Verzicht mehr, sondern ein Upgrade in Sachen Individualität.“

Der Preisdruck bleibt – aber die Scham verschwindet
Die wirtschaftliche Lage hinterlässt Spuren, doch Konsumenten reagieren pragmatisch. Für 48% ist der bessere Preis der Hauptgrund, ein gebrauchtes Geschenk zu wählen. Generell ist der Preis beim Kauf von Gebrauchtwaren für 78% der Befragten der wichtigste Treiber. Interessant dabei: Die Sorge, als “geizig” wahrgenommen zu werden, nimmt weiter ab. Männer (30 %) und Frauen (29 %) sind gleichermaßen bereit, ihren Partnerinnen und Partnern etwas Gebrauchtes zu schenken – Second Hand zu Weihnachten bedeutet damit längst nicht mehr „Sparen“, sondern „sinnvoll schenken“.

“Die pessimistische Verbraucherstimmung und ein hohes Maß an Unsicherheit lassen die Verbraucher noch stärker als sonst bei Second Hand-Waren zugreifen. Die Menschen sind noch preisbewusster als sie das normalerweise sind. Dazu kommt, dass Second Hand-Geschenke für viele Kunden mittlerweile als etwas Normales angesehen werden – ohne falsche Scham”, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Was unter dem Weihnachtsbaum landet: Bücher und Tech statt Deko
Auch bei den Produktkategorien gibt es Verschiebungen. Während 2024 Home & Decor mit 67% noch unangefochten auf Platz eins der Weihnachtsgeschenke lag, wird es 2025 persönlicher:
● Frauen greifen bevorzugt zu Büchern (56%).
● Männer favorisieren Elektronik (50%).

Das deutet darauf hin, dass das Vertrauen in die Qualität und den Zustand gebrauchter Produkte weiter wächst.

Generation Z als „Power-User“
Ein Blick auf die Altersgruppen zeigt, wer den Trend wirklich prägt. Während 2024 noch 73% der 16- bis 24-Jährigen angaben, traditionelle neue Geschenke zu bevorzugen, lebt die Gen Z 2025 Second Hand als Alltagskultur: 75% dieser Altersgruppe haben in den letzten drei Monaten gebrauchte Artikel gekauft – der Spitzenwert aller Generationen.

Gute Zukunftsaussichten für Second Hand
Die Ergebnisse der Umfrage machen deutlich: Der Wandel im Konsumverhalten ist kein kurzfristiger Trend. Auf die Frage, ob Second Hand in den nächsten fünf Jahren weiter an Bedeutung gewinnen wird, antworteten 83% der Befragten mit einem klaren „Ja“. Dieser Optimismus zieht sich durch alle Altersgruppen und gerade zu Weihnachten wird sichtbar: Second Hand hat sich vom Nischenphänomen zum neuen Standard entwickelt.

Für die Studie befragte das Marktforschungsinstitut Appinio insgesamt 1000 Personen in Deutschland bei repräsentativer demografischer Verteilung. Die Umfrage wurde im Auftrag von Sellpy durchgeführt.

Woche vor dem zweiten Advent: Weihnachtsgeschäft weiterhin ohne Schwung – Samstag macht erneut Hoffnung

Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel konnte auch in der Woche vor dem zweiten Advent nicht richtig an Fahrt aufnehmen. Nach einer aktuellen HDE-Trendumfrage unter rund 300 Unternehmen sind nur 22 Prozent der Händlerinnen und Händler mit den letzten Tagen zufrieden, 58 Prozent sind unzufrieden.
„Das war noch nicht der erhoffte Durchbruch, die Auswirkungen der schlechten Konsumstimmung sind nach wie vor deutlich spürbar“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Die HDE-Umfrage zeigt, dass das Weihnachtsgeschäft in der Woche vor dem zweiten Advent auf dem schwachen Niveau der Vorwoche verharrte. Dabei blieb die Lage uneinheitlich: So entwickelten sich die Geschäfte in städtischen Vororten und Stadtteilzentren überdurchschnittlich gut. Schaut man auf einzelne Branchen, so lief es beim Handel mit Unterhaltungselektronik und Spielwaren vergleichsweise gut. Hier waren über 30 Prozent zufrieden.

Hauptgrund für die vielerorts eher enttäuschte Stimmung der Händler: Die Besucherzahlen verharrten auf dem insgesamt schwachen Niveau der Vorwoche. Von zufriedenstellenden Frequenzen berichteten nur 22 Prozent der befragten Betriebe. Insgesamt sind aktuell zwei Drittel der Unternehmen (67 %) mit der Entwicklung des bisherigen Weihnachtsgeschäfts unzufrieden.

„Viele Handelsunternehmen leiden unter dem schwierigen Umfeld: Schlechte Verbraucherstimmung, hohe Energiepreise und wenig Licht am Ende des Tunnels machen es der Branche vielerorts schwierig, einen gelungenen Jahresabschluss hinzubekommen“, so Genth weiter. Hoffnung aber brachte der vergangene Samstag, der ähnlich wie in der Vorwoche für spürbare Impulse in den Hauptgeschäftslagen der Innenstädte sorgte.

„Die Menschen wollen auch in diesem Jahr zu Weihnachten ihre Liebsten beschenken. Viele schauen angesichts der vielen Unsicherheiten in der aktuellen internationalen und wirtschaftlichen Lage dabei aber mehr auf das Geld“, so Genth. Zudem bekomme die Branche die oft unfaire Konkurrenz aus Fernost zu spüren. So schätzt der HDE die Umsätze von Temu und Shein in Deutschland für November und Dezember in diesem Jahr auf bis zu eine Milliarde Euro. „Onlineplattformen und Onlinehändler aus Fernost halten sich oft nicht an unsere Regeln und Gesetze. In diesem unfairen Wettbewerb können die heimischen Händler nicht bestehen. Die Politik auf Bundes- und EU-Ebene muss endlich handeln und Verbraucher- sowie Umweltschutz und Besteuerung auch für diese Akteure wirkungsvoll durchsetzen“, so der HDE-Hauptgeschäftsführer.

Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft in den Monaten November und Dezember erwartet der HDE insgesamt Umsätze in Höhe von 126,2 Milliarden Euro. Das entspricht im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 1,5 Prozent.

Weitere Informationen unter: https://einzelhandel.de/weihnachten

HDE lehnt Steuerprivileg für Gewerkschaftsmitgliedschaften ab

Die Regierungsfraktionen haben im Finanzausschuss des Deutschen Bundestags kurzfristig noch zwölf Änderungsanträge zum Steueränderungsgesetz eingebracht. Demnach sollen Beitragszahlungen an Gewerkschaften in Zukunft neben dem Pauschbetrag für Werbungskosten steuerlich berücksichtigt werden können.

Diese werden also nicht mehr wie bislang auf den Pauschbetrag angerechnet. Hieraus ergibt sich eine steuerliche Privilegierung, sofern der Pauschbetrag durch die verbleibenden Werbungskosten nicht ausgeschöpft wird. Zudem soll Arbeitslohn, der anlässlich von Betriebsveranstaltungen gezahlt wird, grundsätzlich pauschaliert werden können. Zukünftig soll dies an die Voraussetzung geknüpft werden, dass die Betriebsveranstaltung allen Beschäftigten eines Betriebs oder Betriebsteils offenstehen. Beide Änderungen lehnt der HDE ab und kritisiert das Vorgehen ohne eine angemessene Beteiligung der Arbeitgeberbank.

„Vor dem Hintergrund der schwierigen Haushaltslage ist die geplante Bevorzugung von Gewerkschaftsmitgliedern durch die Koalitionsparteien durch eine nicht unerhebliche steuerliche Subventionierung sehr kritisch zu sehen. Die Arbeitgeberbank war zudem vorab nicht ausreichend in den Gesetzgebungsprozess eingebunden. Dies ist vor allem bei der einseitigen Begünstigung für Gewerkschaftsmitgliedschaften äußerst schwer zu akzeptieren. Daran ändert auch nichts, dass sich die Koalitionsparteien bereits im Koalitionsvertrag auf ein entsprechendes Vorhaben geeinigt hatten“, so der HDE-Geschäftsführer für Arbeit und Soziales, Steven Haarke. Die Beschränkung der steuerlichen Pauschalierung auf Betriebsveranstaltungen stelle zudem einen weiteren Bürokratieaufbau dar, weil zusätzliche Prüf- und Dokumentationspflichten auf die Arbeitgeber zukommen.

Die Änderungsanträge sollen bereits am morgigen Donnerstag zusammen mit dem Steueränderungsgesetz 2025 in zweiter und dritter Lesung im Bundestag beraten und verabschiedet werden.

Quelle: HDE

Nikolaus: Einzelhandel rechnet mit Milliardenumsatz

Zum Nikolaustag am 6. Dezember erwartet der Einzelhandel auch in diesem Jahr wieder zusätzliche Umsätze in Höhe von über einer Milliarde Euro. Wie eine im Auftrag des Handelsverbandes Deutschland (HDE) vom IFH Köln durchgeführte, bevölkerungsrepräsentative Umfrage zeigt, plant rund um Nikolaus jeder dritte Konsument, Ausgaben zu tätigen.

„Der Nikolaustag ist ein wichtiger Teil des Weihnachtsgeschäfts und sorgt jedes Jahr für Umsatzimpulse. In den Geschäften machen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher auf die Suche nach Geschenken, mit denen sie die Nikolausstiefel füllen können“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Wie im vergangenen Jahr plant etwa ein Drittel der Verbraucherinnen und Verbraucher anlassbezogene Einkäufe zum Nikolaustag. Von ihnen will mit gut 60 Prozent die Mehrheit gleich viel ausgeben wie im Vorjahr. Etwas mehr als zwölf Prozent planen hingegen, ihre Nikolausausgaben in diesem Jahr zu steigern, während etwa 27 Prozent weniger ausgeben wollen als im vergangenen Jahr. Der HDE rechnet mit einem geringfügigen Anstieg der Nikolausumsätze um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf dann knapp über eine Milliarde Euro.

Um die Stiefel zu Nikolaus zu füllen, sind Lebensmittel und Spielwaren besonders beliebt. Verbraucherinnen und Verbraucher greifen zu diesem Anlass allerdings auch zu Büchern und Schreibwaren, Bekleidungsartikeln, Parfum und Kosmetik sowie Blumen. „Im Einzelhandel finden die Verbraucherinnen und Verbraucher auch in diesem Jahr wieder in zahlreichen Warengruppen ein breites Angebot an Geschenken zum Nikolaus“, so Genth.

Die bevölkerungsrepräsentative Umfrage unter rund 1.000 Befragten wurde im Auftrag des HDE vom IFH Köln durchgeführt.

Weitere Informationen unter: www.einzelhandel.de/nikolaus

HDE-Konsumbarometer im Dezember: Verbraucherstimmung weiter im Abwärtstrend – niedrigster Wert seit Jahresbeginn

Die Konsumstimmung in Deutschland geht im Dezember weiter zurück, wie das aktuelle Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) zeigt. Demnach sinkt der Index auf das niedrigste Niveau seit Jahresbeginn. Die Vorweihnachtszeit hat somit keinen positiven Effekt auf die Konsumlaune. Vielmehr ist das Jahr 2025 mit Blick auf die Verbraucherstimmung ein verlorenes Jahr, das keine Hoffnung auf eine baldige wirtschaftliche Erholung macht.

Die Kaufzurückhaltung unter den Verbraucherinnen und Verbrauchern nimmt im Dezember etwas zu. Zu beobachten ist eine Verschiebung vom Konsum hin zum Sparen. Während die Anschaffungsneigung der Verbraucher im Vergleich zum Vormonat zurückgeht und ein mäßiges Weihnachtsgeschäft in Aussicht stellt, sind in der Planung für die nächsten Wochen höhere Sparbeträge vorgesehen.

Dass Vorsicht und Zurückhaltung weiterhin überwiegen, verdeutlicht die anhaltende Unsicherheit der Verbraucher. Ihr Blick auf die Entwicklung der Gesamtwirtschaft fällt pessimistisch aus, ihre Konjunkturerwartungen lassen im Vergleich zum Vormonat nach und fallen auf das niedrigste Niveau seit Anfang 2024. Die Verbraucherinnen und Verbraucher scheinen nicht damit zu rechnen, dass der bevorstehende Jahreswechsel mit einem signifikanten gesamtwirtschaftlichen Wachstum verbunden sein wird.

Optimistisch zeigen sich die Verbraucherinnen und Verbraucher hingegen, wenn es um ihre persönliche Einkommenssituation geht. Im Vergleich zum Vormonat erhöhen sich ihre Einkommenserwartungen. Diese Entwicklung ist möglicherweise auf erste von der Bundesregierung beschlossene Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger zurückzuführen.

Das Jahr 2025 endet für die Verbraucherstimmung somit nahezu auf dem unbefriedigendem Niveau, auf dem sie in das Jahr gestartet ist. Nicht nur für die Gesamtwirtschaft, sondern auch für die Konsumlaune war 2025 somit ein verlorenes Jahr, das nicht die erhoffte Erholung gebracht hat. Weiterhin sind die Verbraucherinnen und Verbraucher zurückhaltend, was auf ein verhaltenes Weihnachtsgeschäft ohne neue Verkaufsrekorde hindeutet. Angesichts des schwächelnden Konsums ist ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum nicht in Sicht.

Das jeweils am ersten Montag eines Monats erscheinende HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Konsumbarometer, das vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des HDE erstellt wird, hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.

Weitere Informationen unter: https://einzelhandel.de/konsumbarometer

Woche vor dem ersten Advent: Heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts startet verhalten – Einzelhandel setzt auf Schwung in kommenden Adventswochen

Angesichts anhaltender Kaufzurückhaltung und schwacher Kundenfrequenzen fehlt es dem Weihnachtsgeschäft bislang an Schwung. Das geht aus einer aktuellen Umfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter 300 Unternehmen hervor. Demnach ist der stationäre Einzelhandel mit dem Verlauf des Weihnachtsgeschäfts im November und der zurückliegenden Woche vor dem ersten Advent überwiegend unzufrieden.

„Das Weihnachtsgeschäft startet jetzt in die heiße Phase, muss aber erst noch Fahrt aufnehmen. Die Umsätze der vergangenen Wochen bleiben hinter den Erwartungen der Händlerinnen und Händler zurück“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Über 60 Prozent der Befragten berichten in der HDE-Umfrage mit Blick auf die letzte Novemberwoche von schwachen Geschäften, zufrieden zeigt sich knapp ein Viertel der Händlerinnen und Händler. „Der Samstag war vielerorts ein Lichtblick mit etwas besseren Umsätzen und macht ein wenig Hoffnung auf spürbare Umsatzimpulse an den Adventswochenenden“, so Genth weiter.

Zurückzuführen ist die bislang fehlende Dynamik im Weihnachtsgeschäft laut HDE-Umfrage vor allem auf schwache Kundenfrequenzen an vielen Standorten. Mit 70 Prozent berichtet die Mehrheit der befragten Unternehmen von im Vergleich zum Vorjahr gesunkenen Besucherzahlen.

Zufrieden zeigen sich mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts nur 14 Prozent der Unternehmen, insbesondere Händlerinnen und Händler aus den Bereichen Spielwaren, Uhren und Schmuck sowie Unterhaltungselektronik. Beliebt waren in der Woche vor dem ersten Advent vor allem Winterbekleidung und warme Schuhe, Sportbekleidung und Gutscheine.

Jedes fünfte befragte Unternehmen rechnet laut HDE-Umfrage mit einer Belebung des Geschäfts in den kommenden Wochen. „Der weihnachtliche Endspurt entscheidet für viele Händlerinnen und Händler über den Erfolg des gesamten Geschäftsjahres. Daher blickt die Branche mit Vorfreude und gewohntem Optimismus auf die bevorstehenden Dezemberwochen“, so Genth.

Der Einzelhandel erwartet für das diesjährige Weihnachtsgeschäft in den Monaten November und Dezember insgesamt Umsätze in Höhe von 126,2 Milliarden Euro, was im Vergleich zum Vorjahr einem Plus von 1,5 Prozent entspricht.

Weitere Informationen unter: https://einzelhandel.de/weihnachten

HDE unterzeichnet Memorandum of Understanding zur erfolgreichen Einführung der EUDI-Wallet

Der Handelsverband Deutschland (HDE) ist Mitunterzeichner des vom Digitalverband Bitkom zusammen mit dem Bundesministerium für Digitalisierung und Staatsmodernisierung (BMDS) initiierten Memorandum of Understanding zur erfolgreichen Einführung der EU Digital Identity Wallet (EUDI-Wallet). Hierin vereinbaren die Unterzeichner eine enge Abstimmung und gemeinsame Anstrengung mit dem Ziel einer raschen Umsetzung und Nutzung der EU-weiten digitalen Identität.

„Gerade der Handel kann mit seinen Millionen Kundenkontakten pro Tag einen wesentlichen Beitrag zur Akzeptanz und Nutzung der EUDI-Wallet bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern leisten. Daher ist die Branche hier von Anfang an dabei und bringt sich aktiv in den Umsetzungsprozess ein“, so Stephan Tromp, stellvertretender HDE-Hauptgeschäftsführer. Im Online-Handel könne die geplante staatlich zertifizierte App mit gespeicherten Identitätsdaten zu einem rechtssicheren Abschluss von Kaufverträgen, zur sicheren Altersverifikation sowie zum Schutz vor Identitätsklau beitragen und auch beim Bezahlen zum Einsatz kommen. „Die Anwendungsmöglichkeiten für die EUDI-Wallet sind im Handel vielfältig. Wird die Wallet erfolgreich in Einkaufsprozess integriert, kann die digitale Identität einen festen Platz im täglichen Leben der Bürgerinnen und Bürger bekommen“, so Tromp weiter. In den Geschäften vor Ort könne die EUDI-Wallet etwa zur Authentifizierung von Kunden-Apps und zur Teilnahme an Kundenbindungsprogrammen dienen.

Der HDE unterstützt das BMDS bei der Umsetzung und Einführung der EUDI-Wallet. „Die EUDI-Wallet ist von großer Bedeutung für die digitale Souveränität Europas“, betont Tromp. Die Voraussetzung für eine breite Nutzung der App durch die Verbraucherinnen und Verbraucher sei das Vertrauen in die in der EUDI-Wallet hinterlegten Daten. „Dafür braucht es den engen Dialog und Schnittstellen zwischen Staat und Privatwirtschaft. Das Memorandum of Understanding zur erfolgreichen Einführung der EUDI-Wallet stellt genau das sicher“, so Tromp.

Weitere Informationen

Weniger Plastiktüten: Einzelhandel schreibt Erfolgsgeschichte mit freiwilliger Selbstverpflichtung

Mit Blick auf die Selbstverpflichtung des Handels zur Reduzierung von Plastiktüten zieht der Handelsverband Deutschland (HDE) eine positive Bilanz. Die Branche hat laut HDE einen deutlichen Rückgang des Verbrauchs von Plastiktüten erreicht und setzt sich weiterhin für Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele ein.

„Die Selbstverpflichtung des Handels war und ist eine Erfolgsgeschichte. Noch bevor die gesetzliche Pflicht wirksam wurde, konnte so der Verbrauch von dünnen Plastiktüten mit einer Wandstärke zwischen 15 und 50 Mikrometern massiv gesenkt werden“, so Antje Gerstein, HDE-Geschäftsführerin Europapolitik und Nachhaltigkeit. Die Branche ziehe daher eine durchweg positive Bilanz. „Der Verbrauch von Plastiktüten hat sich deutlich verringert. Die Verbraucherinnen und Verbraucher nutzen häufiger die dickwandigen Beutel, die für die mehrfache Verwendung ausgelegt sind“, so Gerstein weiter.

Die Alternative zu den mittlerweile verbotenen dünnwandigen Tüten, mit Ausnahme der „Hemdchenbeutel“ für Obst und Gemüse, sind dickere Tüten, die mehrfach genutzt werden können. „Viele Händlerinnen und Händler bieten außerdem Stoffbeutel oder andere Optionen an, die leicht recycelbar oder auch wiederverwendbar sind“, so Gerstein. Die Erfahrung zeige, dass Kunden diese Alternativen gut annehmen und sie vielfach auch als Mehrwegalternativen für ihre Einkäufe nutzen.

Noch vor der gesetzlichen Pflicht hat der Handel mit seiner freiwilligen Selbstverpflichtung laut HDE deutlich gemacht, dass die Branche ihren Einsatz für Umweltschutz und Nachhaltigkeit ernst meint. Der Rückgang um 80 Prozent bei den dünnwandigen Tüten habe gezeigt, dass diese Maßnahme ein richtiger Hebel zur Reduzierung von Plastik war. „Diesen Weg gehen die Händlerinnen und Händler weiter. Sie arbeiten stetig daran, ihre Produkte und Verpackungen nachhaltiger und besser recycelbar zu gestalten“, so Gerstein. Schwierigkeiten gebe es allerdings bei der Verfügbarkeit von geeignetem Material. „Der Handel steht aber auch hier zu seiner Verantwortung und engagiert sich weiterhin dafür, die ambitionierten Umwelt- und Nachhaltigkeitsziele zu erreichen“, betont Gerstein.

Quelle: HDE

Handelsverbände zum Gutachten der Monopolkommission: Wettbewerb im Lebensmittelhandel funktioniert

Mit Blick auf das heute veröffentlichte Sondergutachten Lebensmittellieferkette der Monopolkommission bewerten der Handelsverband Deutschland (HDE) und der Bundesverband des Deutschen Lebensmittelhandels (BVLH) die sehr differenzierten Analysen der komplexen Wertschöpfungsketten positiv. Gleichzeitig blicken die Verbände allerdings mit großer Verwunderung auf die dazugehörige Pressemitteilung der Kommission. Diese gibt die zutreffenden Analysen des Gutachtens in keiner Weise wieder, sondern dramatisiert ohne Grundlage die Marktverhältnisse zulasten des Handels.

Hinsichtlich der Landwirtschaft weist die Monopolkommission zutreffend auf die schwierigen Rahmenbedingungen für Landwirte hin. Diese werden jedoch weitgehend nicht vom Handel beeinflusst, der grundsätzlich keine direkten Einkaufsbeziehungen mit Landwirten pflegt. Diese Tatsache stellt auch die Monopolkommission vollkommen zurecht fest. „Der Schlüssel für bessere Bedingungen für die Landwirte liegt nicht beim Lebensmittelhandel. Die maßgeblichen Einflüsse kommen vielmehr vom höchst volatilen Weltmarkt und als Folge staatlicher Subventionen. Außerdem spielen die marktstarken Schlachter und Molkereien eine zentrale Rolle, da sie die Verwertung steuern“, so Björn Fromm, HDE-Vizepräsident und BVLH-Präsident. Beispielsweise werden nur 23 Prozent des frischen Schweinefleisches über den Lebensmittelhandel verteilt, nur 13 Prozent der Milchmenge landen als Trinkmilch in den Regalen des Handels. Eine Stärkung der Landwirtschaft kann laut Gutachten vor allem über den Abbau von Bürokratie und die Verbesserung der Kostenseite durch effizientere Betriebs- und Produktionsstrukturen mit möglichen Größenvorteilen erfolgen.

„In ihrem Gutachten benennt die Monopolkommission außerdem zurecht, dass es neue Regulierungen für den Lebensmittelhandel nicht braucht“, so Fromm. Die Kommission spricht von Konzentrationstendenzen bei der Industrie genauso wie beim Handel. „Der Wettbewerb im Lebensmittelhandel funktioniert“, so Fromm weiter. Auch die Gutachter weisen darauf hin, dass die Verhandlungsposition des Lebensmittelhandels gegenüber den Herstellern tendenziell überschätzt wird.

Zudem betonen die Handelsverbände, dass kein Grund bestehe, Industrieunternehmen mit gesetzlichen Regulierungen in der Lieferkette zu schützen. Das stärke nur die Verhandlungsposition der Konzerne, ohne den Bauern zu helfen. „Richtigerweise schlägt die Monopolkommission vor, die Regelungen über unfaire Vertragspraktiken in der Lebensmittellieferkette ausschließlich auf die landwirtschaftlichen Erzeuger und ihre Abnehmer anzuwenden“, so Fromm. Darüber hinaus spricht sich das Gutachten richtigerweise gegen ein Verbot des Verkaufs unter Produktionskosten bei Lebensmitteln aus und erteilt staatlichen Eingriffen in die Preissetzungsautonomie der Vertragspartner damit eine klare Absage. Die Gutachter betonen die mit einem solchen Verbot verbundene Bürokratie, administrativen Aufwand und die Gefahr von Fehlallokationen, die völlig unverhältnismäßig seien.

Zudem spricht die Monopolkommission von steigenden Preisen und vermutet in der Folge automatisch höhere Gewinne bei den Händlern. „Das ist ein Trugschluss. Die in den letzten beiden Jahren gestiegenen Preise für Lebensmittel sind die Folge von höheren Kosten für Energie, Personal und Wareneinkauf. Gründe für höhere Einkaufspreise sind dabei in einigen Fällen schlechtere Ernten aufgrund des Klimawandels oder auch bewaffnete, weltpolitische Unsicherheiten, die für Störungen in den Lieferketten sorgen. Im harten Wettbewerb der Handelsunternehmen untereinander kann es sich kein Akteur leisten, seine Margen auf Kosten der Kundinnen und Kunden zu erhöhen“, so Fromm. Der Wettbewerb um den Verbraucher ist im deutschen Lebensmittelhandel besonders intensiv, das Preis-Leistungs-Niveau für die Verbraucher ist europaweit einzigartig. Die Margen des Lebensmittelhandels sind mit ein bis drei Prozent gering.

Im Übrigen räumt die Kommission in ihrem Gutachten selbst ein, dass die Datengrundlage nicht ausreiche, um einen Zusammenhang zwischen der Konzentration im Lebensmittelhandel und der Preisentwicklung bei Verbrauchern und Zwischenstufen herzustellen.

Mehr Fakten zum Thema im HDE-Handelsreport Lebensmittel: www.einzelhandel.de/handelsreport-lebensmittel und auf Lebensmittelkette erklärt: BVLH

HDE-Handelsreport frische Lebensmittel: 50 Millionen Kunden pro Tag im Lebensmittelhandel

Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland hat mit seinen mehr als 36.000 Geschäften und über einer Million Beschäftigten eine wichtige Bedeutung für die flächendeckende Versorgung der Bevölkerung mit Frischelebensmitteln. Pro Tag kommt die Branche auf 50 Millionen Kundenkontakte. Das zeigt der heute veröffentlichte HDE-Handelsreport frische Lebensmittel. Die Daten aus der Untersuchung machen gleichzeitig deutlich, dass der Einfluss des Lebensmittelhandels auf die Preissetzung in den Lieferketten nicht so groß ist, wie oft vermutet. Denn Verhandlungspartner des Handels sind in der Regel nicht einzelne Landwirte, sondern stark konzentrierte Agrargroßunter- nehmungen. Die Warenflüsse im Bereich frische Lebensmittel sind vor allem vom Export und somit von den Weltmärkten geprägt.

„Der direkte wirtschaftliche Zusammenhang zwischen der heimischen Landwirtschaft und dem Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland ist überschaubar. Der wichtigste Einflussfaktor für die Landwirte und die Preise ihrer Produkte sind der Weltmarkt und die weiterverarbeitende Industrie. Das Märchen vom Handel, der die Preise bei den Landwirten drückt, ist auserzählt. Das ist eine Legende, die den Fakten nicht standhält“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Der HDE-Handelsreport zeigt, dass beispielsweise nur 23 Prozent des frischen Schweinefleisches über den Lebensmittelhandel verteilt wird, nur 12 Prozent der Milchmenge landen als Trinkmilch in den Regalen des Handels. Insgesamt gehen 48 Prozent der Produktionsmengen der deutschen Landwirtschaft an Frischelebensmitteln wie Obst, Gemüse, Kartoffeln, Fleisch, Eier, Milch alleine in den Export. „Preise für Lebensmittel entstehen in komplexen Verhandlungen zwischen allen Akteuren in der Lieferkette und in Folge von Angebot und Nachfrage auf den Weltmärkten. Immer wieder beeinflusst dabei auch der Klimawandel die Erntemengen massiv“, so Genth weiter.

Landwirtschaftliche Erzeugnisse gehen von den Landwirten in der Regel an Zwischenstufen wie Schlachtereien oder Molkereien. Eine weitere große Rolle spielen die Weltmärkte. „Wenn beispielsweise China plötzlich kein deutsches Schweinefleisch mehr importiert, dann sorgt das für ein Überangebot, die Preise sinken. Der Export mit seinen volatilen Rahmenbedingungen beeinflusst die Verdienstmöglichkeiten der Landwirte massiv“, so Genth.

„Der Lebensmitteleinzelhandel in Deutschland nimmt in der Wertschöpfungskette eine wichtige, aber keine dominante Position ein. Für die Landwirtschaft sind andere Akteure mindestens genauso wichtig. Auf der Ebene der Ernährungsindustrie stehen dem Einzelhandel sehr marktstarke, oft multinationale Lebensmittelkonzerne gegenüber“, so Genth weiter.

Den Handelsreport Lebensmittel downloaden: www.einzelhandel.de/handelsreport-lebensmittel